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Aktien im Rückblick: Trump verspricht Phänomenales, Munich Re erhöht Dividende, Commerzbank schmiert ab

In der ersten Hälfte der vergangenen Handelswoche dominierte die Farbe Rot die Frankfurter Kurstafeln, weil Donald Trump für schlechte Laune gesorgt hatte. Am Donnerstag drehte der twitternde Tausendsassa die Stimmung allerdings wieder: Der US-Präsident versprach bei einem Treffen mit Managern, er werde bis zum Monatsende „Phänomenales in Sachen Steuern“ verkünden.

Nach dieser ebenso kurzen wie unkonkreten Äußerung setzten die US-Indizes zum Höhenflug an und schoben den DAX wieder über die 11.600er Marke.

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Was war an der Börse los?

Ein mieser Start wird anscheinend zur Gewohnheit: Zum fünften Mal in Folge eröffnete der DAX (WKN:846900) die Handelswoche mit Verlusten. An diesem Montag fiel das Frankfurter Börsenbarometer um 1,2 % auf 11.510 Punkte.

Wie in den Vorwochen nannten Marktbeobachter politische Gründe. US-Präsident Donald Trump hatte mit der Ankündigung, den US-Bankensektor zu deregulieren, für miese Stimmung bei der europäischen Konkurrenz gesorgt und Ängste vor einer neuen weltweiten Finanzkrise hervorgerufen. Auch aus Frankreich hatte man nichts Gutes gehört. Dort hatte die Präsidentschaftskandidatin des AFD-Pendants Front National, Marine Le Pen zum Wahlkampfauftakt den Austritt ihres Landes aus der Eurozone gefordert.

Kein Wunder also, dass besonders Banktitel unter Druck gerieten: Die Commerzbank (WKN:CBK100) stand bei Börsenschluss mit einem Abschlag von 2,9 % am unteren Ende der DAX-Tabelle, und die Aktie der Deutschen Bank (WKN:51400) verlor 1,9 %. Unter die Räder kamen auch die Vorzüge von Volkswagen (WKN:766403), die um 2,1 % nachgaben. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass am Montag alle DAX-Titel Verluste hinnehmen mussten.

Erfreulicher lief es für die Aktionäre des im MDAX (WKN:846741) notierten Stahlkochers Salzgitter (WKN:620200). Dessen Chef war am Wochenende so pfiffig gewesen, sich in einem Zeitungsinterview zuversichtlich über die Gewinnentwicklung des Konzerns zu äußern, was wiederum zwei Analysten dazu bewogen hatte, positive Kommentare zur Salzgitter-Aktie abzugeben. Die Folge: Salzgitter-Papiere stemmten sich gegen den allgemeinen Trend und gingen unverändert aus dem Handel.

Am Dienstag konnte sich der deutsche Leitindex leicht erholen und 0,3 % auf 11.549 Zähler zulegen. Das mag daran liegen, dass zur Abwechslung einmal keine negativen Nachrichten von der Trump-Front zu lesen waren.

Unternehmensmeldungen kamen von der Assekuranz: Der DAX-Konzern Munich Re (WKN:843002) meldete für das vergangene Geschäftsjahr einen erwartet hohen Gewinnrückgang, kündigte aber trotzdem eine Dividendenerhöhung an. Ersteres schickte die Aktie des weltgrößten Rückversicherers zunächst auf ein Achtwochentief – Letzteres sorgte jedoch wieder für Entspannung. Beim XETRA-Schluss verblieb ein Minus von 0,5 %. Der kleinere Konkurrent Hannover Rück (WKN:840221) konnte dagegen mit einem Jahresgewinn überzeugen, der stärker als erwartet ausgefallen war. Das verhalf den Anteilscheinen zu einem Kursgewinn von 1,6 %.

Am Mittwoch bewegte sich der DAX bei weitgehend lustlosem Handel auf Vortagsniveau und ging mit einem kleinen Minus von 0,1 % beim Stand von 11.543 Punkten in den Feierabend.

Deutlich aufwärts ging es allerdings mit der Aktie der Lufthansa (WKN:832212), die von der Empfehlung durch eine französische Großbank profitierte und mit einem satten Plus von 3,3 % an der Spitze der Standardwerte-Liste landete. In den Börsenkeller schickten die Marktteilnehmer die Deutsche Bank, deren Börsenwert sich um 2,1 % verringerte, und die Commerzbank, deren Titel sich um 1,7 % verbilligten.

Am Donnerstag setzte der DAX erneut zur Erholung an und legte 0,9 % auf 11.643 Punkte zu. Unterstützung kam von der Wall Street: Der Dow Jones verbesserte sich um 0,7 % auf 20.193 Zähler, nachdem Donald Trump verkündet hatte, er werde demnächst „Phänomenales“ zum Thema Steuern bekanntgeben.

Von der positiven Grundstimmung hatte die Aktionäre von Infineon (WKN:623100) allerdings nicht profitieren, da die US-Regierung angekündigt hatte, die geplante Übernahme des Konkurrenten Wolfspeed aus Gründen der nationalen Sicherheit zu untersagen. Mit einem Minus von 2,4 % zeigten die Papiere des Halbleiterherstellers die schlechteste Tagesleistung im deutschen Leitindex. Gegen den Trend verbuchte auch die Aktie der Commerzbank einen deutlichen Kursverlust von 1,8 %. Das Geldhaus hatte bei der Vorlage von Jahreszahlen enttäuscht.

Am Freitag setzte das Börsenbarometer zunächst seine Aufwärtsbewegung fort und hielt sich zeitweise oberhalb der 11.700er-Marke. Allerdings ging der Gewinn bis zum frühen Nachmittag wieder zurück. Um 13:50 Uhr verblieb ein Plus von 0,3 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (13.02.) blicken Freunde volkswirtschaftlicher Kennzahlen gespannt nach Japan. Dort wird das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals 2016 veröffentlicht. Der im MDAX notierte Kupferproduzent Aurubis (WKN:676650) legt Zahlen fürs erste Quartal 2017 vor.

Am Dienstag (14.02.) äußert sich das Zentralinstitut für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seinen Konjunkturerwartungen für Deutschland im Februar. Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht seinen Monatsbericht. HeidelbergCement (WKN:604700) gibt vorläufige Jahreszahlen bekannt. In den USA berichten die Statistiker über die Entwicklung der Erzeugerpreise im Januar. Fed-Chefin Janet Yellen äußert sich vor dem Bankenausschuss des Senats.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine er erwähnten Aktien.

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