TeamViewer oder Zoom: Nur eine der beiden Aktien bietet (wirklich) Turnaround-Potenzial!

Es wir ein exponentiell ansteigender blauer Pfeil gezeigt Richtung Erfolg gezeigt
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Die meisten von uns werden die Coronapandemie wohl eher in schlechter Erinnerung behalten. Denn was man der Bevölkerung und vor allem auch vielen Unternehmen in den Zeiten von Corona zugemutet hat, ist sicherlich nur als sehr unangenehm zu bezeichnen.

Doch die Pandemie hat auch durchaus einige Gewinner hervorgebracht. Vor allem viele Technologiefirmen konnten beispielsweise an den veränderten Arbeitsbedingungen der Menschen ganz hervorragend profitieren. Dementsprechend gut sah es deshalb auch mit den Aktienkursen der entsprechenden Unternehmen aus.

Auch die Aktien der beiden Firmen Zoom Video Communications, Inc. (WKN: A2PGJ2) und TeamViewer (WKN: A2YN90) gehörten zu den Werten, die bereits im Jahr 2020 ihren bisherigen Höchststand erreichten.

Allerdings ist bis heute leider viel vom ehemaligen Glanz verblasst und beide Aktien notieren derzeit immer noch weit unter ihren Höchstkursen. Dadurch werden natürlich auch viele Investoren angelockt, die hier auf einen eventuellen Turnaround spekulieren möchten.

Grund genug, uns beide Werte einmal kurz anzuschauen und herauszufinden, in welcher Aktie wirkliches Turnaround-Potenzial stecken könnte.

Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand

Zoom Video Communications, Inc. oder kurz Zoom hat mit seiner zentralen Verbindungsplattform flexible Lösungen für eine moderne Teamzusammenarbeit geschaffen. Egal ob es sich um virtuelle Meetings, Workspaces, Online-Webinare, Gesprächsanalysen oder einfach nur einen Team-Chat handelt, das Unternehmen aus San Jose (Kalifornien) ist dabei für viele die erste Adresse.

Und so verwundert es nicht, dass die Kunden von Zoom in allen Branchen und Regionen zu finden sind. Die einfache Handhabung und Bereitstellung der Zoom-Plattform dürften zwei weitere Gründe für deren Beliebtheit sein. Was es Zoom also relativ leicht macht, mit seinen Abo-Modellen Geld zu verdienen.

Auch das Geschäftsmodell des deutschen Technologie-Champions TeamViewer basiert auf einem Abo-Modell. Und wer hier nur an Screensharing denkt, der vergisst die vielen anderen Anwendungsmöglichkeiten der TeamViewer-Technologie-Plattform.

Sie besteht unter anderem aus Chatfunktionen, Fernwartung, intelligenter Vernetzung von Geräten. Außerdem können mit ihr Prozesse von Maschinen und Steuerungen überwacht werden. Dafür greift TeamViewer auf moderne Technologien wie zum Beispiel Augmented Reality oder das Rechtemanagement zurück.

Meines Erachtens sind die Geschäftsmodelle beider Firmen also durchaus als zukunftsträchtig zu bewerten.

Die fundamentale Sicht

Zoom arbeitet aktuell mit einer Nettomarge von 33,5 % sicherlich äußerst profitabel. Die 4,1 Mrd. US-Dollar Umsatz des Jahres 2022 konnten dem Unternehmen so 1,38 Mrd. US-Dollar als Nettogewinn in die Taschen spülen. Laut Schätzungen soll die Nettomarge aber in den nächsten drei Jahren in den unteren einstelligen Bereich absinken.

Bei TeamViewer blieben von den im letzten Jahr erzielten 566 Mio. Euro Umsatz immerhin 67,6 Mio. Euro als Nettogewinn hängen, was also einer Nettomarge von 11,9 % gleichkommt. Dies ist natürlich ein wesentlich geringerer Wert als bei Zoom. Aber anders als dort geht man bei TeamViewer von einem weiteren Anstieg dieser Kennzahl bis 2024 aus.

Auch insgesamt sieht man bei TeamViewer viel Potenzial. Bis 2024 wird hier fast mit einer Verdopplung des Nettoergebnisses auf 118 Mio. Euro gerechnet. Wohingegen der Nettogewinn von Zoom laut den Daten von MarketScreener bis zum Jahr 2024 auf 10,5 Mio. US-Dollar zurückgehen soll.

Schauen wir uns bei beiden Aktien aber auch noch das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis) einmal an. Hier erscheint mir TeamViewer mit einem Wert von 4,7 etwas attraktiver bewertet als Zoom, dessen Aktie für 2022 ein KUV von 5,7 aufweist.

Welche Aktie könnte den Turnaround schaffen?

Die Papiere von TeamViewer notieren derzeit mit 15,39 Euro (17.02.2023) rund 71 % unter ihrem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2020. Die Zoom-Aktie weist aktuell ein Kursniveau von 76,11 US-Dollar auf (17.02.2023) und hat somit seit ihrem Allzeithoch bis heute fast 87 % an Wert eingebüßt.

Rein rechnerisch steckt also in jedem der beiden Werte ein überproportionales Turnaround-Potenzial. Dennoch bin ich eher für die Aktie von TeamViewer bullish gestimmt. Das liegt ganz einfach darin begründet, dass mir hier das Gesamtbild einfach besser gefällt.

Denn während man bei Zoom kurzfristig erst einmal mit einem Rückgang des Gewinns rechnet, geht man bei TeamViewer in dieser Hinsicht von einem signifikanten Anstieg aus. Auch könnte die Aktie von TeamViewer mit ihrem niedrigeren KUV eine etwas günstigere Bewertung bieten. Und auch das Geschäftsmodell von TeamViewer empfinde ich einfach einen Tick aufregender.

Müsste ich mich also für einen der beiden Turnaround-Kandidaten entscheiden, würde ich deshalb sicherlich die Aktie von TeamViewer wählen. Denn wenn hier die Gewinnentwicklung tatsächlich die erwartete Richtung einschlägt, könnte es mit dem Aktienkurs hier sehr schnell wieder nach oben gehen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Zoom Video Communications.



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