Münchener Rück: Beryl? Mir egal! Das ist wirklich wichtig!

Über dem Ozean brauen sich mächtige Gewitterwolken zusammen
Foto: Arthur Brognoli via Pexels

Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) litt zuletzt unter den möglichen Auswirkungen von Hurrikan Beryl. Die Kurzfassung ist: Ein Wirbelsturm dürfte für Schäden sorgen. So, wie es Naturkatastrophen nun einmal so machen.

Meine Kurzfassung ist hingegen: Solche Hurrikans treten jedes Jahr auf. Es existiert in den USA sogar eine Hurrikan-Saison. Zudem gibt es regelmäßig, wenn auch nicht immer planbar, Ereignisse, die die Welt erschüttern. Es führt zu Volatilität bei der Aktie der Münchener Rück. Sowie bei vielen Aktien aus der Direkt- und Rückversicherungsbranche.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der DAX-Rückversicherer einzelne Ereignisse gut wegstecken kann. Sie sind irgendwo in der Kalkulation sogar berücksichtigt. Hier ist, was für mich als Investor der Münchener Rück wichtiger ist.

Münchener Rück: Das große Ganze, doppelt betrachtet

Um es kurz zu machen: Wenn dich ein Hurrikan wie Beryl schockt, investiere lieber nicht in die Aktie der Münchener Rück. Es wird hin und wieder Volatilität bei den Anteilsscheinen geben. So wie zuletzt. Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel geschrieben habe, lag die Aktie um ca. 3 % im Minus. Buhuuu!

Der springende Punkt ist: Die Münchener Rück ist die Summe der Kalkulation. Selbst ein Milliarden-Schaden muss irgendwo in der Kalkulation abgebildet sein. Wenn nicht in einem Jahr, dann in der Summe vieler Jahre. Es verändert nichts an der Investitionsthese bei der Dividendenaktie, wenn es kurzfristig ein belastendes Wetterereignis gibt. Wenn überhaupt führt es zu einem kurzfristig schlechteren operativen Ergebnis.

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Zum größeren Gesamtbild der Münchener Rück gehört jedoch auch, dass Schäden die Versicherungsprämien treiben. So bitter oder schlimm es klingt: Die Rückversicherung von Ereignissen wird teurer, wenn es einzelne Schäden gibt. Das ist so, als wenn wir eine KFZ-Versicherung haben und Leistungen in Anspruch nehmen. Auch dann steigen schließlich die Prämien. Bei dem DAX-Konzern führt das dann wiederum zu operativem Wachstum. Wenn nicht in einem einzelnen Jahr, dann zumindest mittelfristig.

Wie gesagt: Es geht um das größere Gesamtbild bei der Münchener Rück. Um das operative Geschäft, das Versichern. Sowie das gute Kalkulieren von Schäden und das Erzielen von Nettoergebnissen und Gewinnen über viele Jahre hinweg. Das ermöglicht letztlich auch die starke Dividende.

Wichtig im Börsenjahr 2024: Prognose!

Aber bleiben wir nicht nur bei diesem Meta-Überblick über die Gesamtbranche. Ich habe auch eine Meinung dazu, was im Jahre 2024 bei der Aktie der Münchener Rück wichtig sein wird. Für mich ist das insbesondere die ausgegebene Prognose für das Gesamtjahr. Zur Erinnerung: Das Management möchte einen Nettogewinn in Höhe von 5 Mrd. Euro erzielen. Auch das würde erneut ein weiteres Wachstum bedeuten.

Aber wie realistisch ist das? Das ist die große Preisfrage. Für mich heißt das Aufkommen eines größeren Ereignisses nicht zwangsläufig, dass das Management die Prognose revidieren wird. Auch, weil das Geschäft mehr ist, als nur das Versichern von Schäden. Insbesondere das Asset-Management entwickelte sich aufgrund der höheren Zinsen schließlich wieder besser.

Wenn die Münchener Rück jedenfalls einen Nettogewinn in Höhe von 5 Mrd. Euro erreicht, so würde sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf einen Wert von ca. 12 belaufen. Das wäre, für mein Bauchgefühl, auch weiterhin sehr preiswert. Vor allem, da der DAX-Rückversicherer in den vergangenen Jahren so stark gewachsen ist und auch die Dividende je Aktie deutlich erhöht hat.

Im Endeffekt sagte ich daher weiterhin: Beryl? Das ist mir egal. Es gehört zum Geschäft. Aber es existieren auch sehr viele deutlich bedeutendere Dinge, die wir bei dem DAX-Rückversicherer beobachten sollten. Der momentane Abverkauf ist für mein Bauchgefühl sehr kurzfristig-orientiert gedacht.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück.



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