Unilever gewinnt Marktanteile trotz geringer Nachfrage

Aber die Eigentümer solcher globaler Marken wie Dove, Hellmann’s und Lipton konnten das Jahr 2017 gut beginnen. Trotz geringerer Verkäufe verkündete Unilever (WKN:A0JMZB)diese Woche schnelleres organisches Wachstum und solide Fortschritte in Richtung auf die langfristigen Gewinnziele des Unternehmens. Im Folgenden erfährst du alles, was du wissen musst.
Was ist denn im Quartal passiert?
Das organische Wachstum erhöhte sich leicht und half dem Unternehmen, die breiten Expansionziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die Bosse warnten aber, dass die Nachfrage in vielen wichtigen Märkten auf der Welt weiterhin schwach wäre.

Bildquelle: Unilever
Die Highlights des Quartals:
- Die Umsätze verbesserten sich um 2,9 % und markierten eine deutliche Verbesserung verglichen mit dem vorhergehenden Quartal von 2,2 %. Das Wachstum war breit, wobei jedes der Hauptprodukte expandieren konnte.
- Das Unternehmen möchte größere Volumina absetzen, die Expansion im letzten Quartal hing aber von den steigenden Preisen ab, während gleichzeitig das Volumen sank und die Preise um 3 % stiegen.
- In der Sparte Erfrischungen, wo sich Marken wie Ben & Jerry’s und Magnum tummeln, konnten die besten Ergebnisse mit einem Umsatzplus von 5,4 % erzielt werden. Das Segment Lebensmittel entwickelte sich am schlechtesten, konnte aber trotzdem ein organisches Umsatzwachstum von 2 % verbuchen.
- Geographisch gesprochen musste Unilever rückläufige Absatzzahlen in den USA und Europa hinnehmen, da die Nachfrage schwach und der Wettbewerb stark war. In den Schwellenländern konnten dagegen solide Gewinne verzeichnet werden.
- Das Unternehmen erhöhte seine Dividende um 12 % verglichen mit 6 % aus dem Vorjahr.
Was das Management zu sagen hatte
CEO Paul Polman konzentrierte sich auf die Tatsache, dass Unilever trotz des schweren Marktumfeldes Marktanteile gewinnen konnte. “Im ersten Quartal konnten wir schneller wachsen als der Markt”, sagte er in einer Presseerklärung. “Das spiegelt unsere anhaltenden Investitionen in Innovation und Marken wieder und es bestätigt die Stärke unserer langfristigen nachhaltigen Wachstumsmodelle.”

Bildquelle: Unilever Präsentation für die Investoren
Die Führungsriege sagte, dass der Ausblick für die Konsumgüter sich langsam bessere, dass die Nachfrage aber allgemein schwach bleibe. “Die Marktbedingungen bleiben schwierig,” sagten sie. “In den Märkten, in denen wir arbeiten, betrug das Wachstum etwa 2 % bei gleichzeitiger rückläufigen Volumina.”
Ein Blick in die Zukunft
Polman und sein Team glauben immer noch, dass sie 2017 Marktanteile gewinnen werden. Sie sehen organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 % für das Gesamtjahr. Damit sollte das Unternehmen etwas schneller wachsen als Procter & Gamble (WKN:852062) und Kimberly Clark, die erwarten jeweils 2 % im aktuellen Steuerjahr zu wachsen.
Die langfristigen Ziele bei Unilever sehen ein Wachstum bei der operativen Marge von 20 % bis zum Jahr 2020 vor. Im letzten Jahr war man noch von 15 % ausgegangen. Das beinhaltet eine Verbesserung um 0,8 % allein im Steuerjahr 2017. Im Vergleich dazu ist Procter & Gamble eines der profitabelsten Unternehmen in der Industrie mit einer operativen Marge von 21 % im vergangenen Jahr.
Um dieses aggressive Ziel zu erreichen, plant Unilever die Kosten zu senken. Das soll besonders die Bereiche Erfrischungen und Lebensmittel betreffen. Darüber hinaus möchte das Unternehmen auch größere Veränderungen im Portfolio vornehmen, darunter den Verkauf von den Brotaufstrichmarken und weitere Übernahmen wie den aktuellen Kauf des Dollar Shave Club.
Zusätzlich zu den Gewinnmargen werden die Investoren sicher noch für die organischen Wachstumstrends in den nächsten Quartalen interessieren. Es ist gut, dass Unilever das Jahr mit einem schnelleren Wachstum beginnen konnte, kontinuierliche Gewinne werden aber nur dann möglich, wenn größere Volumina abgesetzt werden können. Das ist bisher nicht passiert. Dieser Wert hat sich im Jahr 2015 um 2 % und im letzten Jahr um weniger als 1% verbessert, bevor er 2017 bisher leicht rückläufig war.
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The Motley Fool empfiehlt Kimberly Clark und Unilever.
Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und wurde am 21.04.2017 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
