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Shell-Aktie: Ideal gegen Inflation?

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Die Shell-Aktie (WKN: A3C99G) hat ohne jeden Zweifel einen guten Jahresstart erwischt. Innerhalb des Börsenjahres 2022 ging es mit den Anteilsscheinen um rund 25 % hinauf. Innerhalb eines Jahres hat die Aktie ca. 48 % an Wert zugelegt. Eine solide Performance für eine Öl-Aktie, die noch vor zwei Jahren aufgrund des schwachen Marktes starke Probleme besaß.

Allerdings kann die Shell-Aktie womöglich weiterhin glänzen. Sie ist vielleicht sogar ein ideales Mittel gegen Inflation. Blicken wir auf das Gesamtpaket, das diese Öl-Aktie mitbringen kann. Und warum sie zwar in einem Markt operiert, der Teil des Problems ist, für Investoren jedoch mittelfristig auch eine Lösung sein kann.

Shell-Aktie: Profiteur des von Inflation geprägten Marktes

Die Shell-Aktie profitiert jedenfalls von der Inflation insofern, als die hohen Energiepreise mitverantwortlich sind für die hohen Teuerungsraten. Öl und Erdgas sind bedeutend teurer und inzwischen ein sehr knappes Gut geworden. Notierungen von Brent und WTI oberhalb der Marke von 100 US-Dollar führen zu einem hohen freien Cashflow bei dem britischen Konzern. Sowie zu steigenden Gewinnen.

Das heißt, dass die Shell-Aktie von der jetzigen Ausgangslage durchaus profitieren kann. Die steigenden Notierungen von Brent und WTI führen insbesondere nach Abzug der Kosten für die Förderung oder auch die Raffinerie zu einem überproportional stärker wachsenden Gewinn oder freien Cashflow, als die Notierungen des Öls selbst klettern. Wir können daher sehr überrascht sein, wie hoch der freie Cashflow und das Ergebnis je Aktie in den kommenden Quartalen ausfallen werden.

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Gleichzeitig scheint die fundamentale Bewertung im Moment moderat zu sein. Bei den aktuellen Aktienkursen und den hohen Ölpreisen kann es im laufenden Geschäftsjahr 2022 durchaus zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis um die Marke von 10 kommen. Vieles spricht bei zumindest näherungsweise stabilen Notierungen von Brent und WTI daher dafür, dass solide Gewinnrenditen möglich sind. Vielleicht auch positive Überraschungen, die den Aktienkurs stark steigen lassen. Als Teil des Problems der Inflation und Profiteur steigender Energiepreise kann die Shell-Aktie durchaus ein gewisser Hedge gegen die Teuerung sein.

Sogar Warren Buffett glaubt an Stabilität im Ölmarkt

Zwar investiert Warren Buffett nicht in die Shell-Aktie, wohl aber in Occidental Petroleum. Das kann ein Indikator dafür sein, dass das Orakel von Omaha mit stabilen hohen Notierungen von Brent und WTI rechnet. Ob es dazu im Endeffekt kommt, ist eine andere Frage. Aber es zeigt, dass Öl-Aktien grundsätzlich mit ihrer soliden Rendite ein Gegengewicht zur Inflation sein können.

Ob man die Shell-Aktie derzeit um die Marke von 25 Euro noch kaufen sollte, das ist im Hinblick auf die Risiken im Ölmarkt eine andere Frage. Aber mittelfristig kann ein Ausgleich möglich sein. Nur ist es auch eine relevante Frage, wann der Zyklus im jetzigen Markt einen Höhepunkt erreicht.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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