Shell-Aktie im Höhenflug: Heute noch ein Kauf?

Eine Öl-Bohrinsel im offenen Meer nach Sonnenuntergang
Foto: Ganesh Ramsumair via Pexels

Die Shell-Aktie (WKN: A3C99G) ist in einem regelrechten Höhenflug. Mit einem Aktienkurs von 31,50 Euro befinden sich die Anteilsscheine in der Nähe ihres bisherigen 52-Wochen-Hochs von 31,64 Euro. Es könnte lediglich ein Katzensprung sein, ehe diese Marke auch reißt.

Wer noch nicht in die Shell-Aktie investiert hat, der fragt sich womöglich: Ist die Aktie heute noch ein Kauf? Wir wollen uns heute einmal die Bewertung, die Aussichten und aktuelle Zahlen ansehen, um ein Gespür dafür zu bekommen, wo der Öl- und Erdgaskonzern eigentlich steht.

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Shell-Aktie: Bewertung, Zahlen und mehr!

Wenn wir die Shell-Aktie auf einem aktuellen Kursniveau von 31,50 Euro betrachten, so sehen wir jedenfalls: Die Bewertung ist ebenfalls vergleichsweise hoch. Gemessen an einem 2022er Ergebnis je Aktie in Höhe von 4,67 (5,40 Euro) läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis gerade einmal bei einem Wert von ca. 6. Das wäre nicht zu teuer, wenn er denn konstant so bliebe,

Bei einer Vierteljahresdividende in Höhe von 0,331 US-Dollar liegt die Dividendenrendite bei einem Wert von ca. 4 %. Auch das könnte noch vergleichsweise attraktiv erscheinen. Von einer zu hohen Bewertung kann daher nicht unbedingt die Rede sein. Zumal die Dividende je Aktie in den vergangenen Jahren und seit der Kürzung von den vorherigen 0,47 US-Dollar je Aktie wieder sukzessive zugelegt hat.

Aber blicken wir auf die aktuellen Zahlen, um ein Gespür für die Nachhaltigkeit der Bewertung zu erhalten. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2023 lag der freie Cashflow jedenfalls erneut bei starken 9,9 und 12,1 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis lag bereinigt bei 14,6 Mrd. US-Dollar. Damit konnte Shell zumindest ein gutes, operatives Momentum aufrecht halten.

Wir sehen daher: Die Shell-Aktie sollte in der jetzigen Marktphase ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10 beibehalten. Zudem existiert reichlich Spielraum für Kapitalrückführungen. Das Ausschüttungsverhältnis bei der Dividende je Aktie liegt bei ca. 20 %. Von einer teuren Bewertung kann daher kaum die Rede sein. Zumal Shell auch die nötige finanzielle Flexibilität hat, um weiter in die eigene Bilanz zu investieren. So sank schließlich auch die Verschuldung erneut von 44,2 Mrd. US-Dollar im Vorquartal auf 40,3 Mrd. US-Dollar. Die Tendenz stimmt auch hier.

Langfristige Unsicherheit…?!

Dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Shell-Aktie nicht höher ist, liegt für mich primär an der langfristigen Unsicherheit. Klar: Shell bedient auch weiterhin einen zyklischen Markt. Der Ölpreis ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mal stark geschwankt. Aber auf dem aktuellen Hoch und mit den soliden Öl- und Erdgaspreisniveaus könnte auch eine teurere Bewertung denkbar sein.

Der Markt scheint sich jedoch zu fragen, inwieweit Shell die eigene strategische Neuausrichtung durchsteht. Perspektivisch möchte das Management weniger auf Öl, Erdgas und fossile Brennstoffe setzen und vermehrt in nachhaltige Projekte und die Elektrizität investieren. Was nach dem Prozess übrig bleibt, wie profitabel der Konzern ist? Zumindest ein Fragezeichen.

Bei der Shell-Aktie sehen wir daher ein solides Value- und Dividenden-Niveau. Aber eben auch Unsicherheiten. Wobei das Management in den vergangenen Jahren wirklich einen ausgezeichneten Job gemacht hat, um den Konzern in der profitablen Zeit auf Stärke zu trimmen. Bilanz, Dividende und Aktienrückkäufe sehen jedenfalls hervorragend aus bei einer soliden, preiswerten Bewertung.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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