Henkel oder Beiersdorf? Wer die bessere Aktie ist, zeigt sich vielleicht erst auf den zweiten Blick!

Produktion von Waschmitteln von Henkel mit der Marke Persil
Foto: Henkel AG & Co. KGaA

Beiersdorf (WKN: 520000) oder Henkel (WKN: 604840)? Die Wahl zwischen den beiden Aktien scheint derzeit für viele Investoren klar zu sein: Beiersdorf. Doch das letzte Quartal und die Bewertungen überraschen. Aber der Reihe nach.

Unterschiedliche Geschäftsmodelle

Obwohl beide Unternehmen dem Konsumgüterbereich zuzuordnen sind, unterscheidet sich ihre strategische Ausrichtung deutlich. Beiersdorf konzentriert sich auf Hautpflegeprodukte und verfolgt ein kundenorientiertes Geschäftsmodell mit Marken wie Nivea und Eucerin. 

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Ergänzt wird das Geschäft durch die industrielle Sparte Tesa. Sie stellt selbstklebende Produkte und Systemlösungen für Industriekunden und Konsumenten her und ist damit tendenziell zyklisch.

Henkel hingegen verfügt über ein breiteres Portfolio mit Reinigungs- und Klebstofflösungen und ein diversifizierteres Geschäftsmodell mit Marken wie Persil und Schwarzkopf. Im Gegensatz zu Beiersdorf hat die Industriesparte hier eine deutlich größere Bedeutung. Henkel gilt als Weltmarktführer bei Klebstoffen, Dichtstoffen und funktionalen Beschichtungen.

Die letzten Quartalszahlen von Beiersdorf und Henkel

Besonders groß sind die Unterschiede, wenn man sich das zuletzt ausgewiesene Wachstum ansieht. So konnte Beiersdorf im Gesamtjahr 2023 ein zweistelliges Umsatzwachstum ausweisen. Konkret lag es organisch bei 10,8 %. 

Hauptwachstumstreiber war der Unternehmensbereich Consumer mit einem organischen Wachstum von 12,5 %. Der Unternehmensbereich Tesa konnte dagegen nur mit einem organischen Wachstum von 3,2 % überzeugen.

Das organische Wachstum des Henkel-Konzerns lag hingegen nur bei 4,2 % im Gesamtjahr 2023. Die Klebstoffsparte Adhesive Technologies konnte organisch mit 3,2 % ähnlich zulegen.

Ein anderes Bild zeigt sich hingegen auf der Ergebnisseite: Das bereinigte EBIT stieg um 9,5 % auf 1,3 Mrd. Euro. Die entsprechende Marge lag mit 13,4 % um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Bei Henkel stieg das bereinigte EBIT deutlicher – um 10,2 % auf 2,6 Mrd. Euro. Die Wachstumsrate lag hier bei 10,2 %. Die entsprechende Marge stieg ebenfalls und lag mit 11,9 % um 1,4 % über dem Vorjahreswert.

Bei der Dividende müssen sich die Henkel-Aktionärinnen und -Aktionäre allerdings mit einer Ausschüttung auf Vorjahresniveau begnügen. Dagegen erhöht Beiersdorf seine Ausschüttung kräftig. Hier gibt es mit einem Euro je Aktie für 2023 genau 43 % mehr. 

Allerdings ist die Ausschüttungsquote von Beiersdorf historisch niedrig. Zusätzlich soll ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Mio. Euro weiteres Kapital an die Aktionäre zurückführen. Aber auch bei Henkel wurden eigene Aktien zurückgekauft. Hier im Jahr 2022/2023 für 200 Mio. Euro.

Gute finanzielle Situation bei beiden Unternehmen

Im Gegensatz zu Henkel, das zum 31.12.2023 eine Nettofinanzposition von 12 Mio. Euro aufweist, schwimmt Beiersdorf im Geld. Kurz- und langfristige Wertpapiere sowie liquide Mittel summieren sich bei Beiersdorf auf gut 5 Mrd. Euro.

Der Ausblick ist für beide Unternehmen positiv, wobei Beiersdorf ein Umsatzwachstum über dem Markt erwartet. Konkret wird ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich bei einer EBIT-Umsatzrendite auf Vorjahresniveau erwartet. 

Henkel kalkuliert ähnlich: Konkret wird ein organisches Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent erwartet. Die bereinigte EBIT-Umsatzrendite soll zwischen 12 und 13,5 % liegen. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Ein Blick auf die Bewertung zeigt jedoch, dass die Henkel-Aktie deutlich günstiger bewertet erscheint. Nicht nur bei der Dividendenrendite gibt es mehr, auch beim erwarteten KGV muss weniger gezahlt werden. So liegt das erwartete KGV bei 13,8 gegenüber einem Wert von 30,4 bei Beiersdorf.

Fazit zu den Aktien von Beiersdorf und Henkel

Im direkten Vergleich zeigt sich für mich tatsächlich die Henkel-Aktie als möglicherweise bessere Alternative. Hier scheint das kurzfristige Gewinnwachstum besser zu sein. Zudem dürfte die Aktie stärker von einer konjunkturellen Erholung profitieren. Gemessen an den erwarteten Gewinnen zahlt man aber deutlich weniger für die Henkel-Aktie.

 

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Beiersdorf und Henkel. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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