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Amazon-Aktie: Pfeiff’ auf den Split, schau auf die Aktienrückkäufe!

Bei der Amazon-Aktie (WKN: 906866) gibt es Neuigkeiten, die den Aktienkurs kräftig bewegt haben. Unter anderem kündigte das Management einen Split an. Zukünftig sollen Investoren je teurer Aktie 19 weitere dazuerhalten. Im Rahmen eines 20:1-Splits soll damit der Kurs optisch verbilligt werden. Was Jeff Bezos wohl dazu sagen würde, der Splits eher mied?

Wie auch immer: Im Endeffekt gilt auch im Hinblick auf die Amazon-Aktie: Ein solches Event ist eigentlich ein Non-Happening. Es mag zwar kurzfristige Auswirkungen auf die Performance haben. Mittel- bis langfristig finden Aktien jedoch stets zu ihrer fundamentalen Stärke zurück. Auf einen Split zu wetten ist daher kaum clever.

Anders ist es natürlich bei den angekündigten Aktienrückkäufen der Amazon-Aktie. Doch auch hier können wir sagen: Die Summe ist nicht so groß, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Ordnen wir auch diese Schlagzeile in den größeren Kontext ein.

Amazon-Aktie: Nach dem Split zu den Aktienrückkäufen!

Wie das Management der Amazon-Aktie ebenfalls verkündete, möchte man Aktien im Umfang von bis zu 10 Mrd. US-Dollar kaufen. Ohne Zweifel eine Menge Geld, die für diese Kapitalmaßnahme verwendet wird. Das letzte Aktienrückkaufprogramm von 2016, das 5 Mrd. US-Dollar schwer gewesen ist, ist jedoch mit einem zurückgekauften Volumen von gerade einmal 2,12 Mrd. US-Dollar nicht sonderlich stark bedient worden. Oder anders ausgedrückt: Das Management legte kaum Wert darauf, Kapital darüber an die Investoren zurückzugeben.

Aktienwelt360 Aktienkompass

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Benchmark

+78,28%

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Es ist lange Zeit nicht die Strategie des Tech-Konzerns gewesen, diesen Weg zu bestreiten. Investitionen in das eigene Geschäft besaßen und besitzen (vermutlich) auch weiterhin Priorität. Alleine die Historie zeigt daher, dass auch hier eine übermäßige Kursreaktion übertrieben erscheint. Zumal der Wert der zurückgekauften Aktien eigentlich verschwindend gering ist.

Selbst wenn das Management der Amazon-Aktie 10 Mrd. US-Dollar direkt für das Kaufen und Einziehen verwendet, so würde es lediglich einen geringen Anteil der ausstehenden Aktien betreffen. Bei einer Marktkapitalisierung in Höhe von 1,42 Billionen US-Dollar reicht dieser Betrag nicht einmal für 1 % aller Wertpapiere. Der Wow-Effekt verfliegt daher für mich, wenn wir den größeren Kontext betrachten.

13+1 | RisikoReich

Besser handelbare Aktie …?!

Vielleicht ist das Interesse an der Amazon-Aktie größer, wenn sie preiswerter ist. Bei einem Aktienkurs von über 2.500 Euro ist selbst der Erwerb einer Aktie mit höherem Aufwand verbunden. Aber trotzdem: Bei einem Buy-and-Hold-Ansatz geht es um den Wert, nicht um Kosmetika oder andere kursaufhellende Mittel.

Insofern sollten diese Schlagzeilen, wenn überhaupt, schmückendes Beiwerk sein. Foolishe Investoren investieren jedoch nicht in die Amazon-Aktie aufgrund geringer Aktienrückkäufe oder eines Aktien-Splits. Bessere Gründe können jedoch auch auffindbar sein, ohne Frage.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.



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