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Gazprom & Nord Stream 2: Ukraine-Beteiligung bei Zertifizierung?

Foto: Gazprom

Bei Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 fehlt eigentlich nur noch eines, bis das benötigte Erdgas fließen kann: die Zertifizierung. Die Bundesnetzagentur prüft im Moment die Voraussetzungen für die letzte Erlaubnis. Ohne Zweifel die letzte Hürde, die dieses Marathon-Projekt benötigt.

Laut eines Artikels des Spiegels hat die Bundesnetzagentur für diesen Verwaltungsvorgang bis Anfang Januar Zeit. Eine erste Erkenntnis für Foolishe Investoren scheint daher zu sein: Der Oktober-Start könnte nicht, wie ursprünglich geplant, Realität werden. Auch mit Blick auf den Kalender sind einigen Investoren zuletzt vermutlich Zweifel gekommen.

Es könnte bei der Zertifizierung von Nord Stream 2 jedoch erneut eine Baustelle geben. Die Ukraine bringt sich gemäß des gleichen Spiegel-Artikels ins Spiel, um am Prozess der Zertifizierung mitzuwirken. Riskieren wir einen Blick darauf, was Foolishe Investoren dazu wissen müssen.

Gazprom & Nord Stream 2: Ukraine bei Zertifizierung …?

Konkret, so der besagte Artikel des Spiegels, hätten zwei ukrainische Staatsunternehmen eine Mitwirkung bei der Zertifizierung von Nord Stream 2 beantragt. Dabei handele es sich um Gastransportunternehmen, die für die Wirtschaft des EU-Staates wichtig seien. Und die sich eben auch durch die EU-Pipeline mit neuer Konkurrenz konfrontiert sehen.

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So heißt es weiter, dass Nord Stream 2 nicht auf eine Diversifizierung der Routen für den Gastransport ausgerichtet sei. Das wiederum gefährde die Energiesicherheit Europas. Zudem würde die Erdgaslieferung durch die EU-Pipeline die kommerziellen Interessen der Ukraine tangieren, weshalb man eine Beteiligung an der Zertifizierung einfordere. Vermutlich dürfte das der eigentliche Grund sein.

In der Tat könnte Nord Stream 2 die Wettbewerbsposition der Ukraine abschwächen. Sowie die Abhängigkeit von dem Transit-Staat reduzieren. Wobei das im Gegenzug vermutlich für Gazprom ein Grund gewesen ist, weshalb man diesen Doppelstrang errichten wollte: Um mehr Kontrolle über die Transportwege zu erlangen.

Im Endeffekt bleibt fraglich, ob die Bundesnetzagentur diese Interessen würdigt. Beziehungsweise ob den ukrainischen Staatsunternehmen eine Beteiligung am Zertifizierungsprozess geboten wird. Es könnte zumindest eine Berücksichtigung der Interessen in dem Prozess erfolgen.

Bundesnetzagentur erneut im Fokus

Die Bundesnetzagentur ist bei der Zertifizierung von Nord Stream 2 schließlich nicht das erste Mal im Blickpunkt. Nein, sondern die Behörde hat bereits die Betreibergesellschaft aufgefordert, Stellung dazu zu nehmen, inwieweit man regulatorische Anforderungen einhält. Vor allem die Diskriminierungsfreiheit steht dabei im Vordergrund.

Es ist daher gewiss spannend, wie es in dieser Causa weitergeht. Beziehungsweise ob die Ukraine letztlich die Gelegenheit zur Stellungnahme erhält. Wobei auch insgesamt der Verwaltungsprozess im Vordergrund steht. Wie gesagt: Die Zertifizierung ist das letzte Hindernis, das dem Betrieb der EU-Pipeline im Moment noch im Wege steht.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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