300 % Dividendenwachstum in 10 Jahren: Lohnt es sich, jetzt 1.000 Euro zu investieren?

Vier Burger-Pattys werden auf einem Grill gebraten.
Bild: Jens Mahnke via Pexels

Die US-amerikanische Restaurantkette Texas Roadhouse (WKN: A0DKNQ) konnte im Schlussquartal des vergangenen Jahres abermals ihren Umsatz steigern. Der Umsatzanstieg von 3,1 % auf 1,48 Mrd. US-Dollar zeigte allerdings eine leichte Abschwächung gegenüber den Vorquartalen. Nach dem starken Lauf der letzten Jahre genehmigte sich auch die Texas Roadhouse-Aktie in den letzten 12 Monaten eine Verschnaufpause. Kann es nun wieder aufwärts gehen?

Geben die Zahlen einen Aufwärtstrend her?

Die vergleichbaren Restaurantumsätze erhöhten sich im abgelaufenen Vierteljahr um 4,2 %. Dieses Wachstum setzte sich aus einem um 2,3 % höheren Durchschnittsbon und einem Wachstum der Gästezahl von 1,9 % zusammen.

Beim Ergebnis sorgte der Systemgastronomieanbieter jedoch für eine Enttäuschung. Der Gewinn je Texas Roadhouse-Aktie in Höhe von 1,28 US-Dollar lag nicht nur deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (1,73 US-Dollar), sondern auch erheblich unter der Analystenerwartung (1,52 US-Dollar).

Das unerwartet schwache Ergebnis zeigt, dass Texas Roadhouse seit geraumer Zeit mit einem erhöhten Kosten- und Margendruck zu kämpfen hat. Die Restaurantmarge sank zuletzt um ca. 310 Basispunkte auf 13,9 %.

Der Grund für den Gewinnrückgang bei Texas Roadhouse

Sowohl gestiegene Rohstoffkosten als auch erhöhte Arbeitskosten trugen zur schlechten Ausgabenentwicklung bei. Die Kosten für Lebensmittel und Getränke stiegen auf 36,4 % des Umsatzes, primär verursacht durch eine Inflation von fast 10 % bei den Einkaufspreisen (vor allem Rindfleisch). Die Arbeitskosten erhöhten sich um knapp 20 Basispunkte auf 33,2 % des Umsatzes.

Das Texas Roadhouse-Management verfolgt weiterhin das Ziel, seinen Kunden ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten und sie nicht durch zu starke Preiserhöhungen zu vergraulen. Diese Unternehmenspolitik macht sich jedoch kurzfristig in sinkenden Gewinnmargen bemerkbar. Für das zweite Quartal plant das Unternehmen eine Preiserhöhung von durchschnittlich rund 2 %. Ob damit Mehrkosten im Einkauf und beim Personal kompensiert werden können, muss sich noch zeigen.


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So sieht die Zukunft für die Texas Roadhouse-Aktie aus

Seine Wachstumsziele tastete Texas Roadhouse trotz der betriebswirtschaftlich schwierigeren Lage nicht an. Die Restaurantkette peilt weiterhin die Eröffnung von 35 neuen Standorten im laufenden Jahr an.

Auch Dividendenanleger haben Grund zur Freude. Der Vorstand kündigte eine Anhebung der Quartalsdividende um 10 % auf 0,75 US-Dollar je Texas Roadhouse-Aktie an. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet ergibt sich damit eine Dividendenrendite von ca. 1,7 %. Das Unternehmen hat auch in den vergangenen Jahren seine Dividende kräftig erhöht.

Die Investitionsthese der Texas Roadhouse-Aktie ist trotz der Wachstumsabflachung und der Ergebnisverschlechterung noch intakt. Es ist davon auszugehen, dass es sich um ein temporäres Phänomen von wenigen Quartalen handelt. Das Management der Restaurantkette hat sich bewusst dafür entschieden, einen Teil der gestiegenen Kosten „auf die eigene Kappe zu nehmen“.

Das ist kurzfristig für Anleger ärgerlich. Langfristig mag es im Sinne einer starken Kundenbindung jedoch die richtige Entscheidung sein. Für Anleger mit Weitblick, vor allem mit Interesse an den Gewinnausschüttungen, ist die Texas Roadhouse-Aktie nach wie vor ein interessantes Investment.

Die Chancen und Risiken eines Investments in die Texas Roadhouse-Aktie

Als größte Chance für die Texas Roadhouse-Aktie sehen wir den weiteren Rollout des Gastronomiekonzepts durch die Eröffnung neuer Standorte im In- und Ausland.

Auf der Kehrseite ist das Unternehmen in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt aktiv. Zu den Wettbewerbern des Unternehmens gehören nicht nur klassische Steakhouse-Ketten wie Longhorn Steakhouse und Outback Steakhouse, sondern auch andere Systemgastronomieanbieter mit einem „Fleischschwerpunkt“ wie beispielsweise McDonald’s und Yum! Brands. Hinzu kommen an fast allen Standorten lokale Wettbewerber. Dieser Wettbewerb könnte sowohl das zukünftige Umsatzwachstum als auch die Margen von Texas Roadhouse negativ beeinträchtigen.

Der Trend zu einer veganen oder vegetarischen Ernährungsweise könnte zudem eine geringere Attraktivität des fleischlastigen Angebots von Texas Roadhouse zur Folge haben, was rückläufige Kundenzahlen bedeuten würde.

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