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Bombardier: Ist die Aktie jetzt eine sichere Wahl?

Bombardier Inc. (WKN:866671) hat sich in diesem Jahr gut erholt, aber Investoren, die den Andrang verpasst haben, fragen sich, ob es noch weiter nach oben gehen kann.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung des Falls und Aufstiegs des Unternehmens sowie ein Ausblick auf Bombardiers Zukunft.

Die CSeries ist wieder auferstanden

Bombardiers erster CSeries-Jet hat Anfang des Monats endlich seinen kommerziellen Dienst angetreten – ungefähr zwei Jahre, nachdem das ursprünglich geplant war.

Das war ein wichtiges Zeichen für das Unternehmen, welches sich auf einem sehr langen schmerzhaften Weg befand.

Worum geht es?

Massive Kostenüberschreitungen, erhebliche Verzögerungen und schwaches Interesse seitens der Airlines haben der Bilanz schwer zugesetzt, sodass Investoren die Aktie in diesem Jahr quasi aufgegeben haben. Im Februar wurde die Bombardier-Aktie mit unter 1 US-Dollar gehandelt.

Die Hoffnung schien verloren, aber dann geschah etwas Unvorhergesehenes: Das Unternehmen konnte gute Nachrichten vorweisen.

Air Canada kam zur Rettung, als es eine Absichtserklärung über den Kauf von 45 CSeries-Jets unterzeichnete. Das hat eine Gewinnmitnahme durch Leerverkäufer ausgelöst und ein Netz unter die Aktie gespannt.

Wegen Unstimmigkeiten bezüglich der Flexibilität von Wartungsarbeiten waren die Verhandlungen zeitweilig auf dünnem Eis und Air Canada drohte sogar Ende Juni damit, auszusteigen, bevor es seine Bestellung dann doch sicherte.

Air Baltic machte aus einer Option für sieben CSeries-Flugzeuge Anfang April eine feste Bestellung. Damit blieb der Andrang lebendig, aber die großen Nachrichten standen noch aus.

Ende April kündigte Delta Air Lines an, dass es Pläne habe, 75 CSeries-Jets zu kaufen. Auf einmal hatte das strauchelnde Programm einen großen US-Käufer und Investoren strömten zur Aktie.


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Das Ergebnis?

Bombardier hat die Marke von 2 US-Dollar pro Anteil durchbrochen und wurde in den letzten drei Monaten in diesem Bereich gehandelt.

Der Ausblick

Bombardier sagt, dass weitere CSeries-Bestellungen auf dem Weg seien. Experten erwarteten auf der jüngsten Farnborough Airshow eine große Ankündigung, aber das Unternehmen lieferte nicht. Das ist nicht unbedingt schlecht, da es signalisieren könnte, dass das Management versucht, bessere Preise für die Jets zu erreichen.

Das Unternehmen nahm einen Verlust von 500 Millionen US-Dollar bei den 127 Flugzeugen hin, die im ersten Teil des Jahres verkauft wurden. Bombardier erkennt, dass es in seinen Bemühungen, neue Flugzeuge zu verkaufen, „aggressiv“ war und einige Berichte legen nahe, dass Delta einen Rabat in Höhe von 75 % heuausgehandelt haben könnte.

Sollte das der Fall sein, werden andere Airlines ähnliche Deals wollen und das könnte es für Bombardier schwierig machen, bessere Margen aus den Bestellungen herauszuholen.

Als Bombardier seine Q1-Ergebnisse verkündete, sagte es, dass es immer noch auf dem richtigen Weg sei, 2020 positiven Cashflow zu liefern.

Wir werden die Q2-Ergebnisse abwarten müssen, die am 5. August verkündet werden.

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt zu kaufen?

Bombardier hat Schulden in Höhe von ungefähr 9 Milliarden US-Dollar und wird in den nächsten Jahren mehr Geld auftreiben müssen. Quebec hat damit begonnen, die 1 Milliarde US-Dollar zu liefern, die es versprochen hat, um dem Unternehmen zu helfen, aber die Verhandlungen mit der Regierung laufen noch.

Sollte Ottawa zustimmen, Bombardier zu finanzieren, sollten sich Investoren fragen, ob sie ein Unternehmen besitzen wollen, in dem die Regierung so involviert ist. Sollte Ottawa aussteigen, ist vielleicht eine große Aktienimmission notwendig, um Geld aufzutreiben und das würde für die aktuellen Investoren Anteile verwässern.

Auch Bombardiers Zugabteilung steht vor großen Herausforderungen. Das Unternehmen hat Schwierigkeiten damit, seine Obligationen für eine große Straßenbahnbestellung für Toronto zu erfüllen und verlor kürzlich zwei große Zug-Deals in den USA an die Chinesen.

Probleme mit der Produktion kann man lösen, aber die langfristige Bedrohung durch den staatlichen chinesischen Rivalen auf einem Schlüsselmarkt sollte nicht ignoriert werden.

Investoren, die bei 1 US-Dollar je Anteil eingestiegen sind, werden vielleicht Profite machen, aber neue Käufer sollten momentan wohl eher abwarten.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Andrew Walker auf Englisch verfasst und am 2.8.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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