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Realty Income: Desaster, das nicht eintritt

Foto: Getty Images

Realty Income (WKN: 899744) ist eigentlich eine langfristige Erfolgsgeschichte, doch steigende Zinsen bremsen sie derzeit aus. Die Investoren sind offenbar verunsichert, wie es weitergeht. Deshalb brach die Aktie zuletzt konsequent weiter ein, was jedoch aufgrund der Schwäche unserer heimischen Währung ein wenig aufgeweicht wird.

Im US-amerikanischen Raum sind die Auswirkungen spürbarer. In US-Dollar haben die Anteilsscheine der Monthly Dividend Company inzwischen stärker eingebüßt. Für einen Analysten auf Seeking Alpha spreche das für ein Desaster, das eingepreist wird. Allerdings trete es nicht ein, wie es im Fazit weiter heißt.

Das könne aus Realty Income eine interessante Chance machen. Foolishe Investoren mit einem langfristigen Atem sollten, so der Redakteur, die Aktie zumindest in Erwägung ziehen. Schauen wir uns das etwas näher an.

Realty Income: Das Desaster, das nicht eintritt

Der Titel gibt es eigentlich schon vor: Der Markt preise in Realty Income in, dass es zu einem möglichen Desaster kommen könne. Das wiederum sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, wie eben steigende Zinsen und ein Quäntchen wirtschaftlicher Unsicherheit. Allerdings, so der Tenor weiter: Der US-REIT besitze Qualität, um auch diese wirtschaftliche Schwächephase zu meistern.


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Das bedeutet, dass bei Realty Income das Desaster voraussichtlich nicht eintritt. Wir könnten das bereits sehen, auch im Hinblick auf die Dividende. Es gebe guten Grund für die Annahme, dass das Management einfach weitermache. Heißt: Vierteljährlich die eigene Ausschüttungssumme je Aktie weiter erhöhen, weitere Immobilien kaufen, wachsen und das gleiche Spiel noch einmal von vorne.

Bloß, dass die Aktie von Realty Income derzeit 5,1 % Dividendenrendite mitbringt sowie ein Kurs-FFO-Verhältnis von nicht einmal 15. All das sei für langfristig orientierte Investoren eine Chance. Vor allem, wenn das Desaster ausbleibt, das der Markt offensichtlich weiter einpreist.

Leerstand, Wachstum, Dividende beobachten!

Im Endeffekt teile ich diese Perspektive. Foolishe Investoren sollten trotzdem einige Kennzahlen bei Realty Income im Auge behalten. So zum Beispiel die Leerstandsquote, die ein Indikator für Schwierigkeiten im Portfolio sein kann. Beziehungsweise das Wachstum auf Basis der Same-Store-Revenues und weiterer Zukäufe. Auch die Dividende ist ein solider Indikator, das Management dürfte schließlich nur weiter wachsendes, freies Kapital auszahlen, wenn man sich des eingeschlagenen Kurses bewusst ist.

Trotzdem: Aufgrund der besonderen, defensiven Qualität und der Breite des Depots teile ich die These. Bei dem US-amerikanischen Real Estate Investment Trust dürfte jetzt zu viel Pessimismus eingepreist sein, als es womöglich langfristig orientiert angebracht erscheint.

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Vincent besitzt Aktien von Realty Income. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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