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Amerikaner verbringen mehr Zeit mit Netflix als mit jedem anderen Streaming-Dienst

Foto: The Motley Fool.

Netflix (WKN: 552484) konnte im letzten Jahr unter den Erwachsenen in den USA YouTube hinter sich lassen. Der durchschnittliche Amerikaner verbrachte mehr als 23 Minuten pro Tag mit Netflix. Dem stehen 22 Minuten pro Tag für den kostenlosen Streaming-Video-Service von Alphabet gegenüber. Dabei handelt es sich um Zahlen und Schätzungen von eMarketer. Diese Lücke ist dieses Jahr noch größer geworden – 27 Minuten pro Tag für Netflix, 23 Minuten pro Tag für YouTube.

Interessant: eMarketer erwartet, dass US-Erwachsene ihre Zeit auf beiden Plattformen erhöhen, und das trotz des zunehmenden Wettbewerbs sowohl von kostenpflichtigen als auch von werbefinanzierten Streaming-Anbietern. Stattdessen werden Dienste wie Disneys (WKN: 855686) Disney+, AT&Ts (WKN: 157484) HBO Max und Comcasts (WKN: A0HL9Z) Peacock die Gesamtzeit für das Streaming von Videos erhöhen. Und obwohl das den Anteil von Netflix reduzieren könnte, wie eMarketer betont, soll die damit verbrachte Zeit nicht sinken.

Die wichtigste Metrik für Streaming-Services

Im November sagte Netflix-CEO Reed Hastings, dass die mit dem Service verbrachte Streaming-Zeit die vorerst aufschlussreichste Metrik für die Anbieter sein werde. Er wies darauf hin, dass eine Menge Services gebündelt werden. Disney wird via Verizon angeboten, AT&T verbindet HBO Max mit seinen anderen Video- und Mobilfunkdiensten, Comcast verpackt Peacock in seinen Pay-TV-Service und Apple (WKN:865985) schickt Apple TV+ auf seine Geräte.

Das gibt den Verbrauchern eine Menge Wahlmöglichkeiten, wo sie ihre Streamingzeit verbringen wollen.


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Und es lässt sich nicht leugnen, dass all diese neuen Dienste eine Menge zu bieten haben. Jedes der genannten Unternehmen gibt Milliarden für Content aus, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und sicherlich werden zumindest einige von ihnen damit erfolgreich sein.

Aber der Erfolg von Netflix‘ Konkurrenten bedeutet nicht, dass sie am Ende auch Netflix schaden. Von den Führungskräften der Branche heißt es immer wieder, dass es sich bei dem Wettbewerb nicht um ein Nullsummenspiel handelt. Wahrscheinlicher ist es, dass die Verbraucher am Ende weniger Zeit mit linearem Fernsehen und dafür mehr Zeit mit Streaming verbringen.

Was bedeutet das für Investoren?

Mehrere Analysten mögen die Idee, dass Netflix eine Umsonst-Variante haben sollte, die über Werbung funktioniert. So sollen im Kampf gegen die neuen Konkurrenten weitere Abonnenten gewonnen werden. Disney+ kostet nur 7 USD pro Monat, Apple TV+ bloß 5 USD pro Monat und Peacock wird (mit Werbung) für mehr als 20 Millionen Comcast Kunden kostenlos sein. Lediglich HBO hat einen höheren Preis als das meistgewählte Angebot von Netflix.

Aber der Erfolg von Netflix bei der Erhöhung der Preise in den letzten Jahren ist darauf zurückzuführen, dass Netflix für seine Abonnenten am Ende einen hohen Wert bietet. Wenn der vorhanden ist, werden die Leute auch zahlen. Und auch wenn die letzte Preiserhöhung nicht ohne Murren hingenommen wurde, kamen die Abonnenten doch noch einmal in größeren Scharen als im letzten Jahr.

Daher sollte die Tatsache, dass die Konkurrenz zu extrem niedrigen Preisen auf den Markt kommt, Netflix nicht dazu zwingen, vom bisherigen Plan abzuweichen: die Einnahmen in die Erweiterung der Mediathek reinvestieren und den Abonnenten von Zeit zu Zeit mehr Geld abknöpfen. Die Verbraucher ziehen immer noch einen großen Nutzen aus dem Service, und das ändert sich auch nicht – trotz der hinzugekommenen Streaming-Optionen.

Wenn eMarketers Prognose für die mehr mit Netflix verbrachte Zeit stimmen sollte, dürfte Netflix keine große Mühe haben, weiterhin mehr Geld in Content zu investieren und nach und nach die Preise für sein Angebot zu erhöhen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Apple, Netflix und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Comcast und Verizon Communications. Adam Levy besitzt Aktien von Alphabet, Apple und Walt Disney.

Dieser Artikel erschien am 16.12.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.



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