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Aktien-Krise: 3 Fehler, die wir jetzt vermeiden sollten

Mit Aktienanalysen in Aktien investieren
Foto: Getty Images

Seit Ende 2021 sind fast alle Aktien gesunken. Der DAX hat beispielsweise vom Hoch 21,76 % verloren (22.10.2022). Dies führt unweigerlich zu Unbehagen und dem Drang, etwas zu tun, was sich am Ende als nicht vorteilhaft herausstellen könnte. Diese drei typischen Fehler sollten wir deshalb vermeiden.

1. Alle Fonds verkaufen

Häufig ist derzeit zu lesen, dass diversifizierte Portfolios bestehen aus Aktien, Anleihen und Gold ausgedient haben und in der aktuellen Phase der steigenden Zinsen nicht mehr funktionieren. Dies stimmt, wenn man sich nur auf die Entwicklung der letzten Monate konzentriert. So hat beispielsweise das Harry Browne Permanent-Portfolio seit Jahresanfang 2022 schon 15,92 % an Wert verloren (21.10.2022).

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Wer nun emotional reagiert und seinem Drang folgt, kommt wahrscheinlich auf die Idee, plötzlich alle Fonds zu verkaufen. Doch langfristig gesehen wäre dies ein sehr großer Fehler. So hat das genannte Portfolio seit 1973 durchschnittlich 8,08 % oder 4.679,75 % zugelegt. Aus 10.000 Euro wurden im Laufe der Zeit 477.970 Euro (21.10.2022).

Zwar fällt der aktuelle Rückschlag größer als jemals zuvor aus, aber dafür erlebte das Portfolio seit 2018 auch einen überdurchschnittlichen Anstieg. Sollte 2023 die Rezession eintreffen, beginnen Zentralbanken in der Regel mit Zinssenkungen, was dann bereits wieder zu steigenden Kursen führen könnte.

2. Alle Aktien verkaufen

Aktien zu verkaufen ist immer dann sinnvoll, wenn sie sehr teuer sind, keine Perspektive besitzen oder die Qualität zu gering ist. Doch in allen anderen Fällen ist es ratsam, sie durch eine Krise zu halten. So sind beispielsweise zuletzt viele defensive Werte wie Johnson&Johnson (WKN: 853260) oder Colgate-Palmolive (WKN: 850667) weiter gestiegen.

Sie haben in der Vergangenheit alle Krisen überstanden. Das Ende einer Schwächephase vorherzusehen, ist fast unmöglich. Sollte beispielsweise der Ukrainekrieg plötzlich enden, würden viele Werte innerhalb weniger Stunden stark steigen.

Besser ist es, die Krise für Nachkäufe zu nutzen. Früher oder später beginnt der Markt zu drehen, sodass vorherige Rückschläge schnell ausgeglichen sind.

3. Aktien-Strategieänderung

An der Börse sind nur Anleger erfolgreich, die ihrer Strategie langfristig treu bleiben. Ein häufiger Wechsel führt in der Regel dazu, dass wir von einer Verlustserie zur nächsten wechseln. Die perfekte Strategie existiert nicht. Jedes Portfolio erlebt Rückschläge.

Beispielsweise verlor Warren Buffetts Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) zwischen 1998 und dem Jahr 2000 einen deutlichen Verlust. Wer nun zu Technologie-Aktien wechselte, verpasste nicht nur den folgenden Berkshire-Anstieg, sondern verlor fast sein gesamtes Vermögen.

Auch wenn Rückschläge etwas unangenehm sind, ist es deutlich besser, die eigene Strategie langfristig durchzuhalten. Kurzfristige Verluste sind der Preis für die spätere Rendite.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt Johnson & Johnson,  sowie die folgenden Optionen: Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2023 $265 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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