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Dividendenperle Allianz: Nach dem Höhenflug noch ein Kauf?

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Foto: Getty Images

Die Aktie der Allianz (WKN: 840400) ist in letzter Zeit kaum zu bremsen. Nachdem die Papiere vor ziemlich genau einem Jahr noch im 120-Euro-Raum rumdümpelten, ging es zuletzt steil bergauf. Momentan notiert die Aktie des Versicherers bei ca. 183 Euro (14.07.2017), was einem Anstieg von rund 50 % gleicht.

Viele Investoren fragen sich daher, ob die Allianz nach dieser beeindruckenden, einjährig währenden Rallye noch immer ein Kauf ist, oder ob die Papiere momentan vielleicht etwas zu teuer sind. Betrachten wir daher im Folgenden einmal ein paar interessante Analyseaspekte.

Die fundamentale Bewertung

Mit der Allianz-Aktie wirst du vermutlich zwar nicht mehr das Schnäppchen deines Lebens machen, dennoch scheint die Allianz auch nicht allzu überteuert zu sein. So beträgt der Buchwert je Aktie momentan 147,35 Euro je Aktie, als Gewinn wurden für 2016 15,14 Euro ausgewiesen. Das bedeutet beim aktuellen Kurs ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von rund 1,24, sowie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 12,08. Sowohl das KBV als auch das KGV deuten auf eine relativ moderate Bewertung hin, zumal die Peer-Group beim KGV auf einen Durchschnittswert von 15 kommt.

Hinzu kommt eine überaus ansehnliche Dividende. Die für das letzte Geschäftsjahr ausgezahlten 7,60 Euro je Aktie bedeuten eine Dividendenrendite in Höhe von 4,15 %. Das dürfte mit Sicherheit auch dem einen oder anderen Einkommensinvestor durchaus gefallen.


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Problemfelder scheinen gelöst, beziehungsweise unbedeutender

Die fundamentale Bewertung wäre aber wertlos, sofern die Aussichten nicht stimmen. Wie du vielleicht irgendwo schon mal aufgeschnappt hast, waren vor allem die Tochtergesellschaft PIMCO, sowie die niedrigen Zinsen, Belastungsfaktoren, die der Allianz und den Aktionären tendenziell das Leben schwer machten.

Aber auch bei diesen zwei Baustellen scheinen sich die Wogen allmählich zu glätten. So habe ich beispielsweise heute noch gelesen, dass bei PIMCO der oft monierte Mittelabfluss wohl nun nachhaltig gestoppt sein dürfte. Die Financial Times beispielsweise rechnet damit, dass im gerade abgelaufenen Quartal wieder einmal ein Mittelzufluss erwirkt werden konnte. Hier scheint die Talfahrt folglich gestoppt, auch wenn der Vermögensverwalter möglicherweise noch nicht an einstige Rekordzeiten herankommen dürfte.

Außerdem machten in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen über das Problemfeld der Minizinsen in Bezug auf die Versicherungsbranche die Runde. Doch auch hier könnte sich das Blatt mittelfristig wenden, sofern man aufmerksam die neuesten Meldungen zu EZB, Draghi, Quantitative Easing und den Leitzinsen dementsprechend deutet.

Einige dunkle Wolken könnten sich daher schon bald nachhaltig auflösen.

Selbst nach der Rallye noch ansprechend

Wenn du mich fragst, bietet die Allianz daher selbst zum derzeitigen Kursniveau noch eine interessante Gelegenheit. Die Bewertung scheint nicht zu hoch, die Dividendenrendite ansprechend und der momentane Chance-Risiko-Mix wirkt angesichts des gestoppten Mittelabflusses bei der Unternehmenstochter PIMCO sowie möglicherweise mittelfristig steigender Zinsen interessant.

Da der Zeitpunkt der Zinswende aber noch alles andere als fix ist und eher auf Mutmaßungen beruht, sollten Investoren aber insgesamt einen längeren Atem mitbringen. Der nachhaltige Erfolg im Zuge dessen könnte mitunter noch etwas auf sich warten lassen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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