Besser als Warren Buffett zu sein ist ein doofes Ziel

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Besser als Warren Buffett? Möglich. Realistisch? Vielleicht. In einigen Fällen. Immer mehr frage ich mich jedoch: Warum sollte man sich dieses Ziel auf die Fahnen schreiben?

Zudem ist diese Perspektive lediglich von einem Faktor abhängig: Der Rendite. Wenn wir uns mit dem Orakel von Omaha wirklich messen wollten, so sollten wir das zumindest aus der richtigen Perspektive heraus tun.

Besser als Warren Buffett: Auch mit Blick auf das Risiko?

Wer besser als Warren Buffett sein möchte, der misst in der Regel lediglich die eigene Performance. Das bedeutet: Wir vergleichen die Rendite, die Berkshire Hathaway erzielt. Mit der Performance, die das eigene Portfolio schafft. Soweit, so löblich. Wenn wir uns dann noch mit der Performance messen, die das Orakel von Omaha seit Beginn seiner Investorenkarriere geschafft hat, ist das definitiv eine starke Leistung. Wir sprechen hier schließlich von einer durchschnittlichen Gesamtrendite von ca. 20 % pro Jahr.

Vergessen wir für den Moment sogar einmal, dass ein Jeder von uns deutlich mehr Möglichkeiten besitzt, als Warren Buffett. Der Starinvestor kann schließlich kaum im Small- und Midcap-Segment agieren, weil hier selbst größere Beteiligungen oder Komplettübernahmen kaum einen Einfluss auf die Gesamtleistung von Berkshire Hathaway haben müssen. Nein, für mich ist entscheidender: Müssen wir für die Outperformance auch mehr ins Risiko gehen?

Warren Buffett ist als Investor bekannt dafür, einen Ansatz zu wählen, bei dem er für attraktive Chancen eher geringe Risiken eingeht. Auch, weil er in profitable Unternehmen mit hohen Cashflows und Wettbewerbsvorteilen investiert. Selbst wenn wir es daher mit einem High-Growth-Small-Cap-Ansatz schaffen sollten, das Orakel von Omaha hinter uns zu lassen, so sollten wir zumindest überlegen: Wäre das Risiko bei unserem Ansatz um ein Vielfaches größer gewesen? Häufig lautet die Antwort dann: Ja, durchaus.

Sich mit Warren Buffett zu messen ist für mich daher ein doofes Ziel. Oder eines, das zumindest unglücklich gewählt ist. Die meisten versuchen es mit vollkommen anderen Aktien. Zudem mit einem deutlich höheren Risikoprofil. Solche Vergleiche funktionieren daher nur begrenzt. Zudem sollten wir vielleicht auch darüber nachdenken, ob es nicht ratsam ist, sowohl die Chance zu maximieren, als auch zu versuchen, unser Risiko möglichst gering zu halten. Die erste Börsenregel für den Starinvestor lautet schließlich auch: Verliere niemals Geld.

Selbst gleichziehen wäre herausragend

Besser zu sein als Warren Buffett ist daher durchaus möglich. Small-Caps und kleinere Wachstumsaktien können das durchaus bieten. Oder vielleicht sogar ein sehr selektiver Ansatz bei Qualitätsaktien. Keine Ahnung, ob wir da jedoch cleverer sein können, als der Starinvestor.

Aber wir sollten auch eines nicht vergessen: Wenn wir wie Warren Buffett agieren könnten, wäre das herausragend. Selbst eine gleiche Performance zu erzielen ist legendär. Der Starinvestor ist mit seinem Ansatz Centi-Milliardär geworden. Gerade wenn wir langfristig Renditen von über 15 % pro Jahr erzielen könnten, wäre das ein gigantischer Katalysator für unser eigenes Vermögen. Reicht das nicht…?!

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.



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