Die liebste Art, mich zu irren

Eine verwirrt und ratlos blickende Frau hat offenbar viele Fragen
Foto: Robin Higgins via Pixabay

Lieber Aktiensegler,

sich zu irren gehört beim Investieren früher oder später dazu. Fehlentscheidungen, die falsche Aktie oder eben nicht die richtige können Pfade sein, die wir hin und wieder beschreiten. Wobei ich der Erste bin, der das relativiert.

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Als Investoren sind wir nicht unfehlbar und vor allem nicht allwissend. Für mich heißt das insbesondere, dass wir im Rahmen unseres Circle of Competence Investitionsentscheidungen treffen sollten. Sowie auch, dass die Summe unserer Entscheidungen zum Erfolg führt. Das ist keine Ausrede für mittelmäßige Investitionen, aber zumindest etwas Seelenbalsam, wenn wir erwartungsgemäß irgendwann falsch liegen.

Bei der Aktie von Novo Nordisk scheine ich mich zu irren. Allerdings: Auf die für mich liebste Art. Auch die Variante solltest du früher oder später kennenlernen. Vor allem: Mit lediglich einem Move bildest du zumindest das Fundament für solche „Fehlentscheidungen“.

Novo Nordisk: So kann ich mich gerne irren

Bei der Aktie von Novo Nordisk gab es eine positive Art, sich zu irren. Genauer gesagt bin ich seit einem Aktienkurs von ca. 37 Euro investiert. Seitdem hat es einen Split gegeben und die Anteilsscheine notieren auf einem Kursniveau von ca. 124 Euro. Das heißt: Ich habe einen signifikanten Outperformer im Jahre 2016 in mein Depot gelegt.

Was ist nun also mein Irrtum? Im Endeffekt: Die Bewertung des weiteren Potenzials. Ich habe gesehen, wie die Aktie von Novo Nordisk hohe KGVs erreicht hat. Werte von 30? Liegen längst in der Vergangenheit. Sowie auch, dass sich die Wachstumsraten von Quartal zu Quartal über einen langen Zeitraum stets toppten. Das habe ich so nicht kommen sehen. Zumindest nicht in der Form.

Die Folge ist, dass ich bei Novo Nordisk vorsichtig geworden bin. Ich habe nicht weiter investiert. Aber die Aktie hat stets neue Rekordhochs erreicht. Teilweise kann ich es auf meinen Circle of Competence schieben. Bei Novo Nordisk bin ich zugegebenermaßen im Bilde, was die Stärke der Produkte und der Wettbewerbsposition anbelangt. Den Erfolg von Ozempic und Wegovy, insbesondere im Bereich der Abnehmpräparate, habe ich aber nicht kommen sehen. Genauso wenig das starke Wachstum und den ebenso soliden Erfolg.

Es ist für mich daher eine Art, mich zu irren. Auf einem Kursniveau von 70 Euro, 80 Euro, 90 Euro oder selbst 100 Euro wären die Anteilsscheine in der Retrospektive interessant gewesen. Trotzdem: Ich kann diesem Umstand gelassen entgegensehen.

Buy-and-Hold: Reduzierung der Fehlerquellen

Das liegt daran, dass ich ein Buy-and-Hold-Investor bin. Ich verkaufe eher selten. Vor allem nicht, wenn ich ein ultralangfristiges Potenzial sehe. Bei Novo Nordisk mit den konsequent anziehenden Zahlen von Diabetikern und Übergewichtigen ist ein Megatrend gegeben. Deshalb konnte ich mich nicht irren, als ich die Aktien aus diesem einfachen Grund behalten habe.

Generell glaube ich: Als Investoren begehen wir häufige Fehler, wenn wir Aktien vorschnell verkaufen. Das ist dann wiederum eine bittere Art, sich zu irren. Das Beispiel von Novo Nordisk zeigt mir das jedenfalls ein ums andere Mal.

Auf die Aktien, die den Unterschied machen, und das lehrreiche Irren,

Vincent Uhr
Chefredakteur Aktienwelt360

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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