Verkaufen? Bloß nicht! Diese Dividendenaktien zahlen noch nach dem Tod!
Wer bei Börsenturbulenzen reflexartig den Verkaufsknopf drückt, handelt wie jemand, der bei Regen sein Haus anzündet. Wir alle wissen, dass Aktien langfristig steigen. Warum also verkaufen?
Gerade Dividendenaktien mit jahrzehntelanger Historie leben von Geduld und nicht von Aktionismus. Einige Geschäftsmodelle sind so tief im Alltag verankert, dass sie selbst dann noch Geld verdienen, wenn der Zeitgeist sie als „unmodern“ betrachtet.
British American Tobacco (WKN: 916018) und Coca-Cola (WKN: 850663) gehören meiner Meinung nach genau zu dieser Kategorie: Sie sind langweilig, robust und für langfristige Anleger erstaunlich lebendig. Das hat Gründe.
Defensive Geschäftsmodelle als Dividendenfundament
Defensive Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Produkte unabhängig von Konjunkturzyklen nachgefragt werden. Konsum findet nämlich nicht nur in Boomphasen, sondern gerade auch in Krisenzeiten statt.
Tabak- und Getränkekonzerne profitieren von wiederkehrenden Kaufentscheidungen, hoher Markenbindung und stabilen Margen. Diese Eigenschaften ermöglichen planbare Cashflows, aus denen kontinuierlich Dividenden gezahlt werden können. Für Anleger entsteht so eine Art finanzieller Dauerauftrag, der über Jahrzehnte Bestand haben kann. Das dürfte auch für die beiden nachfolgenden Aktien gelten.
British American Tobacco und die Macht der Gewohnheit
British American Tobacco verdient sein Geld mit Produkten, die weniger von Innovation als von Gewohnheit leben. Zwar steht der Tabakkonsum gesellschaftlich unter Druck, doch die Nachfrage ist erstaunlich preisstabil.
Regulatorische Hürden wirken dabei paradoxerweise wie ein Schutzwall, denn neue Wettbewerber haben es schwer, in diesen Markt einzudringen – falls sie es überhaupt möchten. Investoren meiden die Branche jedenfalls reihenweise.
Rauchfreie Alternativen könnten jedoch langfristig die Ertragsbasis sichern und damit die Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten hohe Dividenden zu zahlen. Ein Turnaround mit einer Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum könnte bereits in naher Zukunft Realität werden.
Coca-Cola-Aktie: Dividenden für die Ewigkeit?
Coca-Cola verzeichnet mittlerweile seit einigen Jahren wieder Wachstum. Doch im Kern verkauft der weltweit führende Softdrink-Konzern kein Getränk, sondern ein Ritual.
Die Marke ist weltweit präsent und emotional aufgeladen. Zuckerhaltige Limonaden mögen gesundheitlich umstritten sein, doch Coca-Cola hat sein Portfolio längst diversifiziert, ohne den Markenkern zu verwässern.
Viel entscheidender ist wohl aber das Distributionsnetz. In Kombination mit der Markenmacht entsteht so ein Powerhouse, das kaum disruptierbar ist. Neue Trends verändern eher die Geschmacksrichtungen als das Geschäftsmodell an sich, was die langfristige Stabilität der Dividenden unterstützt.
Dividende selbst nach dem Tod: Warum Disruption hier selten greift
Disruption trifft vor allem Branchen mit austauschbaren Produkten oder niedrigen Markteintrittsbarrieren. Bei British American Tobacco und Coca-Cola mag das jedoch nicht der Fall sein.
Markenstärke, Skaleneffekte und regulatorische Rahmenbedingungen schaffen Burggräben, die über Jahrzehnte hinweg bestehen können. Genau diese Eigenschaften machen solche Aktien zu Kandidaten für ein langfristiges Dividendenportfolio, das sogar mehrere Generationen überdauert.
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Frank besitzt Aktien von British American Tobacco und Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.
