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Werden die steigenden Zinsen das Investieren in Dividendenaktien unprofitabel machen?

Foto: Pixabay, image4you

Die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA wird wahrscheinlich großen Einfluss auf das Investieren in Dividendenaktien haben. Seine Steuerpolitik könnte – verglichen mit der seines Vorgängers – mittelfristig einen Umstieg bedeuten. Die Folge davon könnten die Inflation und die Zinsen auf der ganzen Welt steigen.

Das Investieren in Aktien mit hohen Dividendenrenditen könnte dann sich dann als etwas weniger profitabel gestalten als in der Vergangenheit, da diese Einkommensrendite im Vergleich mit anderen Vermögenswerten niedriger ausfallen könnte. Das Investieren in Dividendenaktien könnte langfristig aber immer noch sehr profitabel sein. Und hier sind die Gründe.

Die relative Rendite

In den letzten zehn Jahren waren die Zinsen auf der ganzen Welt ziemlich niedrig. Das bedeutet, dass die Einkommensrendite bei Dividendenaktien deutlich höher war als bei anderen Vermögenswerten. Die Bedrohung der Deflation führte dazu, dass die Zentralbanken auf der ganzen Welt eine ultra lockere Geldpolitik umgesetzt haben, um in ihren jeweiligen Ländern die Wirtschaft anzukurbeln. Daher hat der Kauf von Aktien mit hoher Dividendenrendite große Früchte getragen, selbst wenn man die Inflation davon abzieht.

Höhere Inflation

Es scheint, als wäre es damit aber jetzt vorbei. Wenn man Aktien mit hohen Renditen kauft, dann könnte das weniger lukrativ sein als in der Vergangenheit. Donald Trump plant, die Steuern zu senken und mehr auszugeben. Das könnte zu einer steigenden Inflation führen. Da die Vereinigten Staaten die größte Wirtschaft auf diesem Planeten sind, könnte eine höhere Inflation auf den Rest der Welt übergreifen. Das könnte wiederum den Reiz von Dividendenaktien, wenn man sie mit anderen Vermögenswerten vergleicht, schmälern.


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Kursverluste

Höhere Zinsen könnten auch dazu führen, dass die Aktienkurse zu einem gewissen Grad fallen. Riskante Vermögenswerte wie Aktien könnten weniger attraktiv im Vergleich zu Alternativen mit geringerem Risiko werden. Da Dividendenaktien deshalb so beliebt waren, weil sie derart hohe Renditen boten, könnten die Auswirkungen von höheren Zinsen dort eher zu spüren sein als bei Wachstumsaktien.

Langfristiger Ausblick

Höhere Zinsen könnten auch schlechte Nachrichten für Einkommensaktien sein. Kurzfristig könnte das für langfristig orientierte Investoren aber auch eine Kaufgelegenheit bieten. Das Investieren in Dividendenaktien hat in den letzten Jahren auf der ganzen Welt zu guten Ergebnissen geführt, aber das bedeutet nicht, dass es nicht langfristig auch so weitergehen kann. Aktien, die 4 % oder mehr abwerfen, werden immer noch eine attraktive Rendite bieten, selbst wenn die Zinsen schneller steigen sollten. Daher sind diese Aktien eine gute Wahl für Investoren, die vielleicht nicht sicher sind, wie es mit der Weltwirtschaft weiter gehen wird.

Dividendenaktien könnten auch gut für nervöse Investoren sein. Aktien mit höheren Renditen tendieren nämlich dazu, relativ defensiv zu sein. Diese könnten sich großer Beliebtheit erfreuen, da der Ausblick für die Weltwirtschaft unsicher bleibt. Daher haben Dividendenaktien immer noch das Potenzial, den breiten Markt langfristig zu übertreffen. Immerhin könnte die nahe Zukunft für die globalen Aktienmärkte turbulent werden.

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Dieser Artikel wurde von The Motley Fool auf Englisch verfasst und am 16.3.2017 auf Fool.sg veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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