BASF-Aktie: Ist sie die perfekte Dividendenaktie 2023?

Verschiedene farbige Flaggen mit dem BASF Logo und Slogan
Foto: BASF SE

Die BASF (WKN: BASF11) ist ein deutsches Chemieunternehmen und gilt als der größte Chemiekonzern der Welt. Mit einem breiten Produktportfolio und Kunden in zahlreichen Branchen ist BASF ein wichtiger Akteur in der globalen Wirtschaft. Doch ist die BASF-Aktie auch die perfekte Dividendenaktie im Jahr 2023? Im heutigen Artikel werde ich einmal auf diese Frage eingehen und verschiedene Aspekte beleuchten. Legen wir los.

Geschäftsmodell: Diversifizierter Chemiekonzern mit Innovationspower

Das Geschäftsmodell von BASF basiert auf der Herstellung und dem Verkauf von Chemieprodukten in den verschiedensten Branchen. Das Unternehmen ist dabei breit aufgestellt und bedient unter anderem die Automobil-, Bau-, Agrar- und Energiebranche.

BASF betreibt dabei eine aktive Forschung und Entwicklung und ist in der Lage, innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Das ist ein wesentlicher Unterschied, der auch als ein breiter Burggraben gesehen werden kann.

Das deutsche Chemieunternehmen zeigt zudem, dass es in der Lage ist, langfristige Beziehungen zu Kunden aufzubauen und hohe Wertschöpfungsketten zu generieren. Sieht man mal von den aktuellen Problemen etwas ab, die sich mit der Gaskrise, Abschreibungen von Russland-Beteiligungen und einem schwachen wirtschaftlichen Ausblick charakterisieren lassen, so sehen die langfristigen Zukunftsaussichten für BASF grundsätzlich positiv aus.

Insbesondere stimmt mich die Tatsache optimistisch, dass der Ludwigshafener Chemie-Gigant im aufstrebenden Land China mit Milliarden-Investitionen einen stärkeren Fußabdruck generieren möchte.

Kritiker bemängeln, dass dies – angesichts der zunehmenden politischen Risiken – ein riskantes Unterfangen sei. Dennoch sollte dieses Projekt mittelfristig für weiteres Wachstum sorgen. Und auf dieses schielen Investoren besonders.

Dividenden überzeugen

Eine der Stärken der BASF-Aktie sind die oftmals hohen Dividenden, die in der Vergangenheit äußerst verlässlich gezahlt wurden. Das Unternehmen konnte zudem in den letzten Jahren seine Dividende kontinuierlich erhöhen.

Die aktuelle Dividende verharrt dabei auf dem Niveau des Vorjahres. 3,40 Euro gibt es wieder. Anleger müssen jedoch nicht enttäuscht sein, denn angesichts des krisenbehafteten Umfelds, in dem sich das Unternehmen bewegt, kann eine flache Dividende durchaus als Erfolg verbucht werden.

Die erwartete Rendite liegt aktuell bei stolzen 6,8 %. Setzt man den Dividendenvorschlag in Relation zum bereinigten Gewinn von 6,96 Euro je Aktie, so erhält man eine bereinigte Ausschüttungsquote von weniger als 50 %, was durchaus als solide anzusehen ist.

Jedoch zeigt dieser Wert auch, dass möglicherweise eine leicht höhere Dividende möglich gewesen wäre. Darauf hat das Management wahrscheinlich aufgrund der zahlreichen Unsicherheiten bewusst verzichtet.

Blickt man auf die Dividendenhistorie, so bleibt nach wie vor der Eindruck, dass es sich hier um einen sehr zuverlässigen Dividendenwert handelt. Die Dividendenzahlungen von BASF sind stabil und zuverlässig, was das Unternehmen zu einer attraktiven Investitionsmöglichkeit für Dividendenanleger machen könnte. Jedoch sollte man aufgrund der Zurechnung zum zyklischen Chemiegeschäft immer mit Rückschlägen rechnen.

Fazit

Abschließend betrachtet könnte die BASF-Aktie für langfristige Dividendenanleger durchaus spannend sein. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und verfügt über ein mittelfristiges Wachstumspotenzial, insbesondere in China.

Die Dividendenzahlungen waren in der Vergangenheit stabil und zuverlässig, was für Anleger eine hohe Sicherheit bedeuten kann. Sie wurden zudem häufig erhöht.

Das aktuell erwartete KGV von 11,3 (Stand: 4.4.23, Morningstar) zeigt zudem, dass von der Bewertungsseite her nicht besonders viel für den weltgrößten Chemiekonzern verlangt wird. Das Preisschild könnte jedoch ein Ausdruck der Risiken sein, den Investoren mit einem Investment eingehen. Eine perfekte Dividendenaktie ist sie damit aus meiner Sicht nicht.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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