W. P. Carey steht bei unter 5 % Dividendenrendite: Ist der Fast-Dividendenaristokrat jetzt schlecht bewertet?

Ein kleines Holzhaus vor kleiner werdenden Münzstapeln
Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Ja, W. P. Carey (WKN: A1J5SB) bietet derzeit weniger als 5 % Dividendenrendite. Das war für einen REIT in den vergangenen Jahren nichts Ungewöhnliches, wohl aber für einen Real Estate Investment Trust, der eigentlich in einem Peer-Verhältnis zu den Zinsen steht. Wobei es auch hier Qualitätsaktien gibt, die 4,x % Dividendenrendite aufweisen.

Trotzdem wollen wir die aktuelle Bewertungslage mal zum Anlass für einen smarten Check nehmen. Mit 4,98 % ist die Marke zwar gerade so gerissen. Jedoch ist eine günstigere Bewertung bei einem Qualitäts-REIT natürlich auch ein Renditetreiber. Wie Warren Buffett einst sinngemäß sagte: Selbst das beste Unternehmen ist bei einem zu hohen Preis schließlich keine gute Investition.

W. P. Carey unter 5 % Dividendenrendite: Und nun?

W. P. Carey besitzt mit zumindest fast 5 % Dividendenrendite noch eine moderate Bewertungslage. Auf einem Aktienkurs von 85,55 US-Dollar liegt das Kurs-FFO-Verhältnis zudem bei ca. 16. Das ist weiterhin nicht unbedingt teuer. Zumal ein solcher Wert eine Gewinnrendite (auf Basis der Funds from Operations) in Höhe von über 6 % bedeutet. Damit können wir weiterhin arbeiten.

Die Qualität des Real Estate Investment Trusts rechtfertigt ein leichtes Premium. Schließlich ist der Fast-Dividendenaristokrat mit inzwischen 24 Jahren jährlicher Dividendenerhöhungen eine starke Dividendenaktie. Auch die ca. 1.400 Immobilien sind ein breites Fundament für den Erfolg. Wobei das Management auf Immobilien mit stabilen Mietern im Querschnitt der Wirtschaft setzt. Das kann so manche Krise ebenfalls abfedern, zumal es auch Triple-Net-Lease-Verträge auf langfristiger Basis gibt.

Trotzdem ist ein Kurs-FFO-Verhältnis von 16 ein Wert, der eines benötigt: Wachstum. Mit der Bewertung von unter 5 % Dividendenrendite ist die Erwartung, dass operative Zuwächse möglich sind, entsprechend größer geworden. Im Geschäftsjahr 2022 stehen die Zeichen gar nicht mal so schlecht. Die Funds from Operations je Aktie sind jedenfalls in den ersten neun Monaten von 3,73 US-Dollar im Vorjahr auf 4,01 US-Dollar geklettert. Das zeigt, dass Wachstum durchaus möglich ist.

Wenn: Einen Fuß in die Tür

Bei W. P. Carey sind unter 5 % Dividendenrendite kein Grund, nicht zu kaufen. Die Qualität, die Stabilität und auch die Bewertung sind jedenfalls nicht zu teuer. Aber Letztgenanntes geht in einen eher moderaten Bereich, was das Gesamtrenditepotenzial wieder reduzieren kann. Wachstum ist jetzt nötig, um auch in den kommenden Jahren stärkere Zuwächse und Renditen zu ermöglichen.

Deshalb würde ich bei dem Fast-Dividendenaristokrat jetzt eher einen Fuß in die Tür stellen. Mit einem größeren Nachkauf würde ich als Investor warten, bis es wieder deutlich mehr als 5 % Dividendenrendite gibt. Historisch gab es sogar Marktphasen, in denen Einkommensinvestoren über 6 % erhalten hätten.

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Vincent besitzt Aktien von W. P. Carey. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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