100 x Aktie von American Express: Das passiert bei Dividende & Co.!

100 Aktien von American Express (WKN: 850226)? Okay, dafür müsste man schon eher tief in die Taschen greifen. Die Anteilsscheine notieren bei einem Aktienkurs von 293 Euro. Das bedeutet, dass man 29.300 Euro in die Hand nehmen müsste, um sich einen so großen Teil dieses Kuchens zu sichern.
Aber mit 100 Aktien von American Express kann man durchaus auch einiges erwarten. Das bedeutet nicht, dass eine solche Position in jedermanns Depot passt. Schauen wir heute aber einmal, was passiert. Es gibt Dividende, Aktienrückkäufe und natürlich ein Geschäft, das Gewinne erwirtschaftet.
Ob das für dich reicht? Na, das finden wir erst heraus, wenn wir einen tieferen Blick riskieren.
100 Aktien von American Express: Dividende, Aktienrückkäufe & Co.!
Blicken wir zunächst auf das, was wir als Investoren direkt merken: die Dividende. American Express zahlt jedes Quartal derzeit 0,95 US-Dollar je Aktie an die Investoren aus. Das bedeutet, dass wir 95 US-Dollar Dividende erhalten würden. Pro Jahr wären es 380 US-Dollar. Umgerechnet rund 331 Euro. Nicht gerade die Welt für 29.300 Euro Einsatz, oder? Wir können leicht berechnen, dass die Dividendenrendite gerade einmal knapp über 1 % liegt. Exakt sind es 1,12 %. Uff. Wenig?
Ja, durchaus. Aber wir dürfen nicht vergessen, wie gering der Anteil ist, den American Express per Dividende auszahlt. Im Geschäftsjahr 2025 lag der Gewinn je Aktie bei 15,38 US-Dollar. Ein Ausschüttungsverhältnis in Höhe von 24,7 % lässt grundsätzlich viel Spielraum für weitere Erhöhungen. Im Jahr 2026 soll der Gewinn je Aktie auf mindestens 17,30 US-Dollar klettern. Das würde bedeuten, dass sich das Ausschüttungsverhältnis auf 22 % reduziert.
American Express ist daher keine Aktie für ein direktes, hohes Dividendeneinkommen. Dafür stimmt das Wachstum: In diesem Jahr stieg die Dividende je Aktie um 16 %. In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Dividende je Aktie durchschnittlich um 11 % pro Jahr. Geht die Tendenz so weiter, so würden in 10 Jahren 3,2 % Dividendenrendite möglich sein. Das erscheint realistisch. Wichtig ist, dass der Gewinn je Aktie konsequent steigt.
American Express setzt außerdem auf Aktienrückkäufe. Im Jahre 2025 flossen etwas mehr als 5 Mrd. US-Dollar in die eigene Aktie, womit rund 2 % der ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen werden konnten. Auch im neuen Jahr 2026 gibt es weitere Aktienrückkäufe. Übrigens: Mit 100 Aktien von American Express würde man 0,00001456 % des gesamten Konzerns besitzen. Nicht viel. Aber es ist einer der größten und bekanntesten Kreditkartenkonzerne. Und es sind dann ja auch doch irgendwo „nur“ 100 Aktien von 682 Mio.
Bewertung, Wachstum und mehr!
Blicken wir nun darauf, welchen Preis wir bei American Express bezahlen. Bei einem Aktienkurs von 338 US-Dollar und dem besagten 2025er Gewinn je Aktie von 15,38 US-Dollar liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 22. Der Wert dürfte mit einem Gewinn je Aktie von 17,30 US-Dollar auf mindestens 19,5 sinken. Das erscheint gar nicht teuer. Zumal wir direkt das deutliche Wachstum erkennen. Im besten Fall plant American Express sogar mit einem Gewinn je Aktie von 17,90 US-Dollar. Unter dieser Prämisse läge das KGV sogar bei lediglich 18,9. Teuer wirkt das wirklich nicht.
Die prognostizierten Gewinne je Aktie entsprechen einem Wachstum zwischen 12,5 und 16,4 % im Vergleich zum 2025er Gewinn je Aktie von 15,38 US-Dollar. Im ersten Quartal konnte American Express bereits zeigen, dass diese Prognose absolut realistisch ist. Der Gewinn je Aktie stieg dort bereits um 18 % auf 4,28 US-Dollar. Getragen wurde dieses sogar überproportionale Wachstum dank eines Wachstums des Zahlungsvolumens um 10 % auf 428 Mrd. US-Dollar. Auch der Umsatz erhöhte sich um 11 % auf 18,9 Mrd. US-Dollar.
Anhand dieser Zahlen erkennen wir, dass American Express ein weiterhin gut skalierbares Geschäftsmodell besitzt. Dank einer gleichbleibenden bis leicht steigenden Take-Rate erzielt der US-Konzern aus jedem US-Dollar mehr an Transaktionsvolumen mehr Umsatz. Relativ stabile Kosten und ein digitales Geschäft im Zahlungsverkehr führen zu einem überproportional steigenden Gewinn. Keine schlechten Aussichten, wenn wir bedenken, dass digitale Zahlungen noch immer einen Wachstumsmarkt darstellen.
Sollte man jetzt 100 Aktien von American Express kaufen?!
Grundsätzlich glaube ich, dass American Express jetzt nicht unattraktiv bewertet ist. Ein KGV von weniger als 20 für das Geschäftsjahr 2026 ist in Anbetracht des Gewinnwachstums sehr fair. Dividende und Aktienrückkäufe wirken attraktiv und stützend. Trotzdem würde ich keine allzu große Position aufbauen.
Denn auch das Geschäft von American Express ist leicht zyklisch. Geben Verbraucher weniger aus, schwächt sich das Wachstum beim Zahlungsvolumen und damit auch beim Umsatz und Gewinn ab. Die Vergangenheit zeigt, dass die Aktie in solchen Phasen gelegentlich zu Korrekturen neigt. Dann würde ich eine größere Position aufbauen. Jetzt würde ich vielleicht eher nur einen Fuß in die Tür stellen.
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Vincent besitzt Aktien von American Express. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von American Express.