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Michael Burry: Auf diese 3 Aktien setzt jetzt der Investor-Nerd aus „The Big Short“

Sonova Schock Crash
Foto: Getty Images

Michael Burry wurde durch das Buch „The Big Short“ von Michael Lewis berühmt. Der gelernte Arzt studierte im Nebenfach Wirtschaft und gründete später Scion Asset Management. Sein Fonds fuhr in den Jahren 2008 und 2009 hohe Gewinne ein. Heute möchte ich dir zeigen, wie er sein Portfolio für die kommenden unsicheren Zeiten aufbaut.

Auf diesen Versicherer kann sich Burry verlassen

Dass Versicherungsgesellschaften bei den Star-Investoren hoch im Kurs stehen, wissen wir nicht erst seit diesem Deal von Warren Buffett. Und auch Michael Burry weiß, wie wichtig verlässliche Cashflows für ein Unternehmen sind. Von Fidelity National Financial (WKN: A1166U) holte er sich 325.000 Aktien zum Preis von etwa 49 US-Dollar ins Depot. Das Unternehmen bietet in den USA Policen aus verschiedenen Risikobereichen an.

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Seit Beginn der Corona-Krise steigen Umsatz und Gewinn des Versicherers fast sprunghaft an. Die Gewinnmarge liegt mittlerweile bei 15,5 % und der Free Cashflow kletterte auf 3,9 Mrd. US-Dollar.

Burry

Zudem steigt die Dividende seit Jahren zuverlässig an. Die Dividendenrendite von aktuell 3,9 % kann sich sehen lassen. Seit Burrys Deal ist der Kurs zwar etwas abgesackt auf heute 45,31 US-Dollar (Stand aller Daten: 7. April 2022). Doch mit Blick auf das Free-Cashflow-Potenzial der kommenden zehn Jahre denke ich, dass der Kurs langfristig auf deutlich mehr als 70 US-Dollar zulegen kann.

Das bedeutet nicht, dass Fidelity National Financial eine Wachstumsrakete ist. Doch die Aktie wird zurzeit massiv unterbewertet am Markt. Und dadurch steigt das Upside-Potenzial. Wir haben es hier also mit einem starken Unternehmen zum günstigen Preis zu tun.

Burry setzte früh auf Rüstungsaktien

Schon einige Wochen vor Putins Krieg gegen die Ukraine kaufte Michael Burry 80.000 Aktien von General Dynamics (WKN: 851143). Das bereits 1899 gegründete US-Unternehmen bietet heute unter anderem IT und mobile Kommunikationssysteme für Militär, Geheimdienste und zivile Kunden an. Zum Angebot gehören auch Cloud Computing, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Big-Data-Analytik.

Sein Einstieg in dieses Unternehmen kostete Burry insgesamt etwa 16,1 Mio. US-Dollar. Heute wiegt sein Aktienpaket bereits 19,3 Mio. US-Dollar. Und ich denke, damit ist der faire Wert noch lange nicht erreicht. Bis 2031 hat General Dynamics das Potenzial, seinen Free Cashflow von heute 3,6 auf 5,6 Mrd. US-Dollar zu steigern.

Wenn das Management um CEO Phebe Novakovic die Bilanz im Auge behält, kann der Rüstungshersteller problemlos wachsen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,4 ist nicht zu hoch. Und die Dividendenrendite von aktuell 2,1 % wird Burry das Warten auf Wachstum versüßen. Ich jedoch werde hier nicht investieren.

Wer Waffe sagt, muss auch Gefängnis sagen

Aus moralischen Gründen ist General Dynamics genauso wenig mein Fall wie der dritte große Aktien-Deal von Michael Burry: 143.000 weitere Aktien kaufte er von CoreCivic (WKN: A2DGL0). Der Gefängnisbetreiber aus den USA liegt damit jetzt auf Platz 3 der schwersten Positionen im Burry-Portfolio.

Und auch hier gilt: Die Wachstumsstory ist intakt. Allerdings hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten deutlich von der Gewinnschwelle entfernt. CoreCivic arbeitet nicht profitabel. Und auch die Bilanz sieht in meinen Augen nicht gut aus. Der operative Cashflow deckt die Schuldenlast gerade einmal zu 17,2 % ab. Das ist zu wenig.

Doch es ist so ähnlich wie bei den Versicherern. CoreCivic kann sich darauf verlassen, dass beständig Geld in die Kassen fließt. Auch wenn die Gewinne zuletzt sanken, blieb der Free Cashflow immer stabil.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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