Was steckt hinter der Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz: Sichere 4 % Dividendenrendite oder eine Value-Falle?

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Die Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz (WKN: A14TU4) ist nicht uninteressant. Schließlich handelt es sich hierbei um eine der Investitionen des Orakels von Omaha. Er hält sogar noch an den Anteilsscheinen fest. In der Vergangenheit hat er jedoch auch gesagt, dass er zu viel für die Aktie bezahlt habe.

Wie auch immer: Kraft Heinz hat neue Quartalszahlen präsentiert. Anlass genug, das Unternehmen einmal unter die Lupe zu nehmen. Immerhin: Die Dividende bleibt weiterhin konstant bei 0,40 US-Dollar je Vierteljahr. Das entspräche einer momentanen Dividendenrendite von über 4 % bei den aktuellen Aktienkursen.

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Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz: Die Dividende ist immerhin sicher…

Bleiben wir zunächst bei den positiven Aspekten. Bei der Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz ist die Zeit der großen Verluste durch Goodwill-Abschreibungen offenbar zunächst vorüber. Was bleibt ist ein operatives Geschäft, das sich die Dividende leisten kann. Der Umsatz ging zwar leicht um 1,2 % im ersten Quartal zurück. Etwas, das wir aber auch bei anderen Lebensmittelkonzernen teilweise sehen konnten.

Mit einem Ergebnis je Aktie von 0,66 US-Dollar oder bereinigt 0,69 US-Dollar ist die Dividende jedenfalls sicher und momentan operativ gedeckt. Die 0,40 US-Dollar Quartalsdividende kämen auf ein Ausschüttungsverhältnis zwischen 58 % und 61 %. Werte, die eindeutig zeigen: Es könnte sich um ein stabiles Niveau handeln. Sind die 4 % Dividendenrendite daher sicher? Naja. Zumindest, solange Kraft Heinz ein ähnliches operatives Fundament besitzt.

Positiv ist ebenfalls, dass die Warren-Buffett-Aktie seit etlichen Quartalen eine solche Dividende zahlt. Auch das Nettoergebnis stabilisiert sich gegenwärtig. Wenn wir den Q1-Wert beim Ergebnis je Aktie auf ein Gesamtjahr hochrechnen, so läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis außerdem bei 13,5. Das könnte vergleichsweise günstig sein. Eine Gewinnrendite von über 7 % bei einer Lebensmittel-Aktie sind jedenfalls solide.

Die Kehrseite: Es gibt Anlass zur Besorgnis

Trotzdem sehe ich bei der Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz weiterhin Dinge, die mir nicht gefallen. Es ist nicht einmal das leicht rückläufige operative Geschäft. Oder die Möglichkeit, dass der Gesamtkonzern als solcher zwar starken Marken besitzt. Aber in der Vergangenheit teilweise solche Marken- und Goodwill-Werte abschreiben musste. Es sind bilanzielle Aspekte, die mir primär nicht gefallen.

Kraft Heinz besitzt 40 Mrd. US-Dollar an langfristigen Nettoverbindlichkeiten. Demgegenüber steht kaum Cash und 49 Mrd. US-Dollar an Eigenkapital. Eine ausgeglichene Bilanz? Naja. Die Aktivseite lässt mich weiterhin grübeln. Derzeit stecken noch immer 30,4 Mrd. US-Dollar in Goodwill, sowie weitere 42 Mrd. US-Dollar in „intangible“ Assets. Das heißt: In Vermögenswerten, die im Zweifel wohl kaum zu Cash oder Liquidität gemacht werden könnten.

Der Anteil immatrieller Vermögenswerte und des Goodwill übersteigt daher das Eigenkapital. Das ist der primäre Aspekt, der mir bei der Warren-Buffett-Aktie nicht gefällt. Es könnte sein, dass die Investitionsthese aufgeht. Dass das Management keine Liquidität benötigt. Oder auch, dass die Zeit der Abschreibungen vorüber ist. Vielleicht ist das sogar realistisch. Aber trotzdem weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Konstrukt halten soll.

Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz: Einen Fuß in die Tür?!

Vermutlich fragst du dich jetzt: Mensch, Vincent, was ist denn nun dein Fazit zur Warren-Buffett-Aktie Kraft Heinz? Ehrlich gesagt: Ich bin mir wirklich nicht sicher. Ich sehe die über 4 % Dividendenrendite, die im Lebensmittel-Segment ihresgleichen suchen. Sie erscheinen nachhaltig und als ein Niveau, das auf Dauer leistbar ist.

Aber die Bilanz ist keine, die mir besonders gefällt. Noch bin ich nicht investiert, aber ich überlege, ob ich einen Fuß in diese Tür stellen soll. Es wäre zugegebenermaßen ein kleiner Fuß. Eine größere Investition würde ich zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls nicht wagen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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