Mit Wirkung zum 29. Dezember 2022 hat The Motley Fool seine Geschäftsanteile an Fool.de an Aktienwelt360 verkauft. Ab diesem Zeitpunkt trägt Aktienwelt360 die alleinige Verantwortung und Kontrolle für alle neuen Inhalte auf Aktienwelt360.de.

Die besten 3 Öl-ETFs auf dem Markt

Das ganze Jahr über mussten die Ölunternehmen auf der ganzen Welt einiges einstecken. Die steigende Produktion in Nordamerika, die leicht gesunkene weltweite Nachfrage und die OPEC, die sich weigert, die Produktion zu drosseln und Marktanteile an die amerikanischen Produzenten abzugeben. All diese Faktoren haben den Spitzenwert des Ölpreises um 60 % nach unten geschickt. Das hat hunderte von Ölfirmen hart getroffen und die Investoren auf der ganzen Welt hunderte von Milliarden gekostet.

öl1

🙌 Was ist dir unsere Arbeit wert?

Wir bei Aktienwelt360 denken, dass gutes Investieren mit guten Informationen beginnt. Das treibt uns an, täglich neue kostenlose Artikel für dich zu veröffentlichen, die tiefer gehen als die Berichte der anderen Aktienportale dort draußen.

Leider hat gute Recherche ihren Preis. Aber wir sträuben uns dagegen, deshalb aus Aktienwelt360 eine Halde für unseriöse Onlinewerbung zu machen. Um weiter unabhängig bleiben zu können, wenden wir uns heute an dich: Sag uns, was dir unsere Artikel wert sind! Über den folgenden Link kannst du kinderleicht einen Beitrag leisten, der uns hilft, dich weiter mit hochwertigen Inhalten zu versorgen.

BEITRAG LEISTEN

Das Ölgeschäft wird aber deswegen nicht über Nacht verschwinden und viele der größten und besten Unternehmen haben es bisher geschafft, der widrigen Lage Stand zu halten und werden das auch in Zukunft noch tun. Kluge und geduldige Investoren, die gewillt sind, dann zu kaufen „wenn Blut auf der Straße ist”, können hier überdurchschnittliche Renditen erzielen, wenn der Ölpreis sich wieder erholt.

Das Problem besteht darin, die richtigen Unternehmen auszusuchen, in die man investieren möchte. Anstatt nur ein paar Unternehmen auszuwählen und vielleicht die falsche Wahl zu treffen, könnte man auch in einen Öl-ETF investieren. Werfen wir mal einen genauen Blick auf die besten drei Öl-ETFs auf dem Markt.

1. Energy Select Sector SPDR (ETF)

Der Energy Select Sector SPDR (WKN:989934) ist der größte Öl-ETF mit etwa 12,3 Milliarden USD an verwaltetem Nettovermögen.

XLE GESAMTRENDITE DATEN VON YCHARTS

XLE GESAMTRENDITE DATEN VON YCHARTS

Dieser Öl-ETF ist eine gute und günstige Möglichkeit, um in den Energiesektor des S&P 500 zu investieren, der aktuell aus den 42 größten öffentlich gehandelten Öl- und Gasunternehmen in Amerika besteht. Da die Verteilung innerhalb des Fonds nach Marktkapitalisierung erfolgt, machen ExxonMobil und Chevron mehr als 30 % des Fondsvermögens aus.

Das bedeutet, dass viel von der Performance des Fonds von diesen beiden Giganten bestimmt wird. Das hat seine Vorzüge, weil diese Unternehmen die beiden am besten geführten Ölunternehmen auf diesem Planeten sind. Darüber hinaus sind sie gut positioniert, um den Abschwung zu überstehen und von der Erholung zu profitieren.
Aus der Kostenperspektive ist es auch ein günstiger Fonds mit einer Kostenquote von 0,14 %. Anders ausgedrückt: Du zahlst dieses Jahr nur 14 USD an die Fondsmanager pro 1.000 USD, die du in den Fonds investierst.

2. Alerian MLP ETF

Alerian MLP ETF (WKN:A1H99H) ist der zweitgrößte Fonds mit einem verwalteten Vermögen von aktuell mehr als 7 Milliarden USD.

AMLP GESAMTRENDITE. DATEN VON YCHARTS.

AMLP GESAMTRENDITE. DATEN VON YCHARTS.

Der AMLP unterscheidet sich aber deutlich von dem vorerwähnten ETF und konzentriert sich auch auf ganz andere Dinge: MLPs. Hierbei handelt es sich um sogenannte „master limited partnerships”, eine Art begrenzt haftender Teilhaberschaft, die öffentlich gehandelt wird. Dies ist eine Gesellschaftsform, die viele Öl- und Gasunternehmen nutzen, da sie so mehr an die Investoren zurückgeben können.

Eine MLP ist keine Körperschaft und zahlt daher auch keine Einkommenssteuer. Der Nachteil dabei ist, dass die Teilhaber – also die Aktionäre – oft höhere Einkommens- und Kapitalertragssteuern auf die ausgezahlten Renditen zahlen müssen. Einfach gesagt, es sind gute Einkommensinvestitionen, die oft etwas kompliziert sind, was sie wiederum zu nicht ganz idealen Optionen macht.

Der Alerian MLP ETF versucht dazu die richtige Antwort zu liefern. Er ist strukturiert wie eine reguläre Körperschaft, das bedeutet, dass die Aktionäre nicht direkt den Regeln eines MLP unterliegen. Wenn du in die Ertragskraft eines MLP investieren möchtest, aber die Sache nicht unnötig verkomplizieren willst, dann ist der Alerian eine mögliche Antwort.

Die Kosten dafür sind aber auch nicht von schlechten Eltern, denn der Fonds verlangt 5,43 % pro Jahr – 0,85 % an Managementgebühren und weitere 4,58 % an latentem Einkommenssteuerertrag. In anderen Worten: Es handelt sich nicht um ein Schlupfloch, mit dem man der Steuer entgehen kann. Es gibt kein Entkommen vor dem Fiskus. Er bedient sich bei Alerian, der die MLP-Anteile besitzt und daher steuerpflichtig ist.

Versuche es, so zu sehen: Der Alerian MLP ETF zahlt derzeit eine riesige Dividendenrendite von 9,5 %. Das ist mehr als das Dreifache der 3% des Energy Select Sector SPDR. Aber die Hälfte davon fließt zurück zu Alerian, denn der ETF muss die Steuern für die MLP-Erträge abführen.

3. Vanguard Energy ETF

Vanguard Energy ETF (WKN:A0HL2Y) liegt etwas näher an dem Energy Select Sector SPDR mit seiner niedrigen Kostenquote von 0,12 %, aber er besteht aus einem breiteren Spektrum von Unternehmen – 150 bei der letzten Zählung – aus dem MSCI US Investable Market Index (IMI)/Energy 25/50.

VDE GESAMTRENDITE. DATEN VON YCHARTS.

VDE GESAMTRENDITE. DATEN VON YCHARTS.

Anders ausgedrückt: Der ETF verfügt über einen größeren Mix von verschiedenen Unternehmen im Öl- und Gasgeschäft in den USA. ExxonMobil und Chevron nehmen aber immer noch relativ viel Platz ein – mehr als 34 % bei der letzten Zählung.

Welcher der Top 3 ist jetzt der Richtige für dich?

Der Alerian MLP ETF ist eine interessante Wahl und er zahlt auch eine satte Dividende, die aber von der Steuer wieder halbiert wird. Darüber hinaus scheinen die 0,85 % Managementgebühren zusätzlich zu den Steuern exorbitant für diese Art von Fonds. Es mag vielleicht wenig erscheinen, aber im Lauf der Zeit summiert sich das. Wenn du die nächsten 20 Jahre lang 1.000 USD pro Jahr in diesen Fonds investieren würdest und 8 % durchschnittliche Jahresrendite erzielen würdest, dann würdest du bei 0,85 % 3.375 USD an Gebühren zahlen.

Das bedeutet, dass die Fondsmanager mehr als 11 % der Gesamtgewinne an Gebühren kassieren. Ich bin nicht überzeugt, dass diese Extrakosten zu besseren langfristigen Renditen führen werden.

Damit bleiben uns der Vanguard und der SPDR. Die historische Performance der beiden ist ziemlich ähnlich und beide sind günstig. Wahrscheinlich werden die Gewinne in Zukunft auch relativ ähnlich sein, wenn man bedenkt, dass die größten 10 Positionen der beiden nahezu identisch sind und etwa zwei Drittel des Vermögens ausmachen. Anders ausgedrückt: Der Rest der beiden Fonds scheint nicht wirklich einen Unterschied zu machen.

Egal wie man es auch dreht und wendet, ich erwarte mir von diesen beiden langfristig bessere Ergebnisse als vom Alerian MLP ETF, größtenteils aufgrund der Kosten.

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

Hier sind vier Schritte, die man unserer Meinung nach immer vor Augen haben sollte, wenn der Aktienmarkt einen Rücksetzer erlebt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Motley Fool besitzt Aktien von ExxonMobil. Motley Fool empfiehlt Chevron.

Dieser Artikel wurde von Jason Hall  auf Englisch verfasst und wurde am 14.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



Das könnte dich auch interessieren ...