Diese 3 neuen Aktien kaufte Big-Short Legende Michael Burry im letzten Quartal

Ein Kind hält eine Lupe vor ein Auge und kneift das andere zusammen
Foto: Monstrera via Pexels

Als Michael Burry im Rahmen der großen Finanzkrise von 2007 erfolgreich gegen den amerikanischen Immobilienmarkt spekulierte wurde er kurzerhand zur Investmentlegende. Sein bemerkenswerter Erfolg wurde sogar verfilmt, wobei niemand geringeres als Hollywood-Superstar Christian Bale seine Rolle übernahm.

Michael Burry ist nach wie vor als Investor tätig und leitet den Scion Asset Management Fond. Dabei war aus dem quartalsweise zu veröffentlichenden 13-F Formular der Investmentgesellschaft erkennbar, dass Burry im dritten Quartal 2023 gleich drei Neukäufe tätigte, wobei mindestens zwei als durchaus überraschend zu beschreiben sind.

Booking Holdings

Booking Holdings (WKN: A2JEXP) war die größte Neuerrungenschaft von Michael Burry. Der nicht praktizierende Arzt kaufte für gleich 4,6 Mio. US-Dollar Aktien des Reiseportals. Die Aktie des Unternehmens konnte im bisherigen Jahr bereits eine starke Rallye vorweisen. So liegt der Kursanstieg der Aktie seit Beginn des Jahres bei beachtlichen 64 %. Die fulminante Kursentwicklung dürfte dabei insbesondere an den starken Ergebnissen liegen, die Booking in diesem Jahr erzielen konnte.

So betrug der Umsatz des Unternehmens in den ersten drei Quartalen des aktuellen Jahres 16,6 Mrd. US-Dollar. Damit war der Wert bereits fast schon so hoch wie im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2022, wo der Umsatz bei 17,1 Mrd. US-Dollar lag. Insgesamt erwarten Analysten einen Jahresumsatz von 21,3 Mrd. US-Dollar für das gesamte Jahr 2023, was einer Steigerung von fast 25 % gleichkommt. Auch der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll in diesem Jahr von 5,1 Mrd. auf 6,5 Mrd. steigen. Die Aktie des Unternehmens notiert nach der starken Rallye mittlerweile zu einem 2024er-KGV von 23.

Alibaba

Mit einem aktuellen Kurs von 70 US-Dollar (Stand 13.12.2023) liegt der Aktienkurs von Alibaba (WKN: A117ME) fast 80 % unter dem Höchststand von Anfang November 2020 (319 US-Dollar). Verantwortlich dafür waren insbesondere der kurzerhand von den Behörden abgesagte Börsengang des Finanzarms Ant Financial und zahlreiche weitere Strafen der Aufsichtsbehörde. Michael Burry scheint jedoch zu glauben, dass das Unternehmen das Gröbste mittlerweile hinter sich hat. Dementsprechend war der chinesische Online-Gigant mit Aktienkäufen in Höhe von 4,3 Mio. US-Dollar der zweitgrößte Neukauf im Scion Portfolio.

Neben der Normalisierung des Verhältnisses zu der Aufsichtsbehörde könnte Burry hier insbesondere auf einen weiteren Punkt spekulieren. Die chinesische Wirtschaft kam nur sehr schwer aus der Covid-Krise scheint aber mittlerweile Tempo aufgenommen zu haben. So soll das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bei 5,4 % liegen und im nächsten Jahr 4,6 % betragen. Als größter chinesischer Online-Marktplatz dürfte Alibaba hier stark vom Wirtschaftsaufschwung partizipieren. Die Aktie des Unternehmens scheint bei einem 2024er-KGV von 8 extrem günstig, jedoch sollten interessierte Investoren hier auf keinen Fall das geografische Risiko unterschätzen.

JD.com

Neben Alibaba schlug Michael Burry mit Aktienkäufen von JD.com (WKN:A112ST) bei einem weiteren chinesischen E-Commerce Giganten zu. So kaufte Burry hier insgesamt Aktien im Wert von 3,6 Mio. US-Dollar. Wie Alibaba dürfte auch JD.com stark vom Wachstum der chinesischen Wirtschaft profitieren. Dabei betreibt JD.com jedoch ein etwas anderes Geschäftsmodell als Alibaba. Während Alibaba als Plattform fungiert auf der Drittanbieter ihre Waren verkaufen, verkauft JD.com direkt an seine Kunden.

Ähnlich wie bei Alibaba ist jedoch auch der Kurs des zweitgrößten Onlinehändlers Chinas in den letzten Jahren spürbar unter die Räder gekommen. So haben die Anteilsscheine von JD.com allein seit Jahresbeginn 2023 in etwa 57 % ihres Wertes eingebüßt. Dementsprechend notieren die Aktien des Unternehmens mittlerweile ebenfalls zu einem 2024er KGV von 8, was Burry bei seinen Käufen von Alibaba und JD.com wohl stark beeinflusst haben dürfte. Dabei ist hier erneut vor den Risiken zu warnen, die mit dem Halten von chinesischen Aktien einhergehen. So steht insbesondere nach wie vor ein potentieller Krieg zwischen China und Taiwan im Raum.

 

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Samuel Tazman besitzt Aktien von Alibaba. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Booking Holdings.



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