Adobe gegen Regulierer: Warum der geplatzte Figma-Deal gut für dich ist

Eine Frau formt mit ihrem Mund ein O und reißt die Augen auf
Foto: Andrea Piacquadio via Pexels

Am 18. Dezember wurde die Technologiebranche Zeuge einer bedeutenden Entwicklung, als Adobe (WKN: 871981) sein 20 Mrd. US-Dollar schweres Übernahmeangebot für Figma, einen aufstrebenden Star der Design-Softwarebranche, zurückzog. Diese Entscheidung ist nicht nur für die weltweiten Regulierungsbehörden, sondern auch für dich als Investor von entscheidender Bedeutung.

Adobe und Figma haben sich den unüberwindbaren Herausforderungen der Regulierungsbehörden, einschließlich des Justizministeriums und der europäischen Regulierungsbehörden, gebeugt. Diese Behörden hatten Bedenken wegen möglicher wettbewerbswidriger Auswirkungen des Zusammenschlusses geäußert und betont, dass der Wettbewerb zum Wohle der Designer, Kreativen und Verbraucher erhalten bleiben muss. Dieser Schritt ist für viele eine Erleichterung, da er den Weg für eine wettbewerbsfähigere Landschaft im Bereich Designsoftware ebnet.

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Was heißt das aus Anlegerperspektive?

Interessanterweise reagierten die Aktien von Adobe positiv auf die Nachricht und stiegen kurz nach der Ankündigung um 2,7 %. Dieser Anstieg spiegelt die Meinung vieler Anleger wider, dass sich Adobe mit der geplanten Übernahme finanziell übernommen haben könnte. Das saftige Angebot von 20 Mrd. US-Dollar, was dem 100-fachen des erwarteten Jahresumsatzes von Figma entspricht, wurde als mutiger Schritt von Adobe gewertet. Er kann eine mögliche Störung durch Figma als Konkurrenten abmildern.

Für Figma stellt die Auflösung des Vertrags eine einmalige Chance dar. Das Unternehmen erhält von Adobe 1 Mrd. US-Dollar und damit beträchtliche finanzielle Mittel, um seine Innovation und Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt voranzutreiben. Diese Entwicklung erinnert an die Situation von T-Mobile nach der gescheiterten Fusion mit AT&T im Jahr 2011, als eine beträchtliche Ablösesumme den disruptiven Einfluss von T-Mobile auf die Mobilfunkbranche im folgenden Jahrzehnt ermöglichte.

Das Scheitern des Adobe-Figma-Deals ist ein Beleg für die sich verändernde Dynamik in der Technologiebranche, in der die Aufsichtsbehörden große Fusionen zunehmend auf mögliche wettbewerbswidrige Auswirkungen prüfen. Dieses Umfeld kann das organische Wachstum und die Innovation unter den Unternehmen fördern und zu einem gesünderen und wettbewerbsfähigeren Markt führen.

Für Adobe bedeutet ein unabhängiger Weg nach vorn, dass sich das Unternehmen wieder auf seine bestehenden Produktlinien konzentriert und möglicherweise neue Wachstumsmöglichkeiten erkundet. Angesichts des wachsenden Einflusses von KI könnte Adobe seine Anstrengungen im Bereich KI-gestützter Tools verstärken, was sein Produktangebot und seine Marktposition neu definieren könnte.

Adobe steht solide da

Das zeigen die Zahlen zum vierten Quartal 2023:

  • Das währungsbereinigte Umsatzwachstum betrug 13 %.
  • Die bereinigte operative Marge verbesserte sich um 170 Basispunkte.
  • Der jährlich wiederkehrende Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) der Creative Cloud stieg im Jahresvergleich um 12,7 %, während der ARR der Document Cloud um 22,9 % zunahm.

Das Management blickt dennoch eher konservativ in die Zukunft:

  • Es wird ein Umsatzwachstum von 10,3 % erwartet.
  • Der Gewinn pro Aktie (EPS) soll im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % steigen.
  • Das Unternehmen erwirtschaftet einen operativen Cashflow von 7,3 Mrd. US-Dollar.

Adobe bleibt ein starkes Investment

Der Blick auf die langfristige Gewinn-und-Verlust-Rechnung fördert fünf spannende Punkte zutage:

Kontinuierliches Umsatzwachstum: Der Umsatz von Adobe ist von Jahr zu Jahr kontinuierlich gestiegen. Ausgehend von 4,147 Mrd. US-Dollar im Jahr 2014 steigen die Umsätze auf 19,409 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023. Dieses stetige Wachstum deutet auf eine starke Marktpräsenz und erfolgreiche Geschäftsstrategien hin.

Steigende Herstellungskosten: Die Cost of Goods Sold (COGS) steigen parallel zum Umsatz von 622 Mio. US-Dollar im Jahr 2014 auf 2,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023. Obwohl dieser Anstieg bei steigenden Umsätzen zu erwarten ist, ist es wichtig, die Herstellungskosten als Prozentsatz des Umsatzes im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass sie die Marge nicht zu sehr aushöhlen.

Schwankungen bei der jährlichen Wachstumsrate des Umsatzes: Während der Gesamttrend bei den Umsätzen nach oben zeigt, schwankt die jährliche Wachstumsrate. Besonders auffällig war die hohe Wachstumsrate von 24,7 % im Jahr 2017, die sich in den Folgejahren auf etwa 10 bis 15 % abschwächte. Dies könnte auf eine Marktsättigung oder einen verstärkten Wettbewerb in den Kerngeschäftsfeldern von Adobe hindeuten. Das Thema KI sorgt seit rund einem Jahr aber wieder für erhöhte Nachfrage und neue Märkte.

Langfristig robuste Marktleistung: Die langfristigen Umsatzzahlen bleiben stark, was ein positiver Indikator für Investoren und Stakeholder ist, die an der langfristigen Gesundheit und Marktposition des Unternehmens interessiert sind.

Implikationen für die zukünftige Strategie: Das stetige Wachstum von Umsatz und Herstellungskosten deutet darauf hin, dass Adobe seine Marktpräsenz ausbaut und möglicherweise in neue Produkte oder Dienstleistungen investiert. Die Verlangsamung der Wachstumsrate könnte jedoch bedeuten, dass Adobe innovativ bleiben und sich weiter diversifizieren muss, um seinen Wachstumskurs beizubehalten.

Insgesamt zeigen die Finanzdaten von Adobe ein Unternehmen, das in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Auch wenn steigende Produktionskosten und schwankende Wachstumsraten eine Herausforderung darstellen, zeigt der allgemeine Aufwärtstrend der Einnahmen die Stärke des Unternehmens auf dem Markt. Um dieses Wachstum aufrechtzuerhalten, muss sich Adobe möglicherweise auf Innovation, effizientes Kostenmanagement und die Erschließung neuer Märkte oder Produktlinien konzentrieren.

Warum Adobe kaufen?

Starke Marktposition: Adobe ist nicht nur ein Name. Das Unternehmen ist führend in den Bereichen digitale Medien und Marketing und wächst stetig. Das heißt, sie wissen, was sie tun, und sie tun es gut.

Innovationskraft: Adobe investiert viel in Innovation, insbesondere in KI-Technologien. Das ist essenziell, um in der heutigen schnelllebigen Welt an der Spitze zu bleiben.
Finanzielle Stärke: Sie sind finanziell wirklich gut aufgestellt – starke Bilanz, guter Cashflow. Das gibt Sicherheit, dass sie auch in schwierigen Zeiten überleben können.

Okay, der Figma-Deal ist geplatzt und das hat für etwas Unruhe gesorgt. Aber hey, das kann auch eine Chance sein. Adobe wird jetzt wahrscheinlich noch mehr in eigene Innovationen investieren und das Geld klug einsetzen.

Mein mittelfristiges Kursziel setze ich bei rund 650 US-Dollar an. Das ist ehrgeizig, aber realistisch. Adobe hat das Zeug, weiter zu wachsen und sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Wenn du also eine solide Aktie mit Potenzial für dein Depot suchst, ist Adobe definitiv einen Blick wert.

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Henning Lindhoff besitzt Aktien von Adobe. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Adobe.



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