PayPal-Aktie: Wie du aus 1 % Dividende in einigen Jahren 5 % machst!

Die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) ist mittlerweile auch für eine kleine Dividende bekannt. Der niedrige Aktienkurs führt dazu, dass die Dividendenrendite mittlerweile sehr ansehnlich ist. Mit einem Anteil von rund 10 % des Gewinns zahlt der US-amerikanische Zahlungsdienstleister mittlerweile etwas mehr als 1 % aus.
Viele Einkommensinvestoren werden sich mit Sicherheit denken: „Pfft. 1,1 oder 1,2 %. Die Dividende der PayPal-Aktie ist eher ein kleines und schmückendes Beiwerk. Wenn, dann sind die Aktienrückkäufe das Salz in der Suppe.“ Ja, das mag alles richtig sein. Aber was wäre, wenn der US-Konzern plötzlich 5 % Dividende zahlen würde?
Wenn du mich fragst, ist die PayPal-Aktie aus Sicht der Dividende erst am Anfang. Aber an einem spannenden Scheideweg. Ich verrate dir drei Möglichkeiten, wie aus den etwas mehr als 1 % Dividende in einigen Jahren 5 % werden können. Zeit ist ein Schlüssel. Aber das Management hält auch viele Zepter selbst in der Hand.
Die PayPal-Aktie und die Dividende: 10 % Ausschüttungsverhältnis sind gar nicht so wenig
Wenn wir uns das Ausschüttungsverhältnis der PayPal-Aktie heute anschauen, so fällt uns auf: 10 % sind mickrig. Wie gesagt, die Dividendenrendite spricht für sich. Was ist aber, wenn das Ergebniswachstum je Aktie konsequent weitergeht? Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Wert jedenfalls um 35 % auf 5,41 US-Dollar. Selbst bereinigt und auf Non-GAAP-Basis lag das Wachstum noch bei 14 % auf 5,31 US-Dollar. Eigentlich ein gutes Wachstum, oder? Im Geschäftsjahr 2026 dürfte es zwar eher stagnierende Ergebnisse je Aktie geben. Mag sein. Aber die Wachstumsgeschichte muss noch lange nicht am Ende sein.
Vor allem nicht beim Ergebnis je Aktie. PayPal führte zuletzt sehr viel seiner freien Mittel über Aktienrückkäufe an die Investoren zurück. Im Geschäftsjahr 2025 flossen so beispielsweise 6,0 Mrd. US-Dollar per Rückkäufe an die Investoren. Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von 42 Mrd. US-Dollar sind das 14 %. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Zahlungsdienstleister einen freien Cashflow von 6,2 Mrd. US-Dollar. Das bedeutet, dass man die Aktienrückkäufe grundsätzlich weiterführen kann, um das Ergebniswachstum je Aktie anzukurbeln.
Für mich ist die PayPal-Aktie daher nicht ausgereizt. Selbst ein reiferes Geschäft mit perspektivisch langsamen Wachstumsraten oder Stagnation kann mit den Rückkäufen aufgemotzt werden. Wenn PayPal etwa 5 Mrd. US-Dollar freien Cashflow pro Jahr erzielt und bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 jedes Jahr 10 % aller Aktien kauft und einzieht, würde das das Ergebnis je Aktie steigen lassen. Selbst bei einem Ausschüttungsverhältnis von 10 % würden dann langfristig höhere Dividenden winken. Denn die absolute Dividendensumme müsste auf weniger Aktien verteilt werden.
Eine Verschiebung der Kapitalrückführungen
Gleichwohl bin ich der Meinung, dass Aktienrückkäufe bei der PayPal-Aktie nicht ewig der heilige Gral sein werden. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10 erscheint die fundamentale Bewertung zu preiswert. Das wird der Markt irgendwann erkennen. Jetzt sind Rückkäufe richtig und sollten priorisiert werden, keine Frage. Aber steigt der Aktienkurs, sind höhere Dividenden für überschüssiges Kapital die sinnvollere Verwendung.
Vor diesem Hintergrund glaube ich, dass die Ausschüttungspolitik früher oder später angepasst werden dürfte. Aus den 10 % könnten problemlos 30 % werden. Das Management müsste einfach weniger Aktienrückkäufe wagen. Selbst 50 % erscheinen denkbar und möglich. Zumindest mittel- bis langfristig. Wobei das die Dividende klar als Kapitalrückführung priorisieren würde.
Wenn es zu einer Verschiebung bei den Kapitalrückführungen käme, wäre eine höhere Dividende nur logisch. Wer heute zu den günstigeren Bewertungen kauft, der sichert sich die hohe Einstandsrendite. Aber auch höhere Dividendenrenditen, wenn das Management den Schalter früher oder später wirklich umlegen sollte.
PayPal-Aktie: Nutze die Dividende und kaufe weiter zu!
Zu guter Letzt hast du ein Quäntchen auch selbst in der Hand: Denn sobald du die Dividende der PayPal-Aktie erhältst, kannst du dir weitere Anteile kaufen. Pro Jahr sind selbst bei höheren Einsätzen wie 10.000 Euro zwar lediglich zwei oder drei Aktien zusätzlich möglich. Aber im Laufe der Zeit führt das dazu, dass der Zinseszinseffekt konsequent steigt und auch die Dividendenrendite, gemessen an deinem initialen Einsatz, leicht höher ausfällt. Reinvestieren führt zu einem künstlichen Dividendenwachstum.
Übrigens: Damit bei der PayPal-Aktie aus aktuell 1,2 % Dividende in 15 Jahren 5 % werden, braucht es ein Dividendenwachstum von rund 10 % pro Jahr. Meine These ist, dass ein solcher Wert möglich ist: wenn der Gewinn je Aktie weiter steigt, beispielsweise durch Aktienrückkäufe, wenn sich das Ausschüttungsverhältnis vergrößert und wenn man selbst einen kleinen Teil reinvestiert. Denn gerade jetzt ist die Ausgangslage bei der Dividende sehr klein und besitzt noch viel Potenzial, um erhöht zu werden.
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Vincent besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.
