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Ausverkauf im DAX – diese 3 Aktien sind jetzt attraktiv

günstige/billige Aktien
Foto: Getty Images

Der DAX hat im Zuge des Krieges in der Ukraine stark nachgegeben. Allein in dieser Woche stürzte der größte deutsche Aktienindex um 8 % ab. Ausgehend vom Allzeithoch Anfang Januar 2022 beträgt das Minus mittlerweile 20 % (Stand: 04.03.22, gilt für alle Angaben). Während zum Beispiel die deutsche Automobilindustrie aufgrund von fehlenden Zulieferungen aus der Ukraine operativ stark getroffen ist, sind die folgenden drei Unternehmen (bisher) kaum direkt vom Krieg betroffen. Dennoch sind ihre Aktienkurse stark gefallen. Daher finde ich diese drei Aktien jetzt attraktiv.

Fresenius

Fresenius (WKN: 578560) ist mein ewiger Turnaround-Kandidat. Der Aktienkurs kennt seit fünf Jahren nur eine Richtung: abwärts. Seit Jahresbeginn gab die Aktie des Gesundheitskonzerns aus Bad Homburg noch einmal um 21 % nach. Der Aktienkurs koppelt sich damit immer stärker von der soliden operativen Entwicklung von Fresenius ab. Im Geschäftsjahr 2021 wuchs der Umsatz um 5 %. Das währungsbereinigte Konzernergebnis vor Sondereinflüssen stieg um 5 % an. Auch im Jahr 2022 plant das Unternehmen, den Umsatz und das Ergebnis zu steigern.

Fresenius ist insbesondere mit seinem Dialysegeschäft in Russland und der Ukraine aktiv. Der Anteil am Gesamtumsatz ist jedoch gering. Mir sind keine Lieferketten aus beiden Ländern bekannt. Ich sehe Fresenius als breit diversifizierten Gesundheitskonzern somit unverändert gut aufgestellt. Ein mögliches Ende der Corona-Pandemie würde dem einzigen deutschen Dividendenaristokraten einen zusätzlichen Schub geben. Das KGV liegt nur noch bei 9, die Dividendenrendite bei 3,3 %.

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Puma

Obwohl der Sportartikelhersteller Puma (WKN: 696960) im Geschäftsjahr 2021 mit einem Rekordergebnis glänzen konnte, fiel der Aktienkurs seit Jahresbeginn um 37 %. Das Unternehmen erzielt weniger als 5 % seiner Umsätze in Russland und der Ukraine und hat keine wesentlichen Lieferbeziehungen dort.

Puma profitiert vom wachsenden Markt für Sportartikel und hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. In den letzten fünf Jahren wuchs der Umsatz um durchschnittlich 13 % pro Jahr, das EBIT um 34 %. Dieses Wachstum soll sich im Jahr 2022 fortsetzen. Der Umsatz soll um mindestens 10 % steigen, das EBIT um 8 bis 26 %. Gemessen daran finde ich das aktuelle KGV von 33 nicht zu hoch.

Zalando

Mit einem Kursabschlag von 38 % hat sich Zalando (WKN: ZAL111) von den drei hier vorgestellten Aktien in diesem Jahr am schlechtesten entwickelt. Die Aktie notiert jetzt unter dem Stand von vor der Corona-Pandemie, obwohl sich das operative Geschäft seitdem sehr stark entwickelt hat. Zuletzt hatte Zalando 48,5 Mio. aktive Kunden. Ende 2019 waren es noch 31 Mio. Im Jahr 2021 wuchs der Umsatz um 30 %, das bereinigte EBIT um 11 %. Besonders das Plattformgeschäft entwickelt sich gut. 30 % des Geschäfts wurde zuletzt durch Partner generiert.

Im aktuellen Jahr soll sich das Wachstum abschwächen. Der Umsatz soll um 12 bis 19 % wachsen, der Mittelpunkt der EBIT-Prognose geht von einem konstanten EBIT aus. Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind hier allerdings noch nicht berücksichtigt. Zalando ist zwar nicht in der Ukraine und Russland aktiv, sorgt sich aber um negative Auswirkungen in anderen osteuropäischen Ländern. Mit einem KUV von 1,3 und einem KGV von 52 finde ich Zalando als größten Online-Modehändler in Europa eher günstig bewertet.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Fresenius und Puma. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Zalando und empfiehlt Fresenius.



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