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Quantencomputer: Mit diesen Aktien kannst du in den 170-Milliarden-Markt investieren

Cloud Computing
Foto: Getty Images

Quantencomputer sind eine extrem spannende Technologie – sowohl aus physikalischer Hinsicht als auch für Investoren. Die Unternehmensberatung BCG beziffert die Marktgröße in 2040 auf 170 Mrd. US-Dollar. In Branchen wie Logistik, Pharma, Chemie und Finanzwesen warten ähnlich große Wertschöpfungspotenziale auf Unternehmen, die Quantencomputer einsetzen.

Wie funktionieren Quantencomputer?

Quantencomputer machen sich ein abstrakt anmutendes Prinzip der Quantenphysik zunutze: die sogenannte Superposition. Dadurch kann ein einzelnes Quantenteilchen, beispielsweise ein Elektron, gleichzeitig an vielen verschiedenen Orten sein, solange es nicht beobachtet wird. Erst durch die Messung „entscheidet“ sich das Teilchen für einen Zustand. Analog dazu können die fundamentalen Rechengrößen eines Quantencomputers, die Qubits, nicht nur die Werte null und eins annehmen, sondern auch beide Werte zugleich. Ähnlich wie Schrödingers berühmte Katze gleichzeitig tot und lebendig ist, bis man den Deckel der Box öffnet und nachsieht.

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Ganz allgemein gilt: Je mehr Qubits, desto besser. Denn mit jedem weiteren Qubit verdoppelt sich die Anzahl der darstellbaren Zustände im Quantensystem. Doch auch die Qualität der Qubits ist entscheidend. Nicht selten geht ein Großteil der verfügbaren Rechenleistung eines Quantencomputers alleine dafür drauf, die eigenen Fehler zu korrigieren. Um die Fehler zu minimieren, ist es entscheidend, dass die Benutzung des Rechners nicht die extrem empfindlichen Quantenzustände stört.

Wie kannst du in Quantencomputer investieren?

Neben einer Fülle an Start-ups sind es vor allem die großen Tech-Konzerne, die mit Quantencomputer-Entwicklungen von sich reden machen. IBM (WKN: 851399) beispielsweise bietet schon seit 2019 einen Rechner mit 20 Qubits zur kommerziellen Cloud-Nutzung an. Kürzlich hat der IT-Konzern einen Quantenprozessor mit 127 Qubits vorgestellt und schon für 2023 ist ein Nachfolgemodell mit 1.100 Qubits geplant.

Wie du siehst, entwickelt sich die Technologie extrem schnell weiter. Auch Alphabets (WKN: A14Y6F, A14Y6H) Tochter Google ist mit einem 53 Qubits starken Quantenprozessor vorne mit dabei. Bis 2029 soll gar ein Modell mit einer Million Qubits folgen – wobei es sich hierbei eher um ein vages Versprechen als um eine konkrete Produktankündigung handeln dürfte.

Die Cloud-Sparte von Amazon (WKN: 906866), AWS, entwickelt ebenfalls einen eigenen Quantencomputer. Einen Zeitplan für dessen Fertigstellung gibt es nicht. Schon heute bietet AWS Quanten-Rechenkapazität über die Cloud an, wobei die Computer von Partnern wie dem kanadischen Start-up D-Wave gestellt werden.

Und in Deutschland? Hier bringt sich Infineon (WKN: 623100) in Stellung, um im neu entstehenden Markt „das Intel der Quantencomputer“ zu werden. In mehreren Partnerschaften erforscht Infineon verschiedene Quantencomputer-Technologien. Noch ist unklar, welche von ihnen sich durchsetzen wird oder ob vielleicht ein ganz anderer, heute noch unbekannter Ansatz den Durchbruch bringt. Doch das ist für Infineon nicht entscheidend. Anstatt wie IBM, Google und Amazon eigene Systeme zu entwickeln, will sich Infineon als Zulieferer für Hersteller von Quantenrechnern positionieren und hat daher schon heute einen passenden Steuerungschip im Angebot.

Ist ein Investment ratsam?

Zur Wahrheit über das Investieren in Quantencomputer gehört allerdings auch: Präzise Prognosen über den Zeitpunkt ihrer Marktreife und ihr wahres Potenzial sind unmöglich. Aktuell sind die erzielbaren Umsätze extrem niedrig, sodass es lang dauern wird, bis sich IBMs, Googles, Amazons und Infineons Bemühungen in den Geschäftszahlen niederschlagen.

Dennoch ist es wichtig, dass die Tech-Konzerne schon heute diese Investitionen tätigen. Denn täten sie es nicht, würden ihnen andere Unternehmen den Rang ablaufen.

Ein laufendes Quantencomputer-Projekt alleine ist daher sicher keine robuste Investitionsthese für eine Anlage in Aktien von IBM und Co. Doch Anleger, die bereits in die genannten Unternehmen investiert haben, sollten ruhiger schlafen können in dem Wissen, dass ihre Unternehmen aktiv daran arbeiten, ihre Marktstellung in der fernen Zukunft zu halten oder auszubauen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Alphabet (C-Aktien) und Amazon. John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon und Intel. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1.920 Calls auf Amazon, Long January 2023 $57,50 Calls auf Intel, Short January 2022 $1.940 Calls auf Amazon und Short January 2023 $57,50 Puts auf Intel.



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