Warum du Dividende anders denken musst, wenn du finanziell frei werden willst!

Eine Suite am Sandstrand mit Palmen und türkisblauem Meer
Bild: geralt via Pixabay

Finanziell frei werden mit der Dividende: Na klar, wer weiß nicht, wie es geht? Wir müssen unser Erwerbseinkommen schrittweise durch ein passives Einkommen von Dividendenaktien ersetzen. Soviel zur Theorie. In der Praxis scheiden sich dann häufig die Geister.

Einige investieren einfach mal 1.000 Euro in die eine oder in die andere Dividendenaktie. Andere vielleicht 2.500 Euro oder mehr. Die Summe der Einzelteile wird es schon richten.

Aber heute verrate ich dir etwas, das wirklich wichtig ist: Du musst deine Dividende anders denken, wenn du finanziell frei werden willst. Damit meine ich weder den Unterschied zwischen High-Yield und Dividendenwachstum, noch das Reinvestieren. Es geht mir eher um das Erreichen der Ziele und die jeweilige Maßnahme.

Dividende anders denken: Und du wirst planmäßig finanziell frei!

Mein heutiges Augenmerk liegt darauf, dass du die Dividende beim Ziel der finanziellen Freiheit so definieren musst, wie sie für dich passt. Das bedeutet eben nicht, zu schauen, wie viel Dividende eine Aktie dir bei 2.500 Euro und 4 % Ausschüttungsrendite bietet. Spoileralarm: Es sind 100 Euro brutto. Es geht darum, dass du das Einkommen bei deiner Betrachtung und der Ausgestaltung höher gewichtest.

Klingt sehr abstrakt, ist aber eigentlich ganz einfach. Für mich bedeutet das, dass wir uns überlegen sollten: Von welcher Aktie möchte ich 500 Euro Dividende erhalten? Wenn deine Auswahl beispielsweise auf Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) fällt, so solltest du nicht einfach 3.000 Euro investieren und hoffen, dass es so kommt. Du solltest die Position so gestalten, dass sie dir 500 Euro bietet. Entweder sofort, dann müsstest du per Dreisatz berechnen, was nötig wär (es wären bei 3,6 % Dividendenrendite rund 13.900 Euro). Oder, indem die Dividende langfristig wächst. Stichwort: Dividendenwachstum, Reinvestition.

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Aber es gibt noch einen Schritt, der darüber hinausgeht. Dein Depot besteht schließlich nicht nur aus Novo Nordisk. Aus all diesen Einzelteilen, beispielsweise 500 Euro von Novo Nordisk, 800 Euro von Coca-Cola (WKN: 850663) und 750 Euro von der Münchener Rück (WKN: 843002), musst du dir dann ein passendes Gesamtportfolio basteln. Würde beispielsweise bedeuten: In Coca-Cola müssten Stand heute und mit 2,5 % Dividende 32.000 Euro investiert sein, in die Münchener Rück 15.625 Euro. Dadurch würde dein Portfolio zwar ein wenig so aussehen, als hättest du beliebig in Aktien investiert. Du wüsstest aber, welche Aktien dir welches passive Einkommen ermöglichen und welchen Stellenwert sie einnehmen, um dich finanziell frei zu machen.

Der Vorteil dieses Ansatzes

Wer sein Depot an Dividendenaktien derart gestaltet, der verfügt über mehrere Vorteile. Der erste und für mich größte ist der ganzheitliche Ansatz. Du überlegst dir von vornherein, dass du beispielhafte 45.000 Euro Dividende benötigst, um finanziell frei zu sein. Danach teilst du dir die Summe in verschiedene Aktien und einen Fahrplan auf. Dein Depot sollte dabei irgendetwas zwischen 30 und 50 Aktien umfassen. Danach kannst du aber konkret planen, welche Positionen du überhaupt haben willst. Und wie groß sie sein müssen, damit du dein Ziel erreichst.

Außerdem kannst du deine Dividendenaktien nach dem Risiko der Dividende gewichten. In unserem obigen Beispiel habe ich Coca-Cola mit 32.000 Euro fiktiv höher gewichtet. Mein Hintergedanke: Als Dividendenkönig mit starker Marke, planbarem Geschäftsmodell und dem Fokus eher auf Lizenzen statt eigener Abfüllung, sprechen wir von sehr defensiver Klasse. Novo Nordisk hat mehr Risiko durch seine Produktzyklen, die Münchener Rück durch das Geschäft als Rückversicherer. So etwas würde ich entsprechend durch Auf- oder Abwerten bei der Portfolio-Planung würdigen .

Du siehst also: Der Ansatz, dass man finanziell frei wird, indem man vom Ziel ausgeht und sich einzelne und passend portionierte Bausteine überlegt, führt zu mehr Struktur. Wer hingegen einfach kauft und hofft, das Ziel zu erreichen, könnte sich auf dem Weg dorthin verirren.

Finanziell frei mit der Dividende: Lege heute los!

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass du heute direkt anfangen kannst. Selbst wenn du gerade kein Geld hast, um dir die erste Dividende zu sichern. Dafür kannst du aber damit anfangen, ein Konzept zu erstellen und ein wenig die Aufteilung zu übernehmen. Oder dir erste Aktien ansehen. Der Plan ist wichtig, wenn es darum geht, finanziell frei zu werden. Trotzdem sehe ich oft, dass viele eher planlos starten.

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Vincent besitzt Aktien von Coca-Cola, der Münchener Rück und von Novo Nordisk. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück und von Novo Nordisk.



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