Panik! Hör’ mir zu: Denn ich weiß auch nicht mehr!

Panik! Nach dem Mittwoch dieser Woche ist sie zugegebenermaßen wieder etwas entwichen. Noch am Dienstag schienen Crash, stärkere Korrekturen oder anderweitige Dinge noch realistisch zu sein. Das führt dazu, dass sehr viele Marktkommentatoren sich kurzfristig zu der Entwicklung äußern. Kurzfristig … das ist mutig.
Aber bei aufkommender Panik sehe ich immer mehr ein Rezept hinter vielen Artikeln, das besagt: Hör mir zu! Ich weiß zwar auch nicht mehr. Aber hör mir einfach zu. Lass uns im Folgenden einige Aussagen in dieser Hinsicht unter die Lupe nehmen und auf ihren Gehalt hin überprüfen.
Panik! Aber nix Genaues weiß man nicht
Bei Panik gibt es wirklich eine Menge Äußerungen. Mal in technischer Hinsicht, wo Hindernisse oder Unterstützungen liegen. Oder aber in die Richtung, dass Analysten ihre Kursziele warum auch immer irgendwie untermauern. Die ehrlichste und fairste Antwort ist: Es ist alles und vieles möglich. In der Regel kommt es sowieso anders, als wir denken.
Aber trotzdem: Einige Analysten kommentierten direkt am Dienstag, dass sich der DAX im freien Fall befinde. Blöd, wenn er am nächsten Tag direkt um über 1.000 Punkte steigt. Ins fallende Messer greifen solle man nicht, hieß es ebenfalls. Auch blöd, wenn die Performance am nächsten Tag sehr positiv ist. Das ist zugegebenermaßen eine große Gefahr, wenn man sich kurzfristig äußert. Aber Recht und Unrecht können verschieden aussehen: Weiteres Abwärtspotenzial ist schließlich ebenfalls möglich, deshalb sind diese Aussagen nicht gerade falsch.
Weiter heißt es, dass man es auch besser lassen sollte mit dem Investieren. Auch diese Aussage ist eher kurzfristig orientiert zu verstehen. Bei der Erklärung geht der Analyst darauf ein, dass es schlecht zu prognostizieren sei, wie sich der Konflikt in der Ukraine entwickle. Nix Genaues weiß man eben nicht. Immerhin: Es gibt die Erkenntnis serviert, dass die Politik derzeit das Börsenumfeld prägt.
Immerhin: Auch erste Analysten sprechen davon, dass zwar momentan Panik vorhanden sei. Aber langfristig gebe es trotzdem Chancen. Nur der Mittelteil zwischen den günstigen Aktien und dem Ausspielen der Chance kann volatil sein.
Denke. Nicht. Kurzfristig!
Panik: Ja, das ist im Moment möglich. Guter Rat ist teuer, aber eigentlich kaum vorhanden. Niemand kann sagen, was morgen passiert. Oder nächste Woche. Selbst nächsten Monat, nächstes Jahr oder auch die kommenden drei Jahre sind schwierig. Besser ist es daher, sich auf die langfristige Perspektive zu konzentrieren und sogar das politische Marktumfeld zu verlassen.
Vielleicht greifen Foolishe Investoren ins fallende Messer, wenn sie jetzt vermeintlich günstig kaufen, und es wird noch günstiger. Trotzdem ist das günstige Kaufen bei einem Buy-and-Hold-Ansatz ein Erfolgsrezept, das erwiesen ist und über viele Jahre funktioniert.
Überlege daher, was wirklich wichtig ist. Die Panik ist es nicht, sie ist ein Gefühl mit der entsprechenden Marktreaktion. Jetzt ist Vernunft entscheidend. Und das Verlassen eines kurzfristigen Denkens, das häufig nur noch mehr Emotionen schürt.
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