3 %, 500 Euro oder doch 50 %? So hoch sollte eine Dividende sein!

Eine Person erntet Ertrag von einer Geldmünzen tragenden Pflanze
Foto: Mohamed Hassan via Pixabay

3 %, 500 Euro oder auch 50 %: Wir können all diese Zahlen in einen Kontext mit der Dividende bringen. Aber vergleichbar sind die Zahlen nur begrenzt miteinander. Zwischen Prozenten und Euro haben wir relative Größen vs. absolute Werte. Dass da etwas nicht passt, das sehen wir sehr einfach.

Aber auch 3 % oder 50 % liegen weit auseinander. Es dürfte sich daher um unterschiedliche Ansätze handeln, nicht wahr? Ganz genau! Wir wollen heute auf drei verschiedene Arten schauen, wie hoch eine Dividende sein sollte. Mit Sicherheit wird dir das helfen, einen besseren Blick auf die Ausschüttungen zu bekommen.

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3 % Dividende? Warum nicht! Die persönliche Komponente

Wie hoch eine Dividende sein sollte ist für mich auch etwas Persönliches. Im Endeffekt sollten wir uns stets überlegen: Welches Mindestmaß als Ausschüttung benötige ich? Die Antwort auf diese Frage kann wirklich sehr unterschiedlich ausfallen. Gehen wir zunächst auf eine mögliche Range ein.

Ein erster Investor, der beispielsweise noch 30 Jahre Zeit bis zum Einsatz der Dividenden hat, kann durchaus sagen: Mir reichen auch 1 % oder 2 % Dividendenrendite bei manchen Aktien. Die Ausschüttungen brauche ich heute nicht zum Leben. Und das operative Wachstum eines Unternehmens ist so gut, dass ich gewillt bin, diesen Preis zu zahlen. Mit Zeit kann ich außerdem in bedeutend höhere Auszahlungen hineinwachsen.

Durchaus denkbar. Ein zweiter Anleger ist möglicherweise nur noch ein bis zwei Jahre vom Ruhestand entfernt. Er entdeckt plötzlich eine Rentenlücke im hohen dreistelligen bis vielleicht sogar vierstelligen Eurobereich. Tja, was soll man sagen? In der Regel wird dieser Anleger nicht mit 1 % oder 2 % Dividendenrendite leben können. Er benötigt eher 4 % bis 6 % Dividende, um einen Kompromiss aus High-Yield und trotzdem Stabilität zu erhalten.

Der entscheidende Aspekt ist: Wir können für uns selbst entscheiden, was wir brauchen. Ja, wir sollten es sogar. Die Dividende ist nicht das ausschlaggebende Kriterium eines Investments. Aber wir haben Bedürfnisse und unterschiedliche Voraussetzungen. Das heißt: Wir können uns über ein Mindestmaß Gedanken machen, selbst wenn es 2 % oder 3 % sind. Und wir können unsere Investitionen zumindest teilweise danach ausrichten.

500 Euro: Die absolute Größe als Maßeinheit

Die zweite Frage, wie viel Dividende man von einem Unternehmen erhalten sollte, hat eine etwas andere Bedeutung. Wir können uns als Investoren durchaus fragen: Welche Aktie von welchem Unternehmen kann mir ein hohes Maß an Einkünften bescheren? Sowie auch: Wo bin ich vielleicht lieber vorsichtig und wage eine geringere Allokation?

Bei mir ist es zum Beispiel die Aktie der Münchener Rück. Dort bin ich so zuversichtlich, dass ich auf Jahre Stabilität und eine leicht wachsende Dividende erhalte, dass ich ca. 1.000 Euro an Gesamtausschüttung pro Jahr gewagt habe. Bei anderen Aktien sind es hingegen lediglich unter 100 Euro pro Jahr. Es sind die Chancen und die Risiken, die bei mir darüber entscheiden.

Auch die Bewertung spielt eine Rolle, keine Frage. Ein Unternehmen kann noch so gut sein, wenn es mir auf absehbare Zeit zu teuer ist, so investiere ich nicht im großen Stil. Bei der eigenen Allokation und der Portfolioausrichtung können wir uns durchaus aber fragen: Welches Unternehmen soll mir eine Dividende in welcher absoluten Höhe bezahlen? 500 Euro sind für mein Bauchgefühl ein vergleichsweise hoher Wert, selbst pro Jahr. Aber auch die Auseinandersetzung mit gewissen Geldbeträgen verrät einem, mit welchem Risiko und welcher Positionsgröße man sich als Investor bei welcher Aktie wohlfühlt.

50 % des Gewinns für die Dividende? Ja, möglich!

Zu guter Letzt noch ein dritter Ansatz. Es ist eher einer, der das Unternehmen und das Management betrifft. Aber als Einkommensinvestoren dürfen wir uns auch fragen: Welchen Anteil des Gewinns oder freien Cashflows sollte ein Unternehmen für die Dividende verwenden?

Auch dabei existieren verschiedene Bedeutungsdimensionen. Die erste ist beispielsweise: Mit welchem Ausschüttungsverhältnis fühle ich mich wohl? Wo wittere ich Risiken für eine möglicherweise perspektivisch gesenkte Dividende? Aber vergiss nicht: REITs sind als ein erstes und bekanntes Beispiel zu einer hohen Ausschüttung verpflichtet.

Das Ausschüttungsverhältnis einer Dividende lässt zudem Rückschlüsse auf den Stellenwert der Zahlungen zu. Wenn ein Management beispielsweise seit Jahren lediglich einen Anteil von 20 % ausschüttet und diesen kaum erhöht, so ist die Dividende möglicherweise nur schmückendes Beiwerk.

Zu guter Letzt können wir außerdem erkennen: Wenn ein Unternehmen 2,5 % Dividendenrendite besitzt aber dafür 75 % des Gewinns verwendet, so ist die Bewertung vielleicht nicht allzu günstig. Dann sollten wir uns überlegen: Was sehen wir noch hinter der Dividende?

Auch das Ausschüttungsverhältnis ist daher ein wichtiger Gradmesser für uns als Einkommensinvestor. Er liefert uns eine etwas andere Antwort auf die Frage: Wie hoch sollte eine Dividende letztlich sein?

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück.



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