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Diese zwei Dinge solltest du vor dem Kauf der Nordex-Aktie wissen

Foto: Pixabay

Die Nordex (WKN:A0D655) -Aktie hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Im Jahresverlauf hat die Aktie mehr als ein Drittel ihres Wertes verloren. Der massive Kurssturz hat aber dazu geführt, dass die Aktie inzwischen für viele Anleger wieder interessant geworden ist. Zudem scheinen die Geschäftsaussichten des Konzerns alles andere als schlecht zu sein, was sich in steigenden Auftragseingängen und einem bereits deutlich erholten Aktienkurs wiederspiegelt.

Bevor du die Aktie kaufst, solltest du aber diese zwei Dinge wissen, um dir ein Bild davon machen zu können, ob die Aktie wirklich so attraktiv ist.

1. Schnell steigende Gewinne lassen das Kurs-Gewinn-Verhältnis purzeln

Anders als das Jahr 2016, das für die Nordex-Aktie mit einem massiven Kursrutsch begann, der sich im Verlauf des Jahres noch intensivierte, konnte die Aktie in den ersten Tagen des aktuellen Jahres bereits deutlich zulegen.

Der Kursverfall hatte allerdings sein Gutes. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt derzeit auf Basis der Gewinne aus dem Gesamtjahr 2015 von 0,65 Euro je Aktie und dem derzeitigen Aktienkurs von 21,11 Euro (09.01.2017) bei nur noch 32.

Das ist zwar immer noch ein sehr hoher Wert, jedoch lag der Wert vor dem Kurssturz noch wesentlich höher. Zudem dürfte der Gewinn im letzten Jahr ordentlich gestiegen sein, was das KGV noch weiter verringert haben dürfte. Denn in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 konnte bereits ein Gewinn je Aktie von 0,70 Euro verbucht werden. Im Vorjahr lag der Gewinn je Aktie im gleichen Zeitraum bei lediglich 0,56 Euro je Aktie.


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Gehen wir nun davon aus, dass der Gewinn für das Gesamtjahr ebenfalls um 25 % über dem Vorjahresgewinn lag, ergibt sich bereits ein deutlich moderateres KGV von 26.

Begünstigt wurde der Gewinnsprung durch die Acciona Windpower-Übernahme im letzten Jahr. Doch sowohl der Auftragsbestand als auch der Auftragseingang sind in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das könnte für die Zukunft weiteres starkes Wachstum bedeuten.

2. Acciona-Übernahme belastet die Eigenkapitalrendite

Auf der anderen Seite ist aber zu beachten, dass die Acciona Windpower-Übernahme die sehr hohe Eigenkapitalrendite (zumindest vorerst) merklich reduzieren wird. Die Eigenkapitalrendite ist eine sehr wichtige Kennzahl, da sie anzeigt, wie effizient das Unternehmen das Kapital der Aktionäre einsetzt. Konkret zeigt diese Kennzahl, wie viel Gewinn jeder Euro des Eigenkapitals pro Jahr generiert. Jede Verringerung in dieser Kennzahl sollten Aktionäre also kritisch sehen.

Im Gesamtjahr 2015 konnte Nordex hier noch einen exzellenten Wert von 27 % vorweisen, wenn der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 126 Millionen Euro und das Eigenkapital am Jahresende von 455 Millionen Euro als Grundlage verwendet wird.

Dadurch dass die Übernahme zum Teil durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert wurde, hat sich aber das Eigenkapital inzwischen deutlich von 455 Millionen Euro am Jahresende 2015 auf 904 Millionen Euro am 30.09.2016 erhöht.

Da sich also das Eigenkapital nahezu verdoppelt hat, der Gewinn jedoch bisher nur um 25 % gestiegen ist, hat sich die Eigenkapitalrendite verringert, sollte jedoch auf einem immer noch ordentlichen Niveau liegen. Genaue Zahlen für das letzte Jahr und eine Prognose für das laufende Jahr werden wir aber erst mit Veröffentlichung des Geschäftsberichtes am 30.3.2017 erfahren. Bis dahin heißt es abwarten.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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