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Wie man in Aktien investiert

Eine Person steckt eine Münze in ein Sparschwein, neben dem viel Geld liegt. Eine Spardose eignet sich auf für ETFs
Foto: cottonbro studio via Pexels

Wenn du bereit bist, an der Börse zu investieren, und wissen willst, wie man in Aktien investiert, dann bist du hier genau richtig.

Vielleicht überrascht es dich, zu erfahren, dass eine Investition von 10.000 US-Dollar in den S&P 500-Index vor 50 Jahren heute mehr als 350.000 US-Dollar wert wäre. Aktieninvestitionen gehören, wenn sie gut gemacht werden, zu den effektivsten Möglichkeiten, langfristige Vermögen aufzubauen. Wir möchten dir unkompliziert und verständlich zeigen, wie man in Aktien investiert.

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Es gibt einiges, was du wissen solltest, bevor du anfängst. Hier bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man Geld an der Börse investiert, um sicherzustellen, dass du es richtig machst.

1. Bestimme deinen Investitionsansatz

Du kannst in einzelne Aktien investieren, wenn – und nur dann, wenn – du die Zeit und den Wunsch hast, gründlich zu recherchieren und die Aktien laufend zu bewerten. Wenn dies der Fall ist, ermutigen wir dich zu 100 % dazu – es ist für einen klugen und geduldigen Investor durchaus möglich, den Markt mit der Zeit zu schlagen.

Neben dem Kauf einzelner Aktien kannst du auch in Indexfonds investieren, die einen Aktienindex wie den S&P 500 nachbilden. Oder du kannst in aktiv verwaltete Fonds investieren, die darauf abzielen, einen Index zu schlagen.

Wenn Dinge wie vierteljährliche Quartalsberichte, Unternehmensbewertungen, Interviews mit CEOs und Branchenberichte nicht ansprechend klingen, dann bedeutet das nicht, dass deine Zeit als Anleger vorbei ist, bevor sie begonnen hat. Denn in diesem Fall kannst du den passiven Weg wählen und auf Indexfonds oder aktiv gemanagte Fonds setzen.

Was ist besser – aktiv verwaltete Investmentfonds oder Indexfonds? Wir bevorzugen im Allgemeinen letztere (obwohl es sicherlich Ausnahmen gibt). Indexfonds haben in der Regel deutlich niedrigere Kosten und stimmen praktisch garantiert mit der langfristigen Performance der ihnen zugrunde liegenden Aktienindizes überein. Im Laufe der Zeit hat der S&P 500 auf Jahresbasis eine Gesamtrendite von ca. 10 % erzielt. Das ist die Performance, die auch ein Indexfonds abgeworfen hätte.

2. Entscheide, wie viel du in Aktien investieren willst

Lass uns zuerst über das Geld sprechen, das du nicht in Aktien investieren solltest. Die Börse ist kein Ort für Geld, das du in den nächsten fünf Jahren brauchen könntest. Während der Aktienmarkt auf lange Sicht von zehn, 20 oder noch mehr Jahren mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit steigen wird, gibt es kurzfristig einfach zu viel Unsicherheit bei den Aktienkursen. Statistisch gesehen ist ein Rückgang von 20 % in einem Jahr nicht ungewöhnlich.

Hier sind einige Beispiele für Geld, das auf einem ertragsstarken Sparkonto viel besser aufgehoben wäre als an der Börse:

  • Dein Notgroschen
  • Geld, das du für die baldige Autoreparatur benötigst
  • Die Urlaubskasse für nächstes Jahr
  • Geld, das du für einen Hauskauf vorgesehen hast – selbst, wenn es noch einige Jahre dauern könnte

Vermögenswertzuteilung

Lass uns nun darüber reden, was du mit deinem investierbaren Geld machen solltest. Konkret werden wir über Vermögenswertzuteilung (das englische Wort Asset Allocation kommt etwas weniger sperrig daher) reden – und hier kommen ein paar neue Fragen ins Spiel.

Dein Alter ist ein wichtiger Faktor, ebenso wie deine besondere Risikobereitschaft und deine Anlageziele.

Fangen wir mit deinem Alter an. Der Gedanke ist, dass mit zunehmendem Alter Aktien nach und nach zu einem weniger erstrebenswerten Aufbewahrungsort für dein Geld werden. Wenn du jung bist, hast du noch viele Jahre vor dir, um alle Höhen und Tiefen auf dem Markt durchzustehen. Aber das ist nicht der Fall, wenn du im Ruhestand bist und auf ein verlässliches Einkommen angewiesen bist.

Hier erfährst du eine kurze Faustregel, die dir helfen kann, eine grobe Vermögenswertzuteilung festzulegen. Nimm dein Alter und ziehe es von der Zahl 110 ab. Dies ist der ungefähre Prozentsatz deines investierbaren Geldes, der in Aktien angelegt werden sollte (dies schließt Indexfonds und aktive Fonds ein, die auf Aktien basieren). Der Rest ist in festverzinsten Anlagen wie Sparkonten gut aufgehoben. Du kannst dieses Verhältnis dann je nach deiner besonderen Risikobereitschaft nach oben oder unten anpassen.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass du 40 Jahre alt bist. Laut der Regel oben solltest du 70 % deines investierbaren Geldes in Aktien anlegen und die anderen 30 % in festverzinste Anlagen. Wenn du eher risikofreudig bist oder vorhast, über das normale Rentenalter hinaus zu arbeiten, kannst du dieses Verhältnis zugunsten von Aktien verschieben. Wenn du andererseits kein Fan von dem Gedanken bist, dass dein Vermögen starken Schwankungen ausgesetzt sein könnte, solltest du das vielleicht auch entsprechend anpassen.

3. Ein Depot eröffnen

Um in Aktien zu investieren, brauchst du eine spezielle Art von Konto, ein so genanntes Brokerage-Konto oder Depot.

Viele Online-Dienstleister wie TradeRepublic, Smartbroker, Flatex und so gut wie allen Banken bieten Depots an. Die Eröffnung ist normalerweise ein schneller und unkomplizierter Vorgang, den du in wenigen Minuten durchführen kannst. Nach der Eingabe deiner Daten und einer Identifizierung per Videotelefonat oder in der Postfiliale erhältst du deine Zugangsdaten, und es kann losgehen! Du kannst dein Brokerkonto ganz einfach per Überweisung aufladen.

Die Eröffnung eines Brokerkontos ist im Allgemeinen einfach, aber du solltest ein paar Dinge beachten, bevor du dich für einen bestimmten Broker entscheidest:

Vergleiche Kosten und Funktionen

Viele Online-Anbieter bieten eine kostenlose Depot- und Kontoführung und haben die Handelsgebühren (zumindest oberflächlich betrachtet) abgeschafft, so dass die meisten in Bezug auf die Kosten ähnliche Ausgangsbedingungen haben.

Es gibt jedoch noch einige andere große Unterschiede. Zum Beispiel bieten einige Broker ihren Kunden eine Vielzahl von Informationen, Depot-Analyse-Tools und andere Funktionen, die besonders für Anfänger nützlich sind. Andere bieten die Möglichkeit, an ausländischen Börsen zu handeln, was nützlich sein kann, wenn du wenig bekannte Aktien kaufen möchtest, die an deutschen Börsen gar nicht gehandelt werden können. Einige haben physische Zweigstellen, was nett sein kann, wenn man eine persönliche Anlageberatung wünscht.

Außerdem gilt es die Nutzerfreundlichkeit und Funktionalität der Handelsplattform unter die Lupe zu nehmen. Ich habe eine ganze Reihe davon genutzt und kann dir aus erster Hand sagen, dass einige davon viel „klobiger” sind als andere. Viele lassen dich eine Demoversion ausprobieren, bevor du Geld investierst, und wenn das der Fall ist, dann solltest du das auch vorher ausprobieren.

4. Wähle deine Aktien

Bist du schon auf der Suche nach ein paar großartigen, anfängerfreundlichen Investmentideen? Nun wird es langsam spannend.

Hier sind vier großartige Grundregeln des Investierens, die dir den Einstieg erleichtern werden:

  1. Es ist eine gute Idee, das Konzept der Diversifikation zu verstehen. Diversifikation bedeutet, dass du eine Vielzahl verschiedener Arten von Unternehmen in deinem Portfolio haben solltest. Kursrückgänge und Risiken bei einer Aktie können so durch Kursgewinne und Erfolge bei anderen ausgeglichen werden. Allerdings darf man es mit der Diversifikation auch nicht übertreiben: Denn je mehr verschiedene Aktien du besitzt, desto eher hättest du auch einfach einen günstigen Indexfonds kaufen können, und hättest dir all den Aufwand gespart!
  2. Halte dich außerdem an Unternehmen, die du verstehst. Es nützt dir nichts, in einen heißen Aktientipp zu investieren, wenn du überhaupt nicht verstehst, warum, und wie du die Entwicklung dieses Unternehmens in Zukunft beobachten und beurteilen sollst. Aber wenn sich herausstellt, dass du eine bestimmte Art von Aktien gut beurteilen kannst (oder dich damit wohlfühlst), ist es nicht verkehrt, wenn beispielsweise eine besonders aussichtsreiche Branche einen recht großen Teil deines Portfolios ausmacht.
  3. Fern halten solltest du dich für den Anfang von riskanten Aktien mit Kursen im Centbereich, die stark schwanken. Sie mögen dir das Blaue vom Himmel versprechen, aber sie sind oft nicht die großartigen Möglichkeiten für schnellen Vermögensaufbau, für die sie teilweise gehalten werden. In deinen ersten Jahren als Anleger ist es klüger, wenn du einen Bogen um solche Pennystocks machst und stattdessen eine “Basis” für dein Portfolio mit felsenfesten, etablierten Unternehmen schaffst.
  4. Wenn du in einzelne Aktien investieren möchtest, solltest du dich mit einigen der grundlegenden Möglichkeiten vertraut machen, sie zu bewerten. Da gibt es einfache Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und kompliziertere Verfahren wie Discounted-Cashflow-Analysen. Beginne mit den Basics und arbeite dich voran, um vom Aktiensegler zum Aktienkapitän auf den sieben Weltmeeren der Aktienwelt zu werden!

5. Weiter in Aktien investieren

Hier erfährst du eines der größten Geheimnisse beim Investieren, direkt vom wohl bekanntesten Investor aller Zeiten: Warren Buffett. „Du brauchst keine außergewöhnlichen Dinge zu tun, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.” (Hinweis: Warren Buffett ist nicht nur der erfolgreichste Langzeitinvestor aller Zeiten, sondern auch einer der besten Ratgeber zum Thema Investieren).

Der sicherste Weg, an der Börse Geld zu verdienen, ist es, Aktien von großen Unternehmen zu vernünftigen Preisen zu kaufen und die Aktien so lange zu behalten, wie die Unternehmen großartig sind (oder bis du das Geld brauchst). Wenn du das tust, wirst du auf dem Weg dorthin gewisse Schwankungen erfahren – aber im Laufe der Zeit wirst du ausgezeichnete Investitionsrenditen erzielen.

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

Hier sind vier Schritte, die man unserer Meinung nach immer vor Augen haben sollte, wenn der Aktienmarkt einen Rücksetzer erlebt.

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Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 21.04.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt und im Februar 2023 zuletzt editiert.



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