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Rocket Internet liefert Wachstum – und Gewinne sind in Sicht

Foto: Pixabay

Die Medien haben mittlerweile schon viele Monate damit verbracht einen negativen Bericht über Rocket Internet (WKN: A12UKK) an den nächsten zu hängen. Vor allem, nachdem die Bewertung einiger Beteiligungen auf Grund von neuer Finanzierungsrunden nach unten korrigiert werden musste.

Die mit großer Spannung erwarteten Zahlen für das erste Halbjahr zeigen aber, dass Rocket Internet sehr wohl Wachstum und gleichzeitig sich verbessernde Profitabilität vereinen kann.

Das hohe Wachstum bleibt erhalten

Die Internetunternehmen, die Rocket Internets wichtigste Beteiligungen darstellen, konnten im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzwachstum in Höhe von 32 % verbuchen. Das ist eine beachtliche Steigerung im Vergleich zu den oftmals stagnierenden Zahlen, die im Einzelhandel vorzufinden sind.

Da alle Beteiligungen in strukturellen Wachstumsmärkten agieren, dürften sie außerdem noch viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, starkes Wachstum vor sich haben. Besonders der Bereich „Food and Groceries“, welcher die Beteiligungen HelloFresh und foodpanda umfasst, konnte eine Umsatzsteigerung in Höhe von 188 Millionen Euro vorweisen.

Ein Ende der Verluste zeichnet sich ab

Nur wenige haben bisher daran gezweifelt, dass die Beteiligungen wachsen könnten. Was Anleger aber in letzter Zeit Sorgen bereitet hat war, ob sie es jemals schaffen Gewinne zu erwirtschaften. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich die meisten Unternehmen, wie von Rocket Internet versprochen, schon auf dem Weg zur Profitabilität befinden.


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Die bereinigte Gewinn-Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hat sich von negativen 31,6 % im ersten Halbjahr 2015 auf  negative 16,7 % im ersten Halbjahr dieses Jahres verbessert. Die prozentualen Verluste haben sich somit halbiert.

Es scheint also durchaus glaubwürdig zu sein, wenn der Gründer und CEO Oliver Samwer die neuesten Ergebnisse mit folgenden Worten kommentiert:

„Wir sind auf gutem Wege, unsere Profitabilitätsziele zu erreichen. So gehen wir davon aus, dass mindestens drei unserer wesentlichen Beteiligungen Ende 2017 profitabel sein werden.“

Das kapitalintensive Modegeschäft könnte in die Fußstapfen von Zalando treten

Die Modebeteiligungen sind ein gutes Beispiel für die wachsende Profitabilität. Ähnlich wie bei Zalando (WKN: ZAL111) waren hier die Zweifel zunächst groß, da Textilversand sehr kapitalintensiv ist.

Hier konnte man die bereinigte Gewinn-Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von negativen 33 % auf negative 15 % verbessern. Der im Nahen Osten agierende Online-Modehändler Namshi war an dieser Kennzahl gemessen sogar schon profitabel. Die anderen regionalen Beteiligungen konnten ebenfalls eine starke Verbesserung ihrer Margen aufweisen.

HelloFresh zeigt weiterhin sein riesiges Potenzial

Gigantisches Wachstum konnte der Lebensmittel-Lieferdienst HelloFresh verzeichnen. Sein Umsatzwachstum betrug ganze 159 % und hatte im ersten Halbjahr dieses Jahres fast 300 Millionen Euro erreicht. Auch hier konnten die Margen bereits deutlich verbessert werden.

HelloFresh ist außerdem ein interessanter Börsenkandidat, da sich das Unternehmen in letzter Zeit sehr positiv entwickelt hat und von Rocket Internet in naher Zukunft ein Börsengang einer seiner Beteiligungen versprochen wurde.

Rocket Internet hat starke Zahlen geliefert

Die Zweifel an dem Geschäftsmodell von Rocket Internet waren in den letzten Monaten übertrieben. Es wird von talentierten und ehrgeizigen Unternehmern geführt, die ihre Beteiligungen zu langfristigem Erfolg bringen wollen.

Nachdem bereits gezeigt wurde, dass man kräftig wachsen kann, sieht es nach den neuesten Zahlen so aus, als ob die ersten Gewinne bereits in greifbarer Nähe sind.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Rocket Internet. The Motley Fool empfiehlt Zalando.



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