Was das Börsenjahr 2024 (vielleicht) bringt

Die Jahreszahl 2024 vor illustriertem Feuerwerk
Bild: Gerd Altmann via Pixabay

Lieber Aktiensegler,

das Börsenjahr 2024 steht eigentlich bereits in den Startlöchern. Wir haben zwar noch wenige Wochen im alten Jahr. Für gewöhnlich sind speziell die Tage zwischen den Feiertagen aber sehr, sehr ruhig. Insofern bereiten sich viele Investoren wohl auf eine ruhige und besinnliche Zeit vor und konzentrieren sich schon heute auf die kommenden 366 Tage (ja, es ist ein Schaltjahr!).

Dass wir ein Schaltjahr haben, ist bereits die erste wertvolle Erkenntnis. Im Februar haben wir entsprechend einen Tag mehr Zeit zur Verfügung. Allerdings ist das nicht besonders relevant für uns als Investoren.

Schon heute erkennen wir jedoch wesentliche Ereignisse und mögliche Trends, die sich im Börsenjahr 2024 fortsetzen könnten. Überlegen wir heute einmal, was passieren kann.

Börsenjahr 2024: Weitere Erholung?

Für viele Investoren besteht die Hoffnung, dass der Schwung aus dem Börsenjahr 2023 ins Jahr 2024 mitzieht. Insbesondere der NASDAQ 100 hat in den letzten fast zwölf Monaten erneut um 48 % zugelegt. Einzelne Aktien wie Meta Platforms schafften hingegen eine Performance von 150 %. Das unterstreicht: Wir sahen einen Tech-Turnaround. Aber auch der allgemeine Aktienmarkt legte zuletzt wieder deutlich zu.

Setzt sich diese Erholung fort? Es gibt einige Indikatoren, dass das ein mögliches Szenario ist. Viele Growth-Aktien abseits der sogenannten Magnificent Seven konnten noch nicht wieder derart zulegen. Unprofitable Growth-Aktien zeigen sogar eine vergleichsweise Underperformance. Wir könnten auch sagen: Das Potenzial ist womöglich nicht vollkommen ausgereizt, sondern erste Aktien haben lediglich angefangen, den Turnaround einzuläuten.

Wenn es im Börsenjahr 2024 womöglich stagnierende oder sinkende Leitzinsen gibt, so könnte das ein Fundament für einen weiteren Tech-Turnaround sein. Auch viele unprofitable oder noch kaum profitable Wachstumsaktien schließen sich womöglich dem Turnaround an. Potenzial ist jedenfalls vorhanden und auch fundamental oder geldpolitisch gibt es die Munition für weiter steigende Kurse. Trotzdem: Sicher ist das natürlich nicht.

Consumer-Spending im Fokus?

Neben positiven Indikatoren las ich zuletzt jedenfalls auch einige negative Meinungen. Ein Analyst hat in der US-Ausgabe von Yahoo Finance betont, dass das Börsenjahr 2024 durchaus eine Herausforderung sein kann. Sein Fokus: Consumer Spending in den USA.

Für den Analysten könnte das Jahr 2024 womöglich von einer Sorge hinsichtlich der Konsumausgaben überschattet werden. Die Gründe dafür sind ebenfalls vielfältig und nicht unplausibel. Kreditkartenschulden seien auf einem Rekordhoch. Erste Immobilienfinanzierungen würden auslaufen und müssten zu teureren Konditionen refinanziert werden. Durch die Inflation sei der Anteil der Ersparnisse und zur Verfügung stehenden Ausgaben für Konsum bereits zurückgegangen. Die Folge: Wir könnten eine schwächere Konjunktur im Börsenjahr 2024 sehen, die eine mögliche Wachstumsbremse darstellt.

Auch das ist ein Szenario, das möglich erscheint. Durch sinkende Zinsen könnte es leicht kompensiert werden. Trotzdem zeigt alleine dieses Beispiel, dass die Zukunft nicht einfach schwarz oder weiß ist. Sondern dass es wie eigentlich immer verschiedene Graustufen gibt.

Börsenjahr 2024: Einzelne Happenings wie das Bitcoin-Halving

Aber natürlich wird das Börsenjahr 2024 auch viele individuelle Highlights bieten. Ein solches kann das Bitcoin-Halving sein, bei dem die Belohnungen für das Mining der Kryptowährung irgendwann im Frühjahr erneut halbiert wird. Krypto-Fans hoffen darauf, dass das den Kurs von Bitcoin, aber auch von anderen digitalen Assets erneut in die Höhe schnellen lässt.

Auch weitere besondere Momente dürften im Jahr 2024 anstehen. Entscheidend ist aus Sicht von uns Investoren: Wir müssen das Börsenjahr 2024 als das ansehen, das es ist: Ein weiteres Mosaikteilchen auf unserer langfristigen und unternehmensorientierten Reise. Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten? Möglich. Solange wir jedoch in gute Unternehmen und deren Aktien investieren, sollten wir uns nicht zu sehr auf die Frage versteifen, was uns wohl in einigen Monaten erwartet. Mehrere Jahre sind der deutlich bessere Fokus.

Auf ein spannendes Börsenjahr 2024,

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

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Vincent besitzt Aktien von Meta Platforms. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Meta Platforms.



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