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Neuer Deal in den USA: Ist das der Durchbruch für die HeidelbergCement-Aktie?

Uncle Sam USA
Foto: Getty Images

2,3 Mrd. Euro fließen bald in die Kassen von HeidelbergCement (WKN: 604700). Das Management wird Zementproduktionsanlagen und andere Standorte in den vier US-Staaten Kalifornien, Arizona, Oregon und Nevada an den Betreiber von Steinbrüchen Martin Marietta Materials (WKN: 889585) veräußern. Komplett aus den USA zurückziehen will sich der DAX-Konzern jedoch nicht.

Bereits im Oktober 2020 hatte CEO Dominik von Achten angekündigt, dass HeidelbergCement sein Portfolio überprüfen werde. Insbesondere solche Märkte möchte er verlassen, die für HeidelbergCement keine guten Perspektiven bieten.

Sicherlich lief das erste Quartal 2021 hervorragend für HeidelbergCement

Zwischen Januar und März erzielte der Baustoff-Spezialist einen konzernweiten Umsatz von 4 Mrd. Euro. Der Gewinn verdreifachte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu auf 223 Mio. Euro.

Doch das Baugewerbe bleibt meines Erachtens ein undankbarer Sektor für uns Anleger

Anders als bei großen Konsumgüterherstellern und -händlern haben wir es hier nicht mit Produkten des täglichen Bedarfs zu tun. Die Branche verspricht auch keine fulminanten Wachstumssprünge wie die Tech-Szene. Und sie ist zudem stark von der Konjunktur abhängig. Aktien zum entspannten Investieren und Liegenlassen finden wir hier leider nicht.


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Dominik von Achten baut weiter fleißig um

Der Teilverkauf der US-Sparte passt zum Profil des jungen HeidelbergCement-CEOs, der vor gut einem Jahr die Spitze übernahm. In seinen ersten zwölf Monaten als Vorstandsvorsitzender hatte er bereits deutlich gezeigt, dass er mit hoher Intensität und viel Tempo wichtige Sparprogramme durchziehen kann.

Im vergangenen Sommer, nur wenige Monate im Amt, schrieb von Achten auf die Firmenwerte der Übernahmen von Hanson und Italcementi mehr als 3 Mrd. Euro ab und reduzierte die entsprechenden Beträge in der Bilanz auf einen Schlag um über 25 %.

Auch das Geschäft in Griechenland steht zur Disposition

Die Zuschlagsstoff-Sparte in Mandra sowie zwei Transportbetonwerke in Gerakas und Aspropyrgos wird HeidelbergCement an den Rivalen LafargeHolcim (WKN: 604700) abgeben.

Auch damit will man sich weiter auf das Kerngeschäft und die wichtigsten Märkte konzentrieren. Anfang des Jahres waren bereits Geschäftsteile in Kuwait veräußert worden.

HeidelbergCement räumt auf

Es wird spannend sein zu beobachten, ob und wie sich all diese Maßnahmen rentieren werden. Ich werde das Geschehen aus der Distanz betrachten. Von der Aktie halte ich mich fern, obwohl sie aktuell günstig bewertet wird. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 8,5 und das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 0,8.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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