+32 % im letzten Monat: Dieser Digitalisierungsgewinner scheint auch jetzt noch attraktiv bewertet

Ein Geschäftsmann im Anzug unterschreibt einen Vertrag und macht einen Deal
Foto: Andrea Piacquadio via Pexels

DocuSign (WKN: A2JHLZ) profitiert als weltweiter Marktführer im Bereich der elektronischen Signaturen von der Digitalisierung. Bereits über 1 Mrd. Menschen nutzen die Lösungen des Unternehmens nicht nur um Dokumente digital zu unterschreiben, sondern teilweise auch um den gesamten Vertragsprozess digital abzubilden. Trotz dieser positiven Entwicklung fiel die Aktie des US-Unternehmens nach dem Coronaboom deutlich. Im letzten Monat kehrte sich die Kursentwicklung jedoch um – die Aktie stieg um 32 % (Stand aller Angaben: 09.06.2023). Ich sehe auch jetzt noch Potenzial nach oben.

Ordentliche Quartalszahlen

Denn die in dieser Woche verkündeten Zahlen für das Ende April abgelaufene Quartal fielen positiv aus. Die Anzahl der Kunden stieg um 40.000 auf 1,4 Mio. (ein Kunde ist zum Beispiel Allianz, die Anzahl der Nutzer liegt daher deutlich höher). Auch das Geschäft mit bestehenden Kunden entwickelte sich ordentlich – diese generierten 5 % mehr Umsatz (erkennbar an der Net Retention Rate von 105 %). Insgesamt stieg der Umsatz um 12 %.

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Aufseiten der Profitabilität lief es noch besser. Die Entlassungen der letzten Quartale scheinen Wirkung zu zeigen und trugen sicherlich dazu bei, dass das Unternehmen trotz meiner Einschätzung nach zu hoher aktienbasierter Vergütung einen minimalen bilanziellen Gewinn verzeichnen konnte. Im Vorjahr stand unterm Strich noch eine rote Zahl. Entscheidender ist aus meiner Sicht jedoch der Free Cashflow. Dieser stieg um satte 23 % auf 215 Mio. US-Dollar. Die Free-Cashflow-Marge lag damit bei 32 %.

Der Auftragseingang stieg um 10 % und signalisiert weiteres Umsatzwachstum in der Zukunft. Im Gesamtjahr möchte DocuSign nun mit mindestens 9 % im Umsatz wachsen – dies liegt leicht über der bisher abgegebenen Prognose. Das Wachstum wird damit auch in Zukunft deutlich geringer ausfallen als in den Boomjahren der Coronapandemie, in denen der Umsatz jeweils um über 40 % anstieg.

Intakte langfristige Aussichten

Auch langfristig wird DocuSign nicht mehr an dieses hohe Wachstum anknüpfen können. Denn der Umstieg auf digitale Signaturen ist besonders bei großen Unternehmen schon erfolgt, die Konkurrenz (insbesondere Adobe) schläft nicht und die Lösungen zur Digitalisierung des gesamten Vertragsprozesses (Agreement Cloud) scheinen bisher kein durchschlagender Erfolg zu sein.

Doch dies bedeutet in meinen Augen nicht, dass das Geschäft von DocuSign nun stagnieren oder gar schrumpfen wird. Der Gesamtmarkt für elektronische Signaturen wächst weiterhin – ResearchAndMarkets erwartet in den nächsten Jahren ein Marktwachstum von 29 % p. a.

Eine zunehmende Anzahl von Vorgängen sollten die Aboeinnahmen von DocuSign weiter steigen lassen. Gerade im privaten Bereich sowie bei kleineren Unternehmen und Behörden sehe ich noch viel Potenzial, um den Prozess rund um das Signieren von Verträgen zu digitalisieren. DocuSign selbst sieht ein Marktpotenzial von 50 Mrd. US-Dollar – dies entspricht rund dem 20-Fachen des bisherigen Umsatzes.

Daher traue ich DocuSign auch in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum von 10 % im Jahr zu. Derzeit scheint mir die unsichere wirtschaftliche Situation auf das Geschäft zu drücken. Dies sollte sich mittelfristig jedoch auflösen.

Gemessen am Free Cashflow scheint DocuSign attraktiv bewertet

Ist die DocuSign-Aktie gemessen an diesen Wachstumsaussichten attraktiv bewertet? Ich finde ja. Setzt man den Unternehmenswert (11,5 Mrd. US-Dollar) mit dem Free Cashflow des letzten Geschäftsjahres ins Verhältnis, kommt man auf ein Multiple von 27. Schauen wir auf den erwarteten Free Cashflow dieses Geschäftsjahres, kommen wir auf 22.

Die Aktie scheint somit auch nach dem Kursanstieg der letzten Wochen fair bewertet. Mir gefällt, dass sich DocuSign unter dem neuen CEO stärker auf die Profitabilität konzentriert. Wenn das Unternehmen nun auch noch bei seinen Lösungen zur Agreement Cloud Fahrt aufnehmen und die aktienbasierten Vergütungen reduzieren würde, würde ich über einen Nachkauf nachdenken.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Adobe und DocuSign. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Adobe und DocuSign.



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