Diese 3 Dividenden-ETFs eignen sich für jedes Depot

Eine Person hält aufgefächerte 500-Euro-Scheine
Foto: cottonbro studio via Pexels

Dividenden sind immer wieder ein beliebtes Thema bei der Aktienwelt360. Unsere Autoren lieben es, wenn regelmäßig Einnahmen auf ihrem Konto landen. Wir erwähnen auch immer wieder, worauf es bei der Investition in Dividendenaktien ankommt. Zum Beispiel, dass nicht die Höhe der Dividende, sondern ihr Wachstum entscheidend ist. Oder dass es wichtig ist, dass die Unternehmen nachhaltig erfolgreich sind, um die regelmäßigen Zahlungen leisten zu können.

Das bedeutet, dass du einige Dinge überprüfen solltest, bevor du dein Geld investierst. Du kannst aber auch statt einzelner Aktien einen Dividenden-ETF kaufen – damit streust du deine Anlage mit nur einem Kauf breit über viele Aktien hinweg, sodass dir ein einzelner Missgriff nicht die Performance verhagelt.

Heute möchte ich dir drei ganz unterschiedliche Dividenden-ETFs vorstellen. Entscheide selbst, welcher der beste für dich ist.

State Street SPDR S&P U.S. Dividend Aristocrats

Der klassische Dividenden-ETF schlechthin dürfte der State Street SPDR S&P U.S. Dividend Aristocrats (WKN: A1JKS0) sein. Er investiert – wie es der Name schon sagt – in alle Aktien aus dem amerikanischen Leitindex S&P 500, die in den letzten 20 Jahren ihre Dividende jährlich gesteigert haben und sich somit „Dividenden-Aristokrat“ nennen dürfen. Das sind derzeit 155 Aktien. Dass viele Anleger Aktien erst dann als Dividenden-Aristokraten bezeichnen, wenn es 25 jährliche Dividendenerhöhungen in Folge gibt, soll an dieser Stelle keine Rolle spielen.

Im Portfolio des Fonds finden sich die bekannten Namen, über die wir hier auch regelmäßig schreiben, etwa Verizon Communications, Realty Income, PepsiCo. oder Coca-Cola. Aber auch Unternehmen wie Franklin Electric oder Robert Half Inc., die nicht jeder kennt.

In den letzten fünf Jahren erzielte der Dividenden-ETF eine Rendite von knapp 45 % und liegt damit hinter dem S&P 500 zurück, der knapp 75 % gewann. Aber das ist kein Wunder, denn die ganzen KI-Werte, die den Markt seit Jahren treiben, sind in aller Regel keine Dividendenaristokraten und fehlen somit im ETF. Wenn es eine KI-Blase gibt und diese irgendwann mal platzen sollte, würde das wiederum für den ETF sprechen.

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Ein Problem bei SPDR-Fonds könnte sein, dass er fast ausschließlich in den USA investiert. Wer amerikanische Aktien hat oder das Basisprodukt MSCI World mit einem US-Anteil von etwa 73 % bespart, erhöht auf diese Weise seinen Anteil noch weiter.

iShares STOXX Global Select Dividend 100

Eine Alternative bietet da der iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH). Dieser Dividenden-ETF wählt 100 Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen aus Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum aus. Zudem werden bei der Auswahl Qualitätsfilter angewendet.

Der US-Anteil liegt hier nur bei gut 20 %, gefolgt von Hongkong und Australien mit jeweils rund 10 %. Die größten Positionen sind Legal & General Group, SITC International Holdings und Taylor Wimpey. Also ganz andere Namen als beim SPDR-Fonds. Zudem stellen die genannten Aktien eine gute Alternative zu den Aktien dar, die sich üblicherweise in den Depots von Privatanlegern finden.

In den letzten fünf Jahren erzielte dieser Dividenden-ETF eine Rendite von knapp 72 % und schlägt sein S&P 500-Pendant deutlich, wobei man berücksichtigen muss, dass der iShares-ETF in Euro berechnet wird, man also hier ein wenig Äpfel und Birnen vergleicht.

VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders

Das amerikanische Fondshaus VanEck ist für seine innovativen ETF-Ideen bekannt. Dazu gehört seit zehn Jahren auch der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders (WKN: A2JAHJ). Dieser Dividenden-ETF investiert in 100 Unternehmen aus Industrieländern, die bei Dividendenzahlungen Konsistenz und Nachhaltigkeit aufweisen und bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Anders als die ersten zwei ETFs berücksichtigt er auch ESG-Kriterien.

Die drei größten Positionen im Fonds sind HSBC Holdings, Verizon Communications und Nestlé. Großbritannien mit 16,4 % Anteil ist hier vor den USA mit 15,6 % am stärksten gewichtet.

Dieser Dividenden-ETF erzielte in den letzten fünf Jahren eine Rendite von fast 130 % und ist damit unter den drei vorgestellten ETFs der erfolgreichste gewesen. Aber auch hier spielte die Fondswährung Euro dem ETF in die Karten.

Mein Fazit zu Dividenden-ETF

Die drei vorgestellten ETFs setzen verschiedene Schwerpunkte und kommen daher auch zu deutlichen Unterschieden in der Rendite. Vergangene Ergebnisse sind allerdings keine Garantie für die Zukunft, wie es immer so schön heißt. Dennoch ist der Ansatz des VanEck-ETF schon interessant, weil er nicht nur stur auf das Kriterium der Dividenden-Aristokraten setzt (wobei 20 jährliche Dividendenerhöhungen in Folge auch nicht schlecht sind), sondern auch die Qualitäten der Unternehmen betrachtet. Er ist daher unter den drei genannten Dividenden-ETF mein Favorit.

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Offenlegung: Peter besitzt Anteile am iShares STOXX Global Select Dividend 100 sowie Aktien von Coca-Cola und Realty Income. Von Peter betreute Depots besitzen Anteile am State Street SPDR S&P U.S. Dividend Aristocrats sowie Aktien von Coca-Cola und PepsiCo. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PepsiCo. und Realty Income.



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