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Allianz-Aktie: Neue Hiobsbotschaft? Sorgen aus den USA

Dividende
Foto: Getty Images

Der Allianz-Aktie (WKN: 840400) dürfte ein wackeliger Wochenstart bevorstehen. Wie wir mit Blick auf erste Schlagzeilen erkennen können, gerät die Aktie des DAX-Versicherers augenscheinlich im mittleren einstelligen Prozentbereich unter Druck. Sorgen macht eine mögliche Klagewelle aus den USA mit potenziellen Strafzahlungen.

Lass uns diese Wendung bei dem DAX-Versicherer daher etwas näher ansehen. Sowie der Frage nachgehen, ob das womöglich eine Investitionsthese der Allianz-Aktie bedrohen könnte. Grundsätzlich sind Klagen und potenzielle Strafen natürlich eine Baustelle, die zumindest ein einzelnes Geschäftsjahr belasten könnten. Aber steckt hier vielleicht mehr dahinter? Das wollen wir herausfinden.

Allianz-Aktie: US-Justizministerium mit Ermittlungen

Wie es bereits zum Wochenende, genauer gesagt zum Sonntag im Kontext der Allianz-Aktie hieß, gibt es augenscheinlich weitere Ermittlungen. Das US-amerikanische Justizministerium habe sich demnach in einen ermittelnden Kreis eingeschaltet. Wie der DAX-Versicherer zunächst betonte, kooperiere man vollumfänglich mit den jeweiligen Behörden.

Konkret scheint es dabei um die sogenannten Structures Alpha Fonds des Vermögensverwalters Allianz Global Investors zu gehen. Beziehungsweise die US-amerikanische Tochtergesellschaft des Vermögensverwalters. Auch die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC hat diesbezüglich bereits vor einigen Monaten Ermittlungen eingeleitet.


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Wie das Management hinter der Allianz-Aktie weiterhin erklärt, sei der weitere Verfahrensgang nicht absehbar. Weder zum Zeitpunkt noch zum Ausgang der Untersuchungen, noch zu einem etwaigen Klageverfahren oder anderen Dingen wie der Höhe etwaiger Strafzahlungen könne eine Aussage erfolgen. Deshalb würden derzeit noch keinerlei Rückstellungen gebildet.

Ein ungewisses Risiko

Die Allianz-Aktie besitzt mit diesem Kapitel natürlich ein unvorhersehbares Risiko. Möglicherweise gibt es belastende Anhaltspunkte. Im Worst-Case-Szenario vielleicht einen Prozess, eine Milliardenstrafe. Wer weiß, in welche Richtung sich das Ganze an dieser Stelle entwickelt?

Trotz der möglichen Belastungen sollte sich jedoch eine Frage stellen: Ist die Allianz-Aktie damit weniger attraktiv? Möglicherweise auch, wenn ein einzelnes Geschäftsjahr durch Prozesse oder Strafzahlungen belastet sein könnte? Die Höhe der noch überaus hypothetischen Strafzahlungen dürfte eine Rolle spielen. Aufgrund einer fundamentalen Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 11 und einem fairen Kurs-Buchwert-Verhältnis könnte etwas Pessimismus sogar bereits eingepreist sein.

Zumal die Klage nur indirekt das operative Kerngeschäft der Allianz-Aktie betrifft. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, könnte sich der DAX-Konzern wieder auf sein Tagesgeschäft und einen womöglich moderaten Wachstumskurs konzentrieren. Wobei die Phase der Unsicherheit zugegebenermaßen ein wenig andauern könnte. Allerdings könnte genau das Foolishen Investoren ein wenig Zeit geben, sich mit Chancen und Risiken etwas näher auseinanderzusetzen. Sowie womöglich eine Entscheidung für oder gegen die Aktie zu treffen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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