BP im Jahr 2024: Warum der Ölgigant jetzt das aufregendste Unternehmen auf dem Markt sein könnte

Eine Öl-Bohrinsel im offenen Meer nach Sonnenuntergang
Foto: Ganesh Ramsumair via Pexels

Hey, wusstest du, dass BP (WKN: 850517) einst im Geschäft mit grünem Tee war? Ja, richtig gehört – bevor es zum globalen Öl- und Gasriesen wurde, versuchte sich BP Anfang des 20. Jahrhunderts unter dem Namen „Anglo-Persian Oil Company“ im Teehandel. Von Teeblättern zu Ölfeldern – was für eine Wandlung, oder?

Heute schauen wir uns einmal an, wie BP im Jahr 2024 dasteht. Ist es an der Zeit, in diesen historischen und doch ständig innovativen Giganten zu investieren? Schnapp dir eine Tasse Tee (oder Kaffee, wenn das eher dein Ding ist) und lass uns gemeinsam in die faszinierende Welt von BP eintauchen.

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Geopolitische Spannungen und ihre Folgen

Zuerst ein Blick auf die globale Bühne: Die Spannungen im Nahen Osten und die freiwilligen Produktionsbeschränkungen der OPEC+-Mitglieder stützen die Ölpreise. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen im Israel-Gaza-Konflikt und die Bedrohungen im Roten Meer und der Straße von Hormus beeinflussen den globalen Ölmarkt massiv. Für BP könnte dies ein lukratives Jahr bedeuten, da höhere Produktionspreise die Gewinne ankurbeln könnten.

BP hat sich längst von seiner Investition in Russland getrennt und seinen geografischen Fokus erweitert. Das Unternehmen konzentriert sich unter anderem auch auf die Produktion, den Handel und den Transport von LNG (Flüssigerdgas), um die Lücke zu anderen starken Wettbewerbern zu schließen. BP strebt an, seinen Anteil am weltweiten LNG-Markt zu vergrößern, wie aus einer aktuelle Investoren-Präsentation hervorgeht.

BP wandelt sich

Interessanterweise ist BP einer der größten Ölproduzenten im Golf von Mexiko und hat starke Positionen in den texanischen Regionen Permian, Haynesville und Eagle Ford. Das Ziel? Die amerikanische Öl- und Gasproduktion bis 2030 um mehr als 50 % zu steigern. Das klingt doch nach einer soliden Strategie, oder?

Der neue CEO, Murray Auchincloss, wird allerdings die Aufgabe haben, den wahren Wert von BP zu realisieren. BP plant, seine Produktion bis 2030 auf 650.000 Barrel pro Tag zu verdoppeln und den jährlichen freien Cashflow auf 4 Mrd. US-Dollar zu vervierfachen. Außerdem zielt BP auf etwa 55 Mrd. US-Dollar EBITDA im Jahr 2030 ab, gegenüber geschätzten 43 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023.

In Hinblick auf Energiewende hat BP einen Kurswechsel vollzogen und kehrt zurück zu seinen Wurzeln – der Suche nach Öl und Gas. Nachdem die Vorstände 2020 angekündigt hatten, ihre Kohlenwasserstoffproduktion bis 2030 um 40 % zu reduzieren und sich auf saubere Energie zu konzentrieren, hat sich BP nun wieder auf das Öl- und Gasgeschäft fokussiert.

So steht es um die finanzielle Performance

BP zeigte im dritten Quartal 2023 einen Aufwärtstrend. Das Unternehmen generierte 6,7 Mrd. US-Dollar Gewinn, wobei der größte Teil aus dem Ölproduktions- und Betriebssegment (3,4 Mrd. US-Dollar) stammte. Bei einem durchschnittlichen Ölpreis von etwa 74 US-Dollar pro Barrel war BP deutlich profitabel.

Denke jedoch daran, dass BPs Einnahmen, Cashflows und Gewinne aufgrund der Marktdynamik sehr volatil sein können. Die Pandemie hat BP hart getroffen, aber seitdem hat sich das Unternehmen erholt. Zukünftige Bärenmärkte könnten jedoch wieder zu einem Rückgang führen.

BP hat im Laufe der letzten Jahre signifikante Schwankungen in seinen Gesamteinnahmen erlebt. Nach einem Höhepunkt im Jahr 2012 blieb der Umsatz bis 2014 relativ stabil, erlitt jedoch in den Jahren 2015 und 2016 einen starken Einbruch, wahrscheinlich aufgrund des sinkenden Ölpreises. Interessanterweise erholte sich der Umsatz ab 2017 wieder und erreichte 2022 fast das Niveau von 2014. Diese Volatilität spiegelt die Empfindlichkeit von BP gegenüber globalen Ölpreisschwankungen wider und sollte von Anlegern berücksichtigt werden.

So hat BP Corona überstanden

Die COVID-19-Pandemie hatte 2020 deutliche Auswirkungen auf BPs Geschäft, wobei der Umsatz um 33,2 % gegenüber dem Vorjahr fiel. Diese Zahlen verdeutlichen die Auswirkungen globaler Ereignisse auf die Ölindustrie. Jedoch zeigte BP eine starke Erholung im Jahr 2021 mit einem Umsatzanstieg von 48,4 % und setzte diesen Trend mit weiteren Steigerungen im Jahr 2022 fort.

Das Jahr 2022 markierte ein bemerkenswertes Wachstum für BP mit einer Steigerung der Gesamteinnahmen um 52,9 % gegenüber 2021. Dies führe ich auf eine Kombination aus steigenden Ölpreisen und einer erfolgreichen Anpassung an die post-pandemischen Marktbedingungen zurück. Dieses Wachstum ist aus meiner Sicht ein Indikator für die Resilienz und Anpassungsfähigkeit von BP in unsicheren Zeiten.

Betrachten wir den langfristigen Zeitraum von 2011 bis 2022, zeigt sich, dass BP trotz der kurzfristigen Schwankungen eine gewisse Stabilität und Fähigkeit zur Anpassung an unterschiedliche Marktbedingungen bewiesen hat. Dies könnte für langfristig orientierte Anleger von Interesse sein, die in einem volatilen Markt nach Beständigkeit suchen.

So wird die Aktie bewertet

Mit einem Forward-KGV von 6,5 ist BP eine der günstigsten Produktionsgesellschaften im Large-Cap-Energiebereich. Diese Bewertung macht das Papier im Vergleich zu US-Rivalen wie ExxonMobil und Chevron attraktiv. Ich taxiere BPs Gewinn pro Aktie für 2024 auf rund 5,20 US-Dollar, was die günstige Bewertung noch untermauert.

Die Dividendenrendite von BP liegt bei beeindruckenden 5 % – die höchste unter den Ölmajors. Und das Management plant, diese Dividende jährlich um 4 % zu steigern, auch wenn der Brent-Rohölpreis auf 60 US-Dollar pro Barrel fällt. Zusätzlich haben sie ein aktives Aktienrückkaufprogramm und etwa 8 Mrd. US-Dollar an Aktien im Jahr 2023 zurückgekauft. Ich erwarte, dass das Unternehmen 2024 Aktien für weitere 4 bis 6 Mrd. US-Dollar zurückkaufen wird.

Fazit

Du siehst: BP hat in den vergangenen Jahren einige Herausforderungen gemeistert, aber das Unternehmen hat auch beeindruckende Schritte unternommen, um sich neu zu positionieren und zu diversifizieren. Es scheint, dass viel Potenzial im Unternehmen steckt, das derzeit nicht im Aktienpreis berücksichtigt wird. Die geopolitischen Spannungen, ein niedriges KGV im Vergleich zu US-Rivalen und eine aggressive OPEC+-Organisation könnten BP zu einem Top-Pick auf dem Erdölmarkt machen.

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Henning Lindhoff besitzt Aktien von Chevron. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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