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Dialog Semiconductor – hat die Qual ein Ende?

Der Drive PX Pegasus, eine robuste Leiterplatte mit mehreren sichtbaren Prozessoren und Steckern.
Bild: NVIDIA

2018 war ein schwieriges Jahr und in unseren Gefilden hat es einen Akteur der Chipbranche besonders hart getroffen. Es gibt viele Sorgen rund um die arg geprügelten Aktien von Dialog Semiconductor (WKN: 927200). Schauen wir uns drei entscheidende Faktoren an, die bereits darauf hindeuten, dass auch 2019 weiterhin ein sorgenreiches Jahr für betroffene Anleger werden dürfte.

1. Sorgen um Apple

Der Aktienkurs von Dialog Semiconductor begann zu fallen, als erste Gerüchte die Runde machten, dass Apple (WKN: 865985) sich einen anderen Zulieferer für seine Chips suchen würde oder diese gar selbst entwickeln wird. Die Gerüchte liefen noch heißer und der Kurs stürzte ab, als Apple tatsächlich bekannt gab, einen zweiten Zulieferer im gleichen Produktbereich unter Vertrag genommen zu haben. Dazu kamen dann noch Zweifel am iPhone-Absatz.

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Eine tödliche Kombination, die den Aktienkurs von Dialog Semiconductor innerhalb weniger Tage massiv hat abstürzen lassen. Erst als kurz später bekannt wurde, dass Apple sich direkt bei Dialog Semiconducter eingekauft hat, beruhigte sich die Lage ein wenig und der Kurs erhielt eine Verschnaufpause.

Aber: Das Problem von Dialog Semiconductor seit jeher war dessen Abhängigkeit von Apple und dem iPhone. Durch den Einstieg von Apple ist diese Abhängigkeit nicht geringer geworden, ganz im Gegenteil. Damit sind die Zweifel der Investoren also nicht ausgeräumt, sondern lediglich verschoben worden.

Hat man sich zuvor Sorgen um die Partnerschaft und den iPhone-Absatz gemacht, wird man sich jetzt doppelt auf den iPhone-Absatz konzentrieren. Da kommt es auch nicht gut an, dass Apple sich erst kürzlich dazu entschlossen hat, in Zukunft keine produktspezifischen Absatzzahlen für das iPhone in seinen Quartalsberichten aufzuführen, und dass viele Analysten den aktuellen Verkaufszahlen eher skeptisch gegenüberstehen.

2. Sorgen um die Chipbranche

Schauen wir ein wenig tiefer in den Chipmarkt hinein, stellen wir schnell fest, dass es der Konkurrenz derzeit nicht viel besser geht. Nvidia (WKN: 918422) oder Texas Instruments (WKN: 852654) haben ebenfalls kein gutes Jahr hinter sich. Die Gründe mögen zwar individuell sehr unterschiedlich sein, aber am Gesamtbild ändert das trotzdem nichts. Die Chipbranche steht vor vielen Chancen, aber auch vor vielen Herausforderungen. In einem allgemein negativen Marktumfeld scheinen die Skeptiker derzeit die Oberhand zu erhalten, was sich auch 2019 fortsetzen dürfte.

3. Sorgen um den Welthandel

Der letzte Punkt ist ebenfalls sehr gewichtig. Man ahnt, es geht um Politik und, genauer, um den Welthandel. Dieser beeinflusst nämlich nicht nur Produktumsätze, sondern auch Herstellungskosten und Partnerschaften. So gerne man Politik aus Wirtschaftsthemen verbannen möchte, so ist eine Trennung der beiden Themen schlicht unmöglich. Die Welt schaut gebannt auf das Geschehen zwischen den USA und China, und bevor sich da keine Beruhigung abzeichnet, wird auch die Chipbranche keine Stabilisierung finden.

Fazit: Viele Sorgen!

Eine aktuelle Anlage in Dialog Semiconductor wird, wenn man die obigen Punkte in Betracht zieht, meiner Ansicht nach nur für Anleger mit Nerven aus Stahl geeignet sein. Apple senkt aktuell seine Prognosen nach unten und der Welthandel folgt dem stetigen Auf und Ab der Launen von politischen Akteuren. Bis sich hier der Himmel aufklart, beobachte ich den Wert lieber aus einer ruhigeren Ecke.

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Jakub Piwowarski besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Nvidia. The Motley Fool besitzt Aktien von Texas Instruments. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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