Warren Buffett sagt, er verstehe nichts von KI: Wertvolle Annäherung an das Thema

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Lieber Aktiensegler,

am letzten Wochenende fand erneut die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway statt. Warren Buffett stand seinen Investoren und Fans Rede und Antwort. Es wurde gelacht. Vermutlich auch geweint aufgrund seiner doch sehr einsamen Performance (obwohl Greg Abel neben ihm saß!). Charlie Munger hat einfach gefehlt.

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Aber kehren wir zurück zu unseren Börsenthemen. Warren Buffett musste sich so manche Frage stellen lassen, die mit künstlicher Intelligenz zu tun hat. Eine wirklich sehr spannende Frage von einer Juristin zielte darauf ab, welche Bereiche von Berkshire Hathaway am meisten von künstlicher Intelligenz bedroht seien. Seine Antwort: Er verstehe nicht viel von künstlicher Intelligenz. Doch mit einem anderen Teil traf er den Kern und dürfte eine realistische Einschätzung abgeliefert haben.

Warren Buffett: Keine Ahnung von KI, aber von einem Wirkmechanismus

Es ist kein Geheimnis, dass Warren Buffett wenig techaffin ist. Dass er die Antwort daher lediglich begrenzt beantworten konnte, wird wohl jedem Investor bewusst gewesen sein. Allerdings führte er weiter aus: Obwohl er wenig davon verstehe, vermute er, dass es die Bereiche seien, die von menschlicher Arbeit abhängen würden.

Das ist … einfach gedacht, aber sehr treffsicher. Warren Buffett überlegt nicht, ob künstliche Intelligenz seine Energy-Sparte obsolet macht. Oder auch sein Versicherungsgeschäft. Er denkt nicht an einzelne Business-Einheiten. Sondern er setzt dort an, wo künstliche Intelligenz im Regelfall ansetzt: Nämlich beim Ersatz menschlicher Leistung.

Im Endeffekt ist das eine sehr natürliche Annäherung an das Thema. Sie führt zwar nicht direkt zu einem Kernbereich von Berkshire Hathaway. Allerdings könnte sie aufzeigen, wo mögliche Schwachstellen lauern. Mir fiele beispielsweise direkt die Sachbearbeitung bei GEICO ein. Das wäre ein sehr naheliegender Anknüpfungspunkt. Doch Warren Buffett gab (vermutlich bewusst) keine konkrete Antwort. Sondern er beließ es bei dem Bereich, der von menschlicher Arbeit abhängig ist.

Auch wenn wir Dinge nicht wissen: Wir können uns Themen nähern

Natürlich ist Warren Buffett der Erste, der die Bedeutung eines klaren Circle of Competence hervorheben würde. Er wurde glücklicherweise ja auch nicht gefragt, was seiner Ansicht nach die beste KI-Aktie sei. Nein, sondern lediglich, welche Bereiche von Berkshire Hathaway bedroht seien. Sein Nichtwissen überging er, indem er sich dem Thema mit den Informationen näherte, die allgemein bekannt sind. Auch das ist sehr einfach und sehr banal. Aber womöglich treffsicherer als so manche andere Prognose.

Ehrlich gesagt: Wir wissen nicht, ob KI die Werbung revolutioniert. Ob sie das Branding obsolet macht. Möglicherweise den Kundendienst abschafft oder die Bürokommunikation revolutioniert. Warren Buffett sagt einfach nur: Es ist der Mensch und seine Arbeit, die seiner Ansicht nach der primäre Ansatzpunkt ist. Das ist eine der bodenständigeren Prognosen, die ich gelesen habe.

Für uns kann das eine lehrreiche Weisheit sein. Einerseits bezogen auf künstliche Intelligenz. Aber auch dahin gehend, wie wir uns Themen nähern können, von denen wir noch wenig verstehen. Verwenden wir das, was wir wissen, und ziehen aufgrund der uns bekannten Fakten- und Datenlage die Rückschlüsse, die uns möglich sind. Manchmal, gewiss nicht immer, ist es so einfach.

Auf erfolgreiche Investitionen,

Vincent Uhr

Chefredakteur Aktienwelt360

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.



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