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Twitter ist um 50 % gefallen – Sollte man jetzt kaufen?

In der irrationalen Investmentwelt ist der Müll des einen der Schatz des anderen. Der Schlüssel zu erfolgreichem Investieren besteht natürlich darin, letzteres zu kaufen und nicht ersteres.

Nach einer weiteren Talfahrt ist der Nasdaq Composite dieses Jahr bereits um 11 % abgestürzt. Die Investoren ergreifen die Flucht und jetzt zu kaufen scheint für viele Tech-Investoren eine inakzeptable Option zu sein.

^IXIC DATEN VON YCHARTS.

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Da Tech-Aktien gerade am Taumeln sind, gefallen mir ein paar unter Druck geratene Aktien in diesem Sektor immer besser, darunter auch die Turnaround-Aktie des Microbloggers Twitter (WKN:A1W6XZ).

Die Innovation geht weiter

Wie ich schon in der Vergangenheit angedeutet habe, steckt Twitter in einer Produktkrise, nicht in der Geschäftskrise. Und obwohl einige das kritisieren, so scheinen die Pläne von CEO Jack Dorsey, eine Blog-Langform zu integrieren wie eine Vervollständigung des bestehenden Angebot. Damit könnte man ein Publikum anlocken, das Inhalte mit mehr als 140 Zeichen sucht.

Das hätte auch den Vorteil, dass man die möglichen Gewinntreiber von Twitter ausweiten könnte, während man gleichzeitig seine Position als wichtige Quelle von Nachrichten und Analysen in Echtzeit aufrechterhalten würde. Ich glaube fest daran, dass dieses neue Produkt die Nutzerprobleme von Twitter fast vollständig aufheben könnte, solange Dorsey und sein Team ein ansprechendes Produkt liefern.

Was hier auch noch erwähnt werden sollte, ist, dass die anderen potenziellen Wachstumstreiber von Twitter nicht genug von der Börse berücksichtigt werden. Periscope insbesondere scheint mir eine neue Technologie mit riesigem Potenzial zu sein, um in Zukunft Videoanzeigen zu schalten. In unserer immer mehr verbundenen Welt ist es schwer zu sehen, wie Live-Übertragungen von Smartphones keine wertvolle Technologie für Kunden und Werbetreibende gleichermaßen sein sollen.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+78,44%

Benchmark

+69,12%

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Periscope kombiniert praktisch die FaceTime-Technologie von Apple mit einem sozialen Netzwerk. Das scheint mir ein unglaublich wertvoller langfristiger Vermögenswert zu sein, der im Lauf der Zeit vielleicht sogar wertvoller als das aktuelle Kerngeschäft von Twitter werden könnte. Wenn man diese Wachstumstreiber in Erwägung zieht und im Kontext der abgestürzten Kurse sieht, dann könnte das mehr als nur ein Kauf gegen den Markt sein.

Kurs halbiert

Die Aktie von Twitter hat in den letzten sechs Monaten 50 % verloren.

TWTR DATEN VON YCHARTS.

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Die Skepsis des Marktes gegenüber dem Unternehmen ist gerechtfertigt aufgrund der größten Managementumwälzung in der Geschichte des Unternehmens. Trotzdem nähert sich das Unternehmen trotz der fallenden Kurse immer weiter der Profitabilität.

Denn Gewinne muss Twitter erst noch nachhaltig erzielen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis, oder der Mangel dessen liefert hier nicht viele Informationen über die Bewertung des Unternehmens. Basierend auf den erwarteten Einnahmen kostet Twitter das 32fache des für 2016 erwarteten Gewinns pro Aktie.

Um das einmal in Kontext zu setzen, Facebook kann als der beste öffentlich gehandelte Stellvertreter von Twitter gesehen werden und wird auch mit dem 32fachen der erwarteten Gewinne für 2016 bewertet. LinkedIn hat ein KGV von 52, basierend auf dem Konsens der erwarteten Gewinnschätzungen für das vergangene Jahr, aber das ist nicht notwendigerweise ein perfekter Vergleich mit Twitter. Und während ein künftiges KGV von 32 nicht billig ist, so ist es doch leistbar für ein Unternehmen, von dem die Analysten ein durchschnittliches Wachstum beim Gewinn pro Aktie von 65 % in den nächsten fünf Jahren erwarten.

Nachdem die Aktie bisher so weit gefallen ist, scheint sie aber vernünftig bewertet im Vergleich zum Markt, besonders wenn man die zahllosen Wachstumstreiber bedenkt, die noch gar nicht monetarisiert sind. Twitter ist zwar keine sichere Wette, aber die Zeiten werden wahrscheinlich schon besser werden.

Es scheint mir, als wäre der Markt nur darauf konzentriert, was bei Twitter schiefgehen könnte und nicht auf das, was gut laufen könnte. Das sind genau die Arten von Unterbewertungen, die kluge Investoren mögen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, Facebook, LinkedIn und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Andrew Tonner auf Englisch verfasst und wurde am 19.01.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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