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Ein ETF auf den MSCI World ist kein Allheilmittel für diese 3 Probleme

Weltkarte
Foto: Getty Images

Es bleibt dabei: Ein ETF auf den MSCI World ist ein guter, durchschnittlicher Weg für eine marktübliche Rendite. Wer in einen derartigen, volumenreichen Indexfonds mit geringen Gebühren investiert, der macht bereits eine Menge richtig und kann sich langfristig über einen soliden Vermögensaufbau freuen. Zumindest, wenn man Buy-and-Hold über viele Jahre, besser Jahrzehnte, konsequent durchzieht.

Allerdings ist ein ETF auf den MSCI World kein Allheilmittel. Für diese drei Probleme gibt es bessere Lösungen. Wobei man teilweise nur seine Perspektive verändern muss, um mit einem Indexfonds auf diesen beliebten Index eine deutlich bessere Lösung zu erhalten.

ETF & MSCI World: Geringe Dividende für passives Einkommen

Ein ETF auf den MSCI World ist zunächst kein gutes Allheilmittel für Investoren, die ein hohes, passives Dividendeneinkommen aufbauen möchten. Wenn wir auf den iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) mit seinen lediglich 1,2 % Dividendenrendite schauen, so wird vielen passiven Investoren vielleicht erst bewusst, wie gering hier die Ausschüttungsrendite ist.

Allerdings gibt es trotzdem eine passive Lösung. Investoren, die im Alter auf ein passives Einkommen angewiesen sind, können gerade mit einem ETF-Ansatz ein solches aufbauen. Ganz einfach, indem man einfach den Vermögensaufbau weiter betreibt. Und in der Altersphase damit anfängt, per regelmäßiger Entnahme oder einem Entsparplan ein Einkommen zu generieren.

Ein ETF auf den MSCI World kann angesichts seines durchschnittlichen Renditepotenzials (wie gesagt, langfristig!) locker mit einer jährlichen Entnahmerate von 4,5 % mithalten. Zumindest, wenn man nicht gerade in einem Crash mit der Entnahme anfängt. Trotz geringer Dividendenrendite ist ein passives Einkommen daher möglich.

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Kein weltweiter Ansatz, aber…

Mit einem ETF auf den MSCI World besitzt man bekanntermaßen kein Welt-Depot. Zwar investiert man in ca. 1.600 verschiedene Aktien aus 23 Industrie-Nationen. Trotzdem ist es immer wieder wichtig, auf diesen bedeutenden Unterschied hinzuweisen. Wer ein solches Welt-Depot haben möchte, der sollte eher in Richtung der All-World-Alternativen tendieren oder aktiv weitere Indexfonds in Schwellenländern dazukaufen.

Allerdings sollte man als Foolisher, passiver Investor auch bedenken, dass eine Diversifikation um jeden Preis nicht zwingend erstrebenswert ist. Der MSCI World und der S&P 500 weisen im historischen Durchschnitt Renditen von 7 % und 9 % p. a. auf, was zeigt: Etwas mehr Konzentration auf starke, innovative Regionen mit einem soliden Wirtschaftswachstum sind womöglich die bessere Wahl.

Vielleicht verändert das deine Sicht auf deinen ETF oder deine ETFs. Diversifikation ist, wie gesagt, natürlich wichtig. Aber für die Rendite kann etwas mehr Konzentration förderlich sein.

ETF auf den MSCI World: Zweistellige Rendite p. a. unwahrscheinlich

Zu guter Letzt ist ein ETF auf den MSCI World für mich kein gutes Mittel, um eine zweistellige Rendite im langjährigen Durchschnitt pro Jahr anzustreben. Zwar mag es Ausnahmezeiträume geben. Oder vielleicht auch gegeben haben. Langjährige Durchschnittswerte zeigen jedoch, dass ein höheres, einstelliges Prozentniveau pro Jahr in der Regel das Limit gewesen ist. Oben haben wir die Zahlen bereits gesehen.

Wer mehr haben möchte, der sollte umdenken. Statt einem kostengünstigen Indexfonds gibt es in der ETF-Welt Spezialisierungen auf gewisse Trends und Bereiche. Neben einer Chance bergen sie natürlich auch das Risiko einer Underperformance, das gilt auch für einen selektiven Aktien-Ansatz. Im Endeffekt liegt es daher ein dir, zu beurteilen, ob ein solcher Indexfonds ausreichend für dich ist.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Wertpapiere. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.



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