Die Zeit des einfachen Geldes endet: Hoch lebe die Zeit des einfachen Geldes!

US-Dollar-Geldscheine fallen von oben herab
Foto: 3D Animation Production Company via Pixabay

Die Zeit des einfachen Geldes können wir in vielerlei Hinsicht interpretieren. So zum Beispiel hinsichtlich des schwindenden Angebots an Tagesgeld. Die Zinsen sinken derzeit wieder. Wer noch vor einem Jahr 10.000 Euro in Tagesgeld investierte, erhielt damals über 300 Euro brutto. Heute sind es selten über 300 Euro und auch nur noch in Ausnahmen mehr als 250 Euro.

Tagesgeld und Festgeld wollen wir heute aber bewusst nicht thematisieren. Denn auch im Aktienmarkt endet womöglich bald die Zeit des einfachen Geldes. Irgendwann entweicht die Euphorie der Vernunft. Je höher die Bewertungen steigen, desto tiefer im Nachhinein der Fall. Besonders bemerkenswert: Wir erleben derzeit eine Quartalsberichtssaison, in der die Marktteilnehmer auf zwei Keywords anspringen: Künstliche Intelligenz. Die Börsenerfahrung zeigt, dass sich das mitunter besonders rächen kann.

Die Zeit des einfachen Geldes: Wenn alles steigt, was mitschwimmt

Holen wir daher heute ein wenig weiter aus. Wir Analysten der Aktienwelt360 sind derzeit dabei, unsere Empfehlungen im Rahmen der Quartalsberichtssaison zu covern. Einige Tage sind dabei besonders voll. Bei mir zum Beispiel der Zeitraum zwischen dem 05. und dem 07. August. Da lese ich viele Quartalsberichte. Ein Learning habe ich davon schon mitgenommen: Wenn die Stichworte Künstliche Intelligenz, KI oder AI fallen, gibt es eine bessere Chance auf eine gute Rezeption.

Axon Enterprise setzt beispielsweise Künstliche Intelligenz in seiner Software ein. Das Ziel des Unternehmens ist es, die Arbeit der Polizeibeamten mithilfe guter Software zu automatisieren. Protokolle, Suchen nach Bildmaterial: Das übernimmt die KI, spart Stunden ein. Und bracht Axon Enterprise ein munteres Kursplus von 15 % in den letzten fünf Handelstagen. Weiter geht’s.

Arista Networks liefert gleich zu Beginn den Hinweis, das man technologisch die Märkte KI, Rechenzentren und mehr mit seiner Hardware abdecke. Ein solides Wachstum, viel Fantasie. Die Aktie hebt um 15 % ab. Meta Platforms geht in Richtung Superintelligenz. Trotz Billionen-Dollar-Bewertung: Der Markt schickt die Aktie um 12 % hoch. Es sind knapp 200 Mrd. US-Dollar Börsenwert dazugekommen. Wahnsinn! Ähnliches gilt für sehr viele Beispiele.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+88,87%

Benchmark

+76,73%

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Das System funktioniert auch anders. Unternehmen sprechen davon, dass sie KI wo auch immer in ihre Produkte stecken. Oder Optionen ausloten. Die Aktien reagieren positiv. Ist das gerechtfertigt? Möglich. Aber es ist vor allem eines: Ein Rezept für einfaches Geld in einer Zeit, die doch sehr euphorisch ist. Das sollten wir als Anleger für den Moment im Hinterkopf behalten.

Irgendwann folgt das Intermezzo, dann erneut diese Zeit

Wenn du mich fragst, wird die Zeit des einfachen Geldes irgendwann enden. Das heißt nicht, dass man alle Aktien verkaufen sollte. Wirklich nicht. Denn wer vor einer Woche verkauft hätte, hat die Performances verpasst. Aber es zeigt mir, dass wir gerade in der jetzigen Situation vorsichtiger agieren müssen. Die Wahrscheinlichkeit, einfaches Geld zu verdienen, nimmt mit den steigenden Börsenbewertungen jedenfalls deutlich ab. Auch wenn es sich im Moment so anfühlt, als ginge die Party immer weiter: Irgendwann ist erfahrungsgemäß Schluss.

Aber das heißt nicht, dass du den Kopf in den Sand stecken musst. Vielleicht korrigiert der Aktienmarkt in den nächsten Monaten oder ein bis drei Jahren um 30 %. Vielleicht mehr, vielleicht weniger. Der springende Punkt ist: Gerade als unternehmensorientierter Investor sollten wir uns fragen, wann wir denn eigentlich einfach Geld verdienen können. Rein optisch, wenn die Kurse steigen. Ob fundamental begründet oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber der eigentliche Ansatz basiert darauf, dass wir Qualität und profitable Unternehmen günstig kaufen.

Der wichtige Paradigmenwechsel ist daher eigentlich: Erst mit dem nächsten Crash oder einer kommenden Korrektur beginnt die eigentliche Zeit des einfachen Geldes. So beispielsweise, als wir Netflix im Jahre 2022 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 12 kaufen konnten. Oder Meta Platforms mit einem Wert von ca. 10. Selbst Apple im Jahre 2016 zu einer ähnlichen Bewertung war im Nachhinein eine einfache Option, um Geld mit Aktien zu verdienen.

Dieser Paradigmenwechsel erfordert aber mehr, als bloß auf den nächsten Zug aufzuspringen. Es bedeutet, dass wir gegen den Strom schwimmen müssen. Aktien kaufen sollten, die im Vorfeld tief gefallen sind. Ein klarer Kontrast zu der aktuellen Marktlage. Aber es hilft dir vermutlich, vergangene Phasen der Euphorie und der Depression aus der Retrospektive heraus zu betrachten. Denn es zeigt, wie man im Aktienmarkt wirklich einfach Geld verdient.

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Vincent besitzt Aktien von Axon Enterprise, Meta Platforms und Netflix. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Apple, Arista Networks, Axon Enterprise, Meta Platforms und Netflix.



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