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Bitcoin- und Goldkurs erstürmen neue Hochs – droht jetzt der nächste Aktiencrash?!

Bitcoin
Foto: Getty Images

Es gibt viele Gründe, weshalb Privatanleger im Kontext von Aktien derzeit wieder ein wenig skeptischer dreinblicken. Ob es nun aktuelle konjunkturelle Sorgen sind oder aber der zunehmend eskalierende Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie den USA und eigentlich dem Rest der Welt. All das drückt gegenwärtig die Gemüter so einiger Investoren.

Zu dieser pessimistischen Sicht könnten nun jedoch noch weitere Sorgenfelder hinzukommen. Denn mit Bitcoin und Gold haben zwei potenzielle und womöglich neue sichere Häfen unlängst neue Bestmarken aufstellen können, was bei einigen Investoren vielleicht ebenfalls die Alarmglocken ertönen lässt.

Schauen wir daher mal, was Investoren zu dieser Entwicklung wissen müssen und ob man sich als Aktieninvestor hier nun sorgen sollte.

Gold und Bitcoin im Rallyemodus

Wie wir mit Blick auf gängige Notierungen von Gold und Bitcoin derzeit erblicken können, scheinen die beiden alternativen Wertanlagen gegenwärtig in Topform zu sein. Die Feinunze Gold konnte so beispielsweise zuletzt wieder auf ein Niveau von 1.400 US-Dollar (25.06.2019, maßgeblich für alle Kurse) klettern, einen Stand, wohlgemerkt, den das glänzende Metall zuletzt im Jahre 2013 erklimmen konnte.

Und auch der Bitcoin eroberte zuletzt wieder die Marke von 11.000 US-Dollar zurück, was definitiv ein bemerkenswerter Lauf gewesen ist. Die Gründe für diese jeweiligen Kursanstiege sind natürlich vielfältig. Egal ob es gute Neuigkeiten rund um die Token, wie beispielsweise jüngst um den Facebook-Coin Libra, gewesen sind, oder aber generelle Faktoren wie die geringen Renditen von Staatsanleihen, die nun vermutlich den Goldpreis nach oben gedrückt haben. Gründe für einen solchen Aufstieg können im Nachhinein oftmals schnell gefunden werden.


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Für Börsenskeptiker sind derartige Entwicklungen jedoch häufig insbesondere eins: Warnzeichen. Denn gerade Gold steht stets im Ruf, eine Absicherung für unsichere Zeiten zu sein. Ein Aspekt, der nun womöglich auch dem Bitcoin zuteil werden könnte. Entsprechend dürften einige Investoren nun wieder nervöser werden, wenn eine vermeintliche Kapitalflucht in derartige vermeintlich sichere Häfen erfolgt.

Ein Aspekt, der nicht von der Hand zu weisen ist. Mit einem großen Aber!

Und natürlich könnte es in Anbetracht der derzeitigen konjunkturellen und handelspolitischen Situation sein, dass kurz- bis mittelfristige Investoren zunehmend nervöser werden und entsprechend umschichten. Ja, sogar turbulente Börsenzeiten könnten (Vorsicht, konjunktiv!) durchaus bevorstehen. All das sind jedoch Aspekte, über die man sich als Foolisher, langfristig orientierter Investor eigentlich nicht sonderlich den Kopf zerbrechen sollte.

Denn trotz dieser Unsicherheiten sind Aktien langfristig noch immer das geeignetste und vor allem produktivste Mittel des Vermögensaufbaus. Hinter Aktien stehen regelmäßig echte Unternehmen, die echte Werte schaffen, für die sie echte Gewinne erwirtschaften und die Investoren echte Gewinnrenditen ermöglichen. Sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten.

Gold und Bitcoin sind und bleiben hingegen weiterhin Rohstoffe (oder Kryptowährungen, was auch immer) die lediglich von Angebot und Nachfrage preislich bestimmt werden, jedoch nichts Produktives erschaffen.

Oder, wie Buffett es einmal sinngemäß formulierte, alles Gold dieser Welt wird in vielen Jahren immer noch lediglich alles Gold dieser Welt sein. Genauso wie die Bitcoin, die ebenfalls nichts produzieren. Einzig und allein aus einer kurzfristigen Befürchtung heraus umzuschichten, scheint daher kein sonderlich guter Schachzug zu sein, über den ein Foolisher Investor nachdenken sollte.

Indikatoren? Ja, vielleicht

Kommt der nächste Aktiencrash daher schon bald? Ich weiß es nicht. Natürlich, die derzeitige handelspolitische Situation könnte darauf hindeuten. Auch die steigenden Notierungen von Gold und Bitcoin als sichere Häfen können ein Indikator dafür sein. Letztlich kommt jedoch sowieso alles anders, als man denkt.

Als langfristig orientierter Investor sollte man sich von dieser Entwicklung jedoch nicht verunsichern lassen. Denn auch wenn diese beiden Notierungen nun möglicherweise outperformen, haben Aktien im langjährigen Vergleich aufgrund ihrer echten Produktivität noch immer die besten Renditen erwirtschaftet.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen.



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