Benjamin Graham: Dies ist sein wahrscheinlich bester Ratschlag zur Geldanlage

Eine Schreibmaschine tippt das Wort "Investments"
Foto: Markus Winkler via Pexels

Benjamin Graham gilt als einer der Großmeister der Geldanlage. Er war der Mentor von Warren Buffett und lehrte ihn Lektionen wie „Preis ist das, was Du bezahlst, Wert ist das, was Du bekommst.“ Buffett sagte über Graham, dass nur sein eigener Vater einen noch größeren Einfluss auf sein Leben gehabt habe. Auch viele andere äußerst erfolgreiche Anleger wie Bill Ackmann orientieren sich an Grahams Prinzipien, die in seinem Bestseller Intelligent Investieren gut beschrieben sind. Eine seiner Lehren sticht für mich dabei besonders hervor.

Der beste Ratschlag von Benjamin Graham

Die originale Kurzfassung dieses Ratschlags lautet „The more labels you have for yourself, the dumber they make you.” Übersetzt in Deutsche heißt dies so viel wie “Je mehr Etiketten Sie sich selbst aufdrucken, desto dämlicher werden Sie“. Dieser Ratschlag bedarf einer zusätzlichen Erklärung. Wahrscheinlich ist er deshalb nicht so bekannt wie prägnantere Investment-Weisheiten.

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Graham meint damit, dass man sich als Anleger nicht in eine Richtung versteifen sollte. Es helfe beim Investieren nicht sich als Value oder als Growth Investor zu klassifizieren (ironischerweise wird Graham gerne als „Vater des Value Investing“ bezeichnet) oder sein Geld ausschließlich in Aktien oder in Immobilien anzulegen. Stattdessen sollte man versuchen immer ein offenes Mindset zu behalten. Denn sonst läuft man Gefahr attraktive Investmentgelegenheiten von vornherein auszuschließen.

Dies klingt logisch. Und doch sehe ich ständig Privatanleger, die Dinge wie folgendes sagen: „Ich investiere nur in Dividendenaktien“, „Anleihen sind nichts für mich“ oder „Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern sind für mich ein No-Go“.

So setzt man Grahams Lehre um

Manche dieser Grundüberzeugungen mögen gut begründet sein und lassen sich zum Beispiel mit dem „Circle of Competence“ erklären. Doch in vielen Fällen scheinen es sich Anleger zu einfach zu machen und verschlechtern damit ihre potenzielle Rendite. Doch wie schafft man es diese Einstellungen zu hinterfragen und vielleicht sogar abzubauen? Der Partner von Warren Buffet, Charlie Munger, hat einen – wie ich finde – guten Tipp dafür: „Ich erlaube mir nie, eine Meinung zu etwas zu äußern, wenn ich die Argumente der anderen Seite nicht besser kenne als sie.“

Ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches Umsetzen dieses Ratschlags ist genau Warren Buffett. Während er früher in möglichst günstig bewertete Unternehmen investierte (Investieren in Zigarettenstummel), achtet er heute auch auf langfristige Qualität und ist bereit entsprechend höhere Preise zu zahlen. Das Label Value Investor trifft daher nicht mehr unbedingt auf ihn zu – was eine gute Sache ist.

Ein Ratschlag nicht nur zur Geldanlage, sondern fürs Leben

Nicht nur beim Investieren ist eine unvoreingenommene Einstellung hilfreich. Auch in vielen anderen Feldern wie Politik, Religion, Essen, Erziehung, Gesundheit und so weiter neigen wir Menschen im Allgemeinen dazu starke Grundüberzeugungen zu haben. Diese sind Teil unserer Identität und sind entsprechend schwer zu hinterfragen. Doch es kann sich lohnen auch hier mit offenen Augen und einem offenen Herzen durch die Welt zu gehen.

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