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Rheinmetall-Kurs reagiert auf Terroranschläge, Automobilwerte profitieren vom schwachen Euro: Was du am Mittwoch wissen musst

Die Terroranschläge in Paris und die sicherheitsbedingte Absage diverser Fußball-Länderspiele dominierten in den vergangenen Tagen die Medienberichte. Für Börsenthemen hatten die meisten verständlicherweise kaum Interesse.

Natürlich hatten die brutalen Morde in der französischen Hauptstadt auch Auswirkungen auf die Kursentwicklung an den europäischen Börsen. Eine besonders zynische Variante der Spekulation fiel am Montag im MDAX auf…

Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900) zeigte sich nach den schrecklichen Ereignissen in Paris am Montag scheinbar unbeeindruckt und machte nach einer kurzen Schwächephase im weiteren Sitzungsverlauf seine Anfangsverluste wieder wett. Beim Handelsschluss zeigte das Börsenbarometer beim Stand von 10.713 Zählern sogar ein winziges Plus von 0,1 %.

Bei einigen Einzelwerten wirkten sich die Terrorängste allerdings merklich aus. So mussten beispielsweise Aktionäre von Airlines deutliche Verluste hinnehmen: Die Lufthansa (WKN:823212) landete mit einem Minus von 2,3 % am unteren Ende der DAX-Tabelle und im Nebenwerte-Bereich fielen Papiere von Air Berlin (WKN:AB1000) mit einem Kursabschlag von 3,0 % auf.

Dass Börsenkurse nicht vom fünften Gebot beeinflussbar sind, zeigte eine Aktie aus dem MDAX (WKN:846741): Papiere des Rüstungskonzerns Rheinmetall (WKN:703000) verteuerten sich um 4,8 %. Wegen der Pariser Anschläge, so die zynische Schlussfolgerung einiger Marktteilnehmer, ist mit weiteren Militäreinsätzen im Nahen Osten zu rechnen. Das könne höhere staatliche Rüstungshaushalte verursachen, die wiederum in vollen Auftragsbüchern der Waffenschmieden resultieren könnten, hieß es weiter.

Aktienwelt360 Aktienkompass

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Benchmark

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Am Dienstag legte der deutsche Leitindex satte 2,4 % auf 10.971 Punkte zu. Als Hauptgründe für das DAX-Plus nannten die Parkettakteure den nach wie vor schwachen Euro und optimistische Wirtschaftskennzahlen. Der ZEW-Index für die deutschen Konjunkturerwartungen ist nach sieben Rücksetzern in Folge erstmals wieder gestiegen.

Die stark vom Export abhängigen deutschen Automobilwerte profitierten besonders vom schwachen Euro. Für zusätzlichen Auftrieb sorgten die im Oktober gestiegenen Pkw-Neuzulassungszahlen, die der europäische Herstellerverband am Morgen veröffentlicht hatte. Papiere von Daimler (WKN:710000) verbesserten sich um 2,3 %, Anteilscheine von BMW (WKN:519000) verbuchten einen Kursgewinn von 2,7 % und die Aktie der Skandalbude VW (WKN:766403) stieg immerhin um 1,2 %.

Die nach der Absage des Fußball-Länderspiels Deutschland-Niederlande erneut aufkeimende Angst vor einer europaweiten Terrorwelle drückte am Mittwoch die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Der DAX startete deutlich im Minus, konnte sich während des Nachmittags jedoch wieder hocharbeiten. Um 15:40 Uhr verblieb ein Minus von 0,1 %.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (19.11.) veröffentlicht der Stahlkonzern ThyssenKrupp (WKN:750000) vor Handelsbeginn seine Jahreszahlen. In den USA wird die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Die Federal Reserve Bank von Philadephia veröffentlicht den als Konjunktur-Frühindikator weit beachteten Philli Fed Index für November. Der Unterhaltungselektronik- und Computerhändler Best Buy berichtet über das dritte Quartal.

Am Freitag (20.11.) informieren uns die Statistiker über die deutschen Erzeugerpreise im Oktober und über Baugenehmigungen im September. In den Vereinigten Staaten legen Abercrombie & Fitch und Foot Locker Quartalszahlen vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme und angstfreie Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. Der Motley Fool empfiehlt BMW.



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